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Apple verklagt unabhängigen iPhone-Reparatur-Shop – und verliert

Kaum Rahmen, viel Display: das iPhone X. (Bild: Apple)

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Apple hat den Besitzer eines unabhängigen iPhone-Reparatur-Shops wegen angeblicher Markenrechtsverletzung verklagt – das Verfahren aber verloren. Der Fall lässt tief blicken.

Beim Schutz seiner Markenrechte versteht Apple wenig Spaß. Bei der Klage des US-Konzerns aus Cupertino gegen einen norwegischen iPhone-Reparatur-Shop ging es aber um mehr als die gut 60 beanstandeten iPhone-Displays aus Asien. Es ging auch darum, ob unabhängige Läden künftig weiter iPhone-Reparaturen durchführen dürfen oder nur noch solche, die es in Apples Authorized-Service-Provider-Programm geschafft haben, wie das Techmagazin Motherboard berichtet.

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Beim iPhone 6 gab es Displayprobleme. Apple will aber lieber selbst reparieren. (Screenshot: Youtube/Rice Is For Dinner/t3n.de)

In dem vorliegenden Fall hatte der Besitzer des norwegischen Reparaturladens, Henrik Huseby, über 60 iPhone-Displays zu Reparaturzwecken von einem asiatischen Anbieter gekauft. Die Displays trugen das Apple-Logo an einer für den Kunden normalerweise nicht sichtbaren Stelle, was die Zollbehörden auf den Plan rief. Apple verlangte daraufhin in einem Schreiben von Huseby, dass dieser die Verwendung von nicht offiziell via Apple eingekauften iPhone-Displays zu Reparaturzwecken beende und Apple umgerechnet rund 2.900 Euro zahle. Als Huseby das ablehnte, wurde er von Apple verklagt.

Apple-Klage: Norwegischer iPhone-Reparatur-Shop gewinnt – vorerst

Ein norwegisches Gericht entschied letztlich zugunsten von Huseby, weil der Reparatur-Shop-Besitzer glaubhaft machen konnte, dass er die Apple-Displays lediglich auf Kundenwunsch einbaue. Der Shop mache niemanden vor, von Apple autorisiert zu sein, und verspreche keine Apple-Garantie. Die Richter erklärten, dass es nach norwegischem Recht erlaubt sei, Displays aus Asien zu importieren und damit iPhones zu reparieren, solange dabei Apples Markenrechte nicht verletzt würden. Das sah das Gericht im Fall der Displays offenbar nicht gegeben, zumal das Logo mit einem Stift unkenntlich gemacht worden war.

Das iPad Pro in seine Einzelteile zerlegt: iFixit macht den Teardown
Die Einzelteile des neuen iPad Pro. (Foto: Ifixit)

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Apple hat derweil angekündigt, in dem Fall in Berufung gehen zu wollen, sich den Medien gegenüber aber nicht weiter dazu geäußert. Husebys Anwalt Par Harald Gjerstad sieht die Chancen für einen Erfolg des US-Konzerns als gering an. „Ein Produkt gehört Apple nicht mehr, nachdem der Konzern es verkauft hat“, meint Gjerstad. Andere hätten das Recht, das Logo zu entfernen und es als nicht originales, aber passendes Teil zu verkaufen.

Ebenfalls interessant: iPhone-Reparaturen – Apple zieht die Preisschraube an und iPhone X – Reparatur kann fast so teuer wie ein neues iPhone 7 werden

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2 Kommentare
Schall Rauch
Schall Rauch

Immer wieder eine interessante Frage: Was darf ich mit meinem Eigentum eigentlich machen, oder habe ich etwa nur ein Nutzungsrecht?

Oder wir nehmen uns einfach zum Thema Urheberrecht einfach ein Religionsdokument und setzen den Hersteller / Urheber einfach auf die Gott-Position. Die Hölle ist dann das Strafgesetzbuch.

Ich finde es einfach nur Schade, dass wir uns mehr und mehr dem Feudalsystem wieder annähern, alles nutzen und dafür Zahlen, Eigentum – gibt es nicht!

Antworten
iPoint

Leider ist die Problematik das Apple ein Macht hat und es ganz ausnuzt. Wobei eigentlich Reparaturen günstiger ist als ein neues Gerät kaufen zu müssen lassen Sie nicht zu weil natürlich Sie dann kein Umsatz machen können. Leider Regiert das Geld die Welt und keiner denkt an die Umwelt. Es ist gut so das Sie verloren haben.

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