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Analyse

Macht das iPhone Xs früher schlapp als das Vorgängermodell?

Das iPhone Xs von hinten. (Bild: Apple)

Apple verspricht für das iPhone XS eine um 30 Minuten höhere Nutzungsdauer im Vergleich zum iPhone X. Inwieweit das bestätigt werden kann, hängt letztlich vor allem vom gewählten Testverfahren ab.

Die meisten Experten sind sich einig: Bis auf wenige Ausnahmen machen die Akkus aktueller Oberklasse-Smartphones schneller schlapp als die ihrer Vorgänger. Bei einem Test der Washington Post hielt die Akkuladung vom iPhone Xs beispielsweise etwa 20 Minuten weniger als beim iPhone X. Bei einem Test der Gadget-Website Tom‘s Guide fiel der Unterschied mit zehn Minuten zwar weniger dramatisch aus, die Tendenz bleibt jedoch dieselbe. Ist die Aussage von Apple, dass der Akku vom iPhone Xs rund 30 Minuten länger aushält als der vom iPhone X also falsch? Nein, denn ganz so einfach ist es nicht.

Akkudauer beim iPhone Xs: Eine Frage des Testverfahrens

Leider gibt es nach wie vor keine einheitlichen Standards zur Messung der Akkulaufzeit von Smartphones. Das zeigen bereits die beiden Beispiele oben. Beim Test der Washington Post wurde per Messinstrument sichergestellt, dass alle Smartphones im Test auf exakt dieselbe Helligkeit eingestellt wurden. Die Tester von Tom‘s Guide stellten hingegen die Helligkeit bei allen Smartphones auf das jeweilige Maximum. Dabei werden wohl nur die wenigsten Menschen ihr Smartphone-Display auf der höchsten Helligkeitsstufe nutzen. Wenden wir uns einem Testverfahren zu, das sich stärker an einer normalen Smartphone-Nutzung orientiert, dann klingen Apples Marketingversprechen auf einmal deutlich glaubwürdiger.

iPhone Xs und Xs Max in Bildern
Das iPhone Xs Max von der Seite. (Bild: Apple)

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Ein solches Testverfahren nutzt Consumer Reports, eine Art US-amerikanische Stiftung Warentest und die älteste Verbraucherorganisation der Welt. Auch hier wird zwar die Display-Helligkeit auf das Maximum gestellt, anschließend weicht der Test aber deutlich von denen der Konkurrenz ab. Ein Roboterfinger arbeitet eine Reihe von Aufgaben auf dem Gerät ab. Hierbei werden im Internet gesurft, GPS-Navigation verwendet, Videos abgespielt und Fotos gemacht. Das Ergebnis: Das iPhone XS kommt mit einer Akkuladung 24,5 Stunden aus, während das iPhone X beim selben Testverfahren nur 19,5 Stunden durchhielt.

Damit ihr euch nicht wundert, warum die Werte so unglaublich hoch sind: Bei dem Test von Consumer Reports wird das Display immer wieder deaktiviert, bleibt also nicht über den gesamten Testzeitraum aktiviert wie bei anderen Testverfahren. Effizienzgewinne des Prozessors und anderer Komponenten kommen demnach stärker zum Tragen als bei anderen Tests. Das Testverfahren dürfte der durchschnittlichen Nutzung eines Smartphones näherkommen als andere Testaufbauten, dennoch könnte euer spezifisches Nutzungsverhalten natürlich trotzdem stark von dem des Robofingers abweichen.

Wie weit ihr ohne Steckdose kommt, wird letztlich von eurem persönlichen Nutzungsverhalten abhängen. Immerhin deuten die Tests von Washington Post und Tom‘s Guide aber darauf hin, dass Nutzer, die quasi permanent auf ihr iPhone starren, mit dem Vorgängermodell etwas länger über die Runden kämen. Alternativ bleibt für Apple-Fans auch immer noch das iPhone Xr. Dessen Bildschirm setzt auf LCD- statt OLED-Technologie und ist schon alleine deswegen ein gutes Stück energieeffizienter.

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Eine Reaktion
Zero

Moment, ließt man nicht immer überall, die OLEDs wären energieeffizienter? (Zumindest, wenn man nicht mit maximaler Helligkeit seine Augen ruiniert)

Antworten

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