Analyse

Macbook, Airpods und mehr: Was Apple im ersten Halbjahr 2019 alles vorstellen könnte

Apples Mac-Familie. (Bild: Apple)

Was hat Apple in diesem Jahr wohl alles an neuen Produkten in petto? Wir fassen zusammen, womit uns der iPhone-Konzern im ersten Halbjahr 2019 überraschen könnte.

2018 war für Apple ein durchwachsenes Jahr, das zeigte, dass es auch für den iPhone-Konzern nicht immer rund läuft. Das Weihnachtsquartal 2018 war das erste seit elf Jahren, in dem Apple seine Umsatzprognose senken musste. Grund dafür waren unter anderem schwächere iPhone-Verkäufe. Um weniger abhängig vom allgemein stagnierenden Smartphone-Markt zu werden, werden wir 2019 ein Apple sehen, das versucht, sich stärker auf mehr als nur neue iPhones zu konzentrieren. Was können wir also im ersten Halbjahr von Apple erwarten?

Neues günstiges iPad und Revival des iPad Mini?

Apple könnte sein iPad Mini neu auflegen, heißt es. (Bild: Apple)

Apple hatte im März 2018 eine neue Version seines erschwinglichsten iPads mit Stylus-Unterstützung angekündigt. Auch in diesem Jahr könnte das Unternehmen im Laufe des ersten Quartals 2019 ein Upgrade des iPads veröffentlichen. Entsprechende Hinweise auf neue Modelle sind in der Beta-Version von iOS 12.2 und der Datenbank der Eurasian Economic Commission (EEC) entdeckt worden. Ebenso will das Branchenmagazin Digitimes aus Zuliefererkreisen von neuen iPads erfahren haben, die im Laufe des ersten Halbjahres erscheinen sollen.

Bei den nächsten iPads dürften wir aber weiterhin auf die Gesichtserkennung Face-ID verzichten müssen, es sei denn, Apple ist es gelungen, die entsprechende Hardware für die 3D-Gesichtserkennung günstiger zu gestalten. Eine optische Frischzellenkur dürfte es indes möglicherweise erhalten, um es an das Design des iPad Pro (Test) anzupassen.

Fans des kompakteren iPad Mini könnten in diesem Jahr vielleicht auch wieder auf ihre Kosten kommen. Man munkelt, dass es nach vier Jahren ein Update erhalten könnte. Für Apple sind solche langen Pausen zwischen Upgrades mittlerweile kaum noch ungewöhnlich, denkt man an das Macbook Air oder den Mac Pro.

Weitere Details:

Neue Airpods, Airpower und Wireless-Airpod-Case

Apple Airpower. (Bild: Apple)

Apple Airpower. (Bild: Apple)

Als eines der ersten neuen Produkte des Jahres könnte Apple endlich seine kabellose Ladestation für iPhones, die Apple Watch und die True-Wireless-In-Ear-Hörer Airpods ankündigen. Die Airpower-Station wurde schon im Zuge des Apple-Events im September 2017 angeteasert und sollte im Laufe des Jahres 2018 erscheinen. Aufgrund von unerwarteten technischen Herausforderungen, so heißt es, musste der Marktstart der Ladematte mehrfach verschoben werden. Jetzt soll die Ladestation im Frühjahr zusammen mit einem ebenso lang erwarteten kabellosen Lade-Case kommen.

Im Laufe der nächsten Wochen können wir zudem mit der Vorstellung einer Neuauflage der beliebten Airpods-In-Ear-Ohrhörer rechnen. Entsprechende Hinweise sind schon in einer iOS-12.2-Beta entdeckt worden. Als sicher gilt, dass sie Apples Sprachassistenten per Hotword „Hey Siri“ aktivieren können und sich kabellos aufladen lassen. Weiter wird berichtet, dass die nächste Airpods-Generation um neue Sensoren etwa für Gesundheits-Features erweitert und zusätzlich in Schwarz  und mit einer griffigeren Beschichtung erscheinen soll. Auch an der Soundqualität habe Apple gedreht. Preislich sollen die Airpods 2 um die 200 US-Dollar kosten und damit teurer als die erste Generation werden. Letzte Gerüchte besagen, dass die neuen Airpods im Zuge eines Events am 25. März enthüllt und gegen Ende März in den Handel kommen sollen.

Mehr dazu: 

Apples Macbook bald mit Touch-ID?

Das Macbook wurde zuletzt 2017 aktualisiert. (Bild: Apple)

Das Macbook wurde zuletzt 2017 aktualisiert. (Bild: Apple)

Angebracht wäre auch mal wieder ein Update des Macbooks. Das Zwölf-Zoll-Notebook hat zuletzt im Juni 2017 eine kleine Frischzellenkur in Form neuer Prozessoren und schnellerem Speicher erhalten. Wir spekulieren darauf, dass ein Upgrade im Laufe des ersten Quartals, spätestens im Juni zur WWDC 2019, erscheinen wird.

Ob Apple mehr als nur die Innereien aktualisiert, bleibt abzuwarten. Angesichts dessen, dass selbst das etwas günstigere Macbook Air einen Touch-ID-Fingerabdrucksensor verbaut hat, könnte Apple diese Technologie auch im Zwölf-Zoller einsetzen. Womöglich wird der Rand ums Display weiter reduziert, um eine noch kompaktere Bauweise zu erzielen.

Geht es nach dem renommierten Analysten Ming-Chi Kuo könnte Apple in diesem Jahr eine größere Überarbeitung des Macbook Pro ankündigen. Seinen Informationen aus Zuliefererkreisen zufolge arbeitet das Unternehmen an einem 16-Zoll-Macbook-Pro mit 3K-Auflösung. Zudem spekuliert er auf einen neuen Monitor mit 31-Zoll-Diagonale und 6K-Auflösung.

Manche spekulieren gar, dass das Macbook Apples erster Mac auf ARM-Basis werden könnte. Die von Apple entwickelten Prozessoren der A-Serie sind vor allem im iPad Pro regelrechte Leistungswunder. Es wäre nicht das erste Mal, dass Apple einen Wechsel der Chip-Architektur bei seinen Macs vollführt. Die letzte Umstellung von der Power-PC-Architektur auf Intel-Chips erfolgte 2005/2006 – und das relativ reibungslos. Intel ist überzeugt, dass Apple ab 2020 auf ARM-Chips umsatteln wird.

Mehr zum Thema:

Neue iMacs und iMac Pros am Horizont

Apples iMac Pro dürfte 2019 ein Upgrade erhalten. (Bild Apple)

Auch die iMac-Familie wurde zuletzt 2017 aktualisiert. Entsprechend können wir in diesem Jahr mit einem Update rechnen. Große Neuerungen werden jedoch nicht erwartet: neue Prozessoren, vielleicht mehr Speicher und verbesserte Displays.

Modularer Mac Pro und neues Display: Erster Teaser zur WWDC 2019?

Der 2013 vorgestellte Mac Pro bekommt 2019 einen runderneuerten Nachfolger. (Bild: Apple)

Ein massives Upgrade wird in diesem Jahr der Mac Pro erhalten, bei dem es seit 2013 keine größere Aktualisierung gab. Apple versprach im April 2017, neue Profi-Rechner zu liefern. Im gleichen Jahr kam der iMac Pro heraus, der neue Mac Pro wird in diesem Jahr erwartet.

Laut Apple soll der neue Mac Pro modular aufgebaut sein, sodass der Rechner leichter aufgerüstet und mit neuen Komponenten ausgestattet werden kann. Ob der Profi-Rechner schon in der ersten Jahreshälfte auf den Markt kommen wird, ist unklar. Wir tippen aber darauf, dass wir im Zuge der WWDC 2019 im Juni immerhin einen ersten Blick auf das Rechenmonster werfen können.

Begleitet wird der Pro-Rechner mit hoher Wahrscheinlichkeit von einem neuen Display. Entsprechende Pläne hat Apple schon bestätigt.

Mehr zum Thema:

Dienste und Software: iOS 13, MacOS 15 und mehr

iOS 12.1. (Bild: Apple)

iOS 12 wurde auf der WWDC 2018 vorgestellt – sein Nachfolger, iOS 13, dürfte auf der WWDC 2019 im Juni gezeigt werden. (Bild: Apple)

Im Laufe des ersten Halbjahrs 2019 wird Apple mit hoher Wahrscheinlichkeit nicht nur neue Hardware vorstellen, sondern auch einen größeren Fokus auf Dienste und Software legen.

Sicher ist unter anderem, dass im Zuge der Entwicklerkonferenz WWDC 2019 Updates aller Betriebssysteme von iOS über watchOS, tvOS bis hin zu MacOS präsentiert werden.

iOS 13 soll unter anderem ein verbessertes Datei-Management und ein neues Springboard erhalten. Mit MacOS 10.15 könnte Apple sein Projekt Marzipan in finaler Version ausrollen und damit iPad-Apps auf den Mac bringen. Hinsichtlich watchOS 6 dürfte der Fokus auf weiteren Gesundheitsfunktionen und einem Ausbau der Unabhängigkeit vom iPhone werden.

Diversifikation des Geschäfts: Neue Services und neue Partner

Um das rückläufige Geschäft mit den iPhones aufzufangen, ist Apple schon dabei, neue Partnerschaften mit diversen Unternehmen auf die Beine zu stellen. Eine neue Säule des Unternehmens ist es, das eigene iTunes-Angebot an Filmen und Serien auf Smart-TV von Samsung und anderen Herstellern zu bringen.

Smart-TV von Samsung mit Apple iTunes-App. (Bild: Samsung)

Smart-TV von Samsung mit Apple-iTunes-App. (Bild: Samsung)

Weitergehen soll es mit einem eigenen Video-Streaming-Dienst, der unter anderem originale Inhalte bietet. Der Dienst soll in mehr als 100 Ländern angeboten werden und neben Filmen und Serien auch TV-Angebote auf Abo-Basis bieten. Angeblich sollen einige Inhalte für Besitzer eines iPhones oder iPads kostenlos angeboten werden.

Nach dem Kauf von Texture will Apple angeblich einen Abo-Dienst für News. (Bild: Apple)

Darüber hinaus könnte Apple im ersten Halbjahr mit seinem „Netflix für Magazine“ an den Start gehen. Das Unternehmen hatte im vergangenen Jahr den digitalen Zeitschriften-Abo-Service Texture übernommen. Das neue Angebot soll Besitzern von iPhone, iPad und auch Android-Geräten gegen eine monatliche Gebühr unbegrenzten Zugriff auf Magazine wie etwa National Geographic, Vogue, The New Yorker, Wired und The Rolling Stone bieten. Man munkelt, Apple wird am 25. März ein Event veranstalten, auf dem der neue Dienst und andere Produkte wie die neuen Airpods enthüllt werden soll.

Was noch? Kleinerer Homepod und ein iPod Touch?

Weitere Gerüchte besagen, dass Apple einen neuen, günstigeren Homepod bringen könnte und sogar eine Neuauflage des iPod Touch plane. Ersteres klingt durchaus plausibel, um den großen Playern im Markt der Sprachassistenten wie Google und Amazon Paroli zu bieten. Ein neuer iPod Touch klingt weniger realistisch, denn letztlich handelt es sich um ein iPhone ohne Telefoniefunktion. Die Gerüchte des Blogs Macotakara sind ohnehin äußerst vage, jedoch scheinen sie sich zu bewahrheiten, denn in der iOS 12.2-Beta sind deutliche Hinweise auf ein solches Gerät. Denen zufolge wird der Mediaplayer weder Face- noch Touch-ID verbaut haben. Eine Ankündigung im Laufe des ersten Halbjahres ist denkbar.

Was wohl nicht mehr kommt: iPhone SE 2

iPhone SE: Es wird wohl kein neues Mini-iPhone von Apple geben. (Foto: t3n.de)

iPhone SE: Es wird wohl kein neues Mini-iPhone von Apple geben. (Foto: t3n.de)

Apples letztes kleines vierzölliges iPhone SE wurde im September 2018 ersatzlos zu Grabe getragen. Ein neues Modell der kompakten Gerätekategorie ist nicht in Sicht, wenngleich immer wieder neue Gerüchte über ein iPhone SE 2 kursieren.

Mit dem Wiederbeleben eines solchen kompakten Einsteiger-Geräts könnte Apple viele Kunden, denen die neuen iPhones mit ihren ab 5,8-Zoll großen Displays zu wuchtig sind, glücklich machen. Ältere und günstigere Modelle wie das iPhone 7 und 8 mit ihren etwas kleineren 4,7-Zoll-Bildschirmen dürfen derzeit aufgrund eines Rechtsstreits mit Qualcomm nicht in Deutschland verkauft werden.


t3n meint:

2019 werden wir ein neues Apple sehen, das sich zwangsläufig Dritten öffnet, um mehr Umsatz mit seinen existierenden und kommenden Diensten erwirtschaften zu können. In Zeiten stagnierender respektive sogar rückläufiger Zahlen auf dem Smartphone-Markt muss Apple neue Einnahmequellen ergründen. Es ist zu hoffen, dass Apple seinen neuen Mac Pro durchdachter gestaltet als das 2013er Modell, das sich kaum aufrüsten ließ und zudem Probleme mit der Wärmeentwicklung hatte. Was außerdem wünschenswert wäre: Wieder mehr Wert auf Qualität legen, die leider vor allem bei den Macbooks vernachlässigt wurde.

Andreas Floemer

Mehr zum Thema:

Der Artikel wurde zuletzt am 02.03.2019 aktualisiert.

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung