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Apple macht dicht: Werbeausgaben werden nicht mehr offen angegeben

Apple-CEO Tim Cook. (Foto: iPhoneDigital-Flickr / CC BY-SA 2.0)

Apple gibt sich immer verschlossener. Der iPhone-Konzern weist Informationen zu den Ausgaben für Marketing und Werbemaßnahmen künftig nicht mehr separat aus.

Apple: Milliardenschwere Werbekosten laufen jetzt unter „Vertriebsgemeinkosten“

Bis zum letzten Jahr hatte Apple in seinen Jahresberichten stets aufgeschlüsselt, wie viel das Unternehmen für werbewirksame Maßnahmen ausgibt. Mittlerweile behält der US-amerikanische Konzern diese Information aber für sich, wie Analysten des Bankhauses Well Fargo Inc. entdeckt haben.

Im aktuellen Jahresbericht an die US-Börsenaufsicht SEC sind im Unterschied zu den Jahren zuvor keine konkreten Daten zu den Werbeausgaben angegeben. Im Unterpunkt „Werbekosten“ (Advertising Expenses) wird im Bericht darauf verwiesen, dass sie Teil der Vertriebsgemeinkosten seien, die unter Vertriebs- und allgemeine Verwaltungskosten zusammengefasst werden. Ein Grund für diese Heimlichtuerei ist nicht bekannt, es wird indes vermutet, dass die Ausgaben für Werbung rapide angestiegen sind.

Diese Grafik zeigt auf, wie viel Apple zwischen 2008 und 2015 in Werbung investiert hat. (Grafik: Well Fargo; via BI)
Diese Grafik zeigt auf, wie viel Apple zwischen 2008 und 2015 in Werbung investiert hat. (Grafik: Well Fargo; via BI)

Apple: Marketing ist entscheidend für Entwicklung und Verkauf innovativer Produkte

Die Ausgaben, die Apple in den Vorjahren für Aufwendungen für Marketing und Werbemaßnahmen angab (siehe Grafik oben), zeigten auf, dass das Unternehmen im Geschäftsjahr 2015 den Wert um fast 50 Prozent um 1,8 Milliarden US-Dollar erhöht hatte. In Relation zu Apples monströsem Jahresumsatz von über 233 Milliarden US-Dollar sind die Werbekosten dennoch verhältnismäßig klein.

Auszug aus Apples Jahresbericht 2016. (Screenshot: Apple; t3n)
Auszug aus Apples Jahresbericht 2016. (Screenshot: Apple; t3n)

Dem Jahresbericht zufolge sind die Ausgaben für Vertriebsgemeinkosten 2016 um ein Prozent auf 14,2 Milliarden US-Dollar zurückgegangen. Laut Apple sei dies auf auf geringere Werbekosten zurückzuführen. Wie Wells Fargo weiter ausführt, seien die allgemeinen Aufwendungen leicht gesunken, die Ausgaben anteilig am Gesamtumsatz allerdings um sieben Prozent angestiegen. Als möglichen Grund dafür vermutet Well Fargo eine niedrige Umsatzrentabilität, die Apple im Bilanzjahr 2016 eingefahren hatte. Um das Unternehmen weiter auf Kurs zu halten, müsse Apple daher verstärkt auf Werbung setzen.

Es sollte erwähnt werden, dass Firmen in den USA nicht dazu verpflichtet sind, ihre Werbeausgaben von den restlichen Ausgaben getrennt anzugeben. Die meisten Unternehmen geben diese Daten zumeist auch nicht heraus, um der Konkurrenz möglichst wenige Einblicke zu gewähren. Dass Apple seine Werbeausgaben plötzlich verschleiert, ist dennoch ungewöhnlich.

Passend zum Thema: Apple mistet weiter aus: Nach den Thunderbolt-Displays müssen die Airport-Router dran glauben und Trotz iPhone 7: iOS-Marktanteil sinkt in Deutschland – in den USA ein Hit

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Eine Reaktion
E.

Läuft nicht gut. Bald muss wohl Apple auch noch auf Messen gehen...

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