News

Apple macht Shazam nach Übernahme werbefrei

Shazam auf dem iPhone. (Foto: Denys Prykhodov/Shutterstock)

Nachdem die EU bereits Anfang September grünes Licht gab, hat Apple die Übernahme von Shazam jetzt abgeschlossen. Der Kaufpreis wird auf 400 Millionen US-Dollar geschätzt.

Ende 2017 verkündete Apple, die beliebte App zur Musikerkennung übernehmen zu wollen. Schon Monate später begann die EU-Kommission, die Übernahme auf den Prüfstand zu stellen. Hintergrund war die Befürchtung, dass Apple durch die Eingliederung von Shazam an Kundendaten der Konkurrenz wie Spotify gelangen könnte. Nachdem die EU-Kommission ihre Untersuchung abgeschlossen hat, bewilligten die europäischen Wettbewerbshüter die Übernahme nach der EU-Fusionskontrollverordnung.

Der gemeinsame Weg von Shazam und Apple

Shazam zählt zu den erfolgreichsten und beliebtesten Musikerkennungsdiensten. Der digitale Fingerabdruck einer Audioquelle ermöglicht innerhalb von Sekunden, das gewünschte Lied oder die TV-Sendung zu erkennen. Den Beitrag selektiert Shazam dann aus Millionen von Einträgen in seiner Datenbank.

Bereits 2002 funktionierte die Musikerkennung, damals noch mit einer SMS. Sechs Jahre später zählte Shazam zu den Pionieren in Apples App-Store. Seit 2011 erkennt die App nicht mehr nur Musik, sondern auch TV-Programme und sogar Werbung. Mit über einer Milliarde Downloads war es nur eine Frage der Zeit, bis Apple Interesse anmelden würde.

Für die Nutzer von Shazam ändert sich durch die Übernahme zunächst einmal wenig. Sie dürfen sich künftig über einen werbefreien Musikgenuss freuen. Ob und wie sich das auf den Preis auswirkt, ist noch nicht bekannt. Es bleibt auch zu beobachten, welchen Effekt die Fusion auf den Markt für Musikapps haben wird.

Zum Weiterlesen: Shazams Deutschlandchef: „Wir wollen eine Erkennungs-App für alles werden“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung