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Forderung in Milliardenhöhe: Apple verklagt Chip-Hersteller Qualcomm

Apple wirft seinem Zulieferer Qualcomm vor, Rabatte in Höhe von einer Milliarde US-Dollar nicht auszuzahlen und für Patente zu hohe Gebühren zu verlangen.

Klagen von Handelskommission und Apple

Apple zieht gegen seinen Chip-Lieferanten Qualcomm vor Gericht. Am Dienstag hatte die US-Handelskommission bereits eine Klage gegen das Unternehmen eingereicht, weil Qualcomm seine Kunden zu hohen Patentzahlungen zwingen soll. Jetzt folgt Apple mit einem eigenen Rechtsverfahren, wie Bloomberg berichtet.

Der Konzern wirft dem Zulieferer vor, Rabattzahlungen in Höhe von einer Milliarde US-Dollar zurückgehalten zu haben. Apple vermutet, dass Qualcomm das Geld nicht auszahlt, weil der iPhone-Hersteller koreanische Behörden bei Ermittlungen gegen Qualcomm unterstützt haben soll. Die koreanische Handelskommission verordnete darauf eine Strafzahlung in Höhe von 854 Millionen US-Dollar wegen unfairer Praktiken bei Lizenzgebühren.

Nach der Klage der US-Handelskommission zieht jetzt auch Apple gegen Qualcomm vor Gericht. (Foto: Katherine Welles / Shutterstock.com)

Hohe Lizenzgebühren

Auch Apple wirft in Qualcomm in der Klage vor, zu hohe Gebühren für Patente zu verlangen: „Jahrelang hat Qualcomm Gebühren für Technologien verlangt, mit denen sie nichts zu tun haben.“ Der Chip-Hersteller verlange fünf mal mehr als alle anderen Patentinhaber im Mobilbereich, die Apple unter Vertrag hat, zusammen. Mit dem Gerichtsverfahren will Apple eine Milliarde US-Dollar zurückfordern.

Qualcomm bezeichnet die Vorwürfe seines Kunden in einer Stellungnahme als haltlos, Apple stelle die Vereinbarungen bewusst falsch dar.

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Ein Kommentar
Winterlich
Winterlich

Das sind ja mal wieder irreale Summen.

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