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Datenklau: Apple schmeißt 256 Schnüffel-Apps aus dem App Store

App-Kontrolle. (Foto: SeattleClouds.com  / flickr.com, Lizenz: CC-BY )

Apple hat mehr als 250 Apps aus seinem App Store geworfen, die unerlaubt Nutzerdaten gesammelt und weitergegeben haben sollen. Die Apps hatten zuvor offenbar Apples Prüfsystem überlistet.

Apple: Prüfprozess überlistet

Die Analysefirma SourceDNA hat nach eigenen Angaben Hunderte Apps gefunden, die unerlaubterweise persönliche Daten von Nutzern gesammelt und weitergegeben haben sollen. Den Experten zufolge sei das das erste Mal, dass iOS-Apps trotz dieser Funktionen erfolgreich Apples Prüfprozess für den Zugang zum App Store überlistet hätten – und dabei entdeckt wurden. Die 256 identifizierten Apps sollen insgesamt rund eine Million Mal heruntergeladen worden sein.

Apple entfernt Spionage-Apps. (Foto: Cristiano Betta / flickr.com, Lizenz: CC-BY)

Einen Schuldigen für den Datenklau über die Apps hat SourceDNA auch bereits ausgemacht: das chinesische Werbeunternehmen Youmi. Ein App-Entwicklern von diesem Unternehmen zur Verfügung gestelltes SDK soll für das unerlaubte Datensammeln und die -weitergabe verantwortlich sein. Die Daten – darunter die E-Mail-Adresse, die Seriennummer des Geräts und eine Liste mit den vom Nutzer heruntergeladenen Apps – sollen an einen Firmenserver von Youmi gesendet worden sein.

Weitere Schnüffel-Apps im Apple App Store?

Die – zumeist chinesischen – Entwickler könnten von der Spionagefunktion des SDK nichts gewusst haben, betont SourceDNA. Allerdings steht den Analysten zufolge zu befürchten, dass es im App Store noch weitere bisher unentdeckte iOS-Apps mit ähnlichen Fähigkeiten gebe. Zumal das Youmi-SDK seit anderthalb Jahren sein Unwesen getrieben haben soll.

Zuletzt hatten IT-Sicherheitsforscher den iOS-Schädling YiSpecter entdeckt, der auch iPhones und iPads ohne Jailbreak erfolgreich angreift. Die Malware soll private APIs von iOS benutzen, um schädliche Funktionen zu implementieren. Auch YiSpecter treibt bisher vor allem in China und Taiwan sein Unwesen.

via techcrunch.com

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