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Apple reduziert iPhone-Produktion erneut

(Bild: Apple)

Apples iPhone-Verkaufszahlen sind nicht so rosig, wie sie einst waren – das bestätigte das Unternehmen jüngst selbst. Um nicht auf einem Berg an iPhones sitzen zu bleiben, reduziert das Unternehmen einem Medienbericht zufolge vorsorglich die Produktion um zehn Prozent.

Apple-Chef Tim Cook wandte sich vergangene Woche mit einer öffentlichen Mitteilung an die Investoren. Darin erklärte er, dass das vergangene Weihnachtsgeschäft für Apple deutlich schlechter gelaufen sei als erwartet, weshalb die Umsatzprognose für die vergangenen drei Monate auf 84 Milliarden US-Dollar gesenkt werden musste. Erwartet wurden ursprünglich 89 bis 93 Milliarden. Als Ursache für die rückläufigen Zahlen nannte Cook einen schwachen iPhone-Absatz. Wie die Agentur Nikkei berichtet, senke Apple die gesamte iPhone-Produktion für die nächsten drei Monate um zehn Prozent.

Schwacher iPhone-Absatz – Apple senkt Produktion

Nachdem Apple schon im November die Produktionsaufträge für alle neuen iPhone-Modelle gesenkt hatte, rechnet offenbar nicht mit einer Trendwende. Laut Nikkei senke Apple auch für das Quartal von Januar bis März die Produktion nicht nur der neuen, sondern auch der älteren noch angebotenen iPhones um zehn Prozent.

Das iPhone Xs von hinten. (Bild: Apple)
Apples iPhone Xs ist keine Gelddruckmaschine mehr, wie die Vorgänger es einst waren. (Bild: Apple)

Nikkei zufolge sollen in den nächsten drei Monaten anstelle der erwarteten 47 bis 48 Millionen Einheiten nur noch zwischen 40 bis 43 Millionen iPhones vom Band laufen. Im Vergleich zum ersten Quartal 2018, in dem Apple über 52 Millionen Geräte absetzen konnte, stellen die neuen Zahlen einen Verlust um mehr als 20 Prozent dar. Konkrete Zahlen zu künftigen iPhone-Absätzen will Apple ab 2019 nicht mehr herausgeben, weshalb fortan nur auf Zahlen von Branchenanalysten gesetzt werden kann, um die Umsatzentwicklung messen zu können.

iPhone Xs und Xs Max in Bildern
iPhone Xs und iPhone Xs Max. (Screenshot: t3n)

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Sinkender iPhone-Absatz: Apple muss neue Märkte erschliessen

Apple ist wie auch andere Smartphone-Hersteller Opfer eines schwächelnden Smartphone-Segments. Der Markt ist gesättigt, iPhone-Besitzer kaufen sich nicht mehr jedes Jahr oder alle zwei Jahre ein neues Modell, denn schließlich sind die Geräte an dem Punkt angelangt, an dem viele Nutzer kaum noch Unterschiede zwischen einem aktuellen und einen Vorgängermodell erkennen. Zudem liefert Apple sogar noch für mehrere Jahre alten iPhones aktuelle Updates. Warum sollte man sich auch ein neues iPhone kaufen, wenn zahlreiche neue Funktionen auch auf älteren Geräten nutzbar sind?

Da Apple künftig nicht mehr, sondern wohl tendenziell weniger iPhones verkaufen wird – Promo-Aktionen und Preisnachlässe sind vermutlich nur ein Tropfen auf dem heißen Stein –, sucht das Unternehmen schon eifrig nach neuen Ertragsquellen.

Apple iPhone Xr in Bildern
Apple iPhone Xr. (Bild: Apple)

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Es deutet sich an, dass sich Apple verstärkt auf seine Dienste fokussieren wird und sie auch außerhalb der Apple-Blase verfügbar machen will. Erste Anzeichen einer Strategieänderung in diese Richtung zeigten sich auf der CES 2019: Diverse Smart-TV-Hersteller bieten Apples iTunes-Filme-und Serien-Angebot als App an, zudem erhalten zahlreiche neue TV-Geräte Airplay-2- und Homekit-Unterstützung. Ein anderer Markt, den Apple laut Tim Cook weiter erschließen will, ist der Gesundheitssektor, den das Unternehmen schon mit seiner Apple-Watch bespielt.

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