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Sabotage versus Privatsphäre: Das sagt Apple zum Tracking-Schutz in Safari

(Foto: ymgerman/Shutterstock.com)

Apple hat Kritik am neuen Tracking-Schutz im Safari-Browser zurückgewiesen. Werbefirmen hatten Apple zuvor „Sabotage“ vorgeworfen, der Konzern spricht vom Schutz der Privatsphäre.

Apple kritisiert Kritik am Tracking-Schutz in Safari

Apples Pläne, seinem Browser Safari einen Tracking-Schutz zu verpassen, hatte Ende vergangener Woche die Werbewirtschaft auf den Plan gerufen. Sechs der größten US-Marketingverbände, darunter das Interactive Advertising Bureau und die American Advertising Federation warfen Apple vor, das aktuelle Modell der Internetwirtschaft zu sabotieren. Apple hat jetzt auf die Kritik reagiert.

Safari bekommt ein Autoplay-Blocking und Verhindert das Werbetracking. (Screenshot: Apple)

Apple kündigte im Juni auf dem WWDC an, dass Safari ein Autoplay-Blocking bekommt und das Werbetracking verhindert. (Screenshot: Apple)

In einer Stellungnahme ließ Apple wissen, dass der Konzern daran glaube, dass die Nutzer ein Recht auf die Wahrung ihrer Privatsphäre hätten. „Safari war der erste Browser, der automatisch Cookies von Dritten geblockt hat. Der intelligente Tracking-Schutz ist ein fortgeschritteneres Mittel, die Privatsphäre der Nutzer zu schützen.“ Apple kritisierte zudem, dass die aktuelle Tracking-Technologie mittlerweile so weit verbreitet sei, dass Werbetreibende einen Großteil des Browserverlaufs der Nutzer nachbilden könnten – „ohne Erlaubnis“.

Die Informationen, so Apple, würden für das sogenannte Retargeting verwendet. Diese Technologie soll Nutzer websiteübergreifend mit gezielten Anzeigen versorgen. Der neue Tracking-Schutz in Safari soll Cookies und andere Daten, die zu diesem Zweck eingesetzt werden, gezielt erkennen und löschen. Apple weist zudem darauf hin, dass das Safari-Feature nicht per se Werbung blockiere oder das normale Tracking auf den von den Nutzern besuchten Websites behindere.

Apple: Tracking-Schutz in Safari soll Retargeting verhindern

Apple: „Cookies auf Websites, mit denen der Nutzer interagiert, funktionieren weiter wie gewünscht. Auch von den Websiteanbietern platzierte Anzeigen erscheinen ganz normal.“ Übrigens bieten Browser schon länger die Möglichkeit, dass Cookies von Drittanbietern – wie Anzeigennetzwerken – nicht gespeichert werden. Apple will diesen Tracking-Schutz in Safari jetzt festschreiben. So sollen für das Ad-Retargeting gesetzte Cookies nach 24 Stunden automatisch gelöscht werden. Apple hatte sein Tracking-Schutz-Tool schon im Juni auf dem WWDC vorgestellt.

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Ein Kommentar
Efried
Efried

Die Algorithmen sind beim Retargeting nicht besonders gut,
Eine berufliche Beschäftigung mit Stellenanzeigen, heißt ja zB nicht dass man selbst eine solche sucht. Dramatisch finde ich das Konstruieren von sensiblen Daten, wenn nach Krankheiten gesucht wird, aber auch dort können die Algorithmen nicht unterscheiden ob ich für mich selbst oder für andere suche.

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