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Dank Trump: Apple will gigantisches Barvermögen loswerden

(Foto: dpa)

Apple verfügt über Netto-Barreserven von mehr als 160 Milliarden US-Dollar. Jetzt will das Unternehmen das Geld loswerden – wie genau bleibt vorerst unklar.

Apple sitzt derzeit auf einer unglaublichen Menge Geld: 285 Milliarden US-Dollar. Abzüglich aller Verbindlichkeiten verfügt der Konzern noch über 163 Milliarden US-Dollar. Dieses Geld will Apple loswerden. Das hat Luca Maestri, der Finanzchef des Unternehmens, im Rahmen der Vorstellung des Jahresergebnisses angekündigt. „Wir werden die Summe von 163 Milliarden US-Dollar runter auf null bringen“, erklärte Maestri gegenüber Investoren.

Als Grund dafür nannte Apples Finanzchef die erhöhte Flexibilität im Zugang zu den im Ausland gebunkerten Milliarden. Gemeint ist die von Republikanern durchgeführte Steuerreform in den USA. Vor der Reform mussten Unternehmen mehr als 35 Prozent Steuern an die US-Finanzbehörden zahlen, sobald im Ausland verwahrtes Geld in die USA überführt wurde. Aufgrund der von US-Präsident Trump angestrebten Reform liegen die Steuern dafür bei nur noch 15,5 Prozent. Bei weniger liquiden Werten sind sogar nur acht Prozent fällig.

Wie das Geld ausgegeben wird, verrät Apple erst im nächsten Quartal

Offen ließ Maestri, wie Apple das Geld ausgeben will. Details sollen erst mit dem nächsten Quartalsbericht bekannt gegeben werden. In Firmenübernahmen dürfte das Geld nicht fließen. Apples Finanzchef hat bereits erklärt, dass sich an der bisherigen Übernahmepraxis nichts ändern wird. Es ist nicht unwahrscheinlich, dass Apple statt großen Investitionen vor allem auf Aktienrückkäufe setzen wird.

Das würde zwar Trumps Behauptung zuwiederlaufen, die Steuerreform würde zu mehr Investitionen und Jobs führen, deckt sich aber mit Erfahrungen einer ähnlichen Steuermaßnahme von 2004. Damals hatte die Regierung von George W. Bush US-Firmen mit Steuernachlässen dazu motiviert, im Ausland gebunkertes Geld zurück in die USA zu bringen. Ein Großteil der 362 Milliarden US-Dollar, die daraufhin von US-Unternehmen zurückgeführt wurden, flossen in Aktienrückkäufe und Dividendenerhöhungen.

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