Du hast deinen AdBlocker an?

Es wäre ein Traum, wenn du ihn für t3n.de deaktivierst. Wir zeigen dir gerne, wie das geht. Und natürlich erklären wir dir auch, warum uns das so wichtig ist. Digitales High-five, deine t3n-Redaktion

News

iPhone-Konzern versus NGO: Apple verklagt Attac

Apple Store in Aix-en-Provence. (Foto: Rob Crandall/Shutterstock)

Die Steuervermeidungsstrategien Apples riefen im Dezember Attac auf den Plan. Aktivisten besetzten Apple-Läden. Jetzt hat der iPhone-Konzern Klage gegen Attac eingereicht.

Wegen Protesten: Apple klagt gegen Attac-Aktivisten

Dass Apple wie viele große Konzerne legale Schlupflöcher ausnutzt, um möglichst wenig Steuern zu zahlen, ist schon länger bekannt. Im Rahmen der Veröffentlichung der sogenannten Paradise Papers wurde dann aber erstmals in allen Details klar, wie „kreativ“ sich der iPhone- und Mac-Hersteller um die Zahlung von Steuern drückt. Anfang Dezember besetzten Aktivisten der Nichtregierungsorganisation (NGO) Attac Apple Stores in verschiedenen Städten in Frankreich – offenbar sehr zum Missfallen des US-Konzerns. Apple hat deswegen jetzt nämlich Klage gegen Attac eingereicht.

Attac sieht sich in Frankreich einer Klage durch Apple ausgesetzt. (Bild: attac.org)

Mit der Eilklage vor einem Pariser Landgericht will Apple ein in ganz Frankreich wirksames dreijähriges Hausverbot für Attac-Aktivisten in seinen Stores erreichen, wie Spiegel Online berichtet. Im Falle einer Zuwiderhandlung müsste Attac 150.000 Euro zahlen, wenn die Klage Erfolg haben sollte. Während Apple in der Klage argumentierte, dass durch Aktionen wie jene von Attac eine Verwüstung der Geschäfte und Gefahr für Angestellte und Kunden drohe, betonte Attac, dass man lediglich symbolisch und gewaltfrei demonstriert habe. Attac ruft zu Demonstrationen gegen das Vorgehen Apples auf.

13 Milliarden Euro: Apple zahlt Steuern an Irland zurück

Auslöser der Attac-Proteste in den französischen Apple Stores waren neben den Informationen aus den Paradise Papers auch der Anfang Dezember noch schwelende Konflikt zwischen der EU und Irland sowie Apple bezüglich einer Steuerrückzahlung in Höhe von 13 Milliarden Euro. Irland hatte sich zunächst über ein Jahr geweigert, die von der EU-Kommission angeordnete Rückzahlung von Apple anzufordern. Erst am 5. Dezember, also wenige Tage nach den Protesten der Attac-Aktivisten, kam es in diesem Punkt zu einer Einigung. In den kommenden Wochen will Apple mit der Zahlung der ersten Rate auf ein Treuhandkonto beginnen.

Interessant in diesem Zusammenhang: Apple-Chef Tim Cook – „Das Steuersystem ergibt keinen Sinn“

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Schreib den ersten Kommentar!

Du musst angemeldet sein, um einen Kommentar schreiben zu können.

Jetzt anmelden

Finde einen Job, den du liebst