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Apple verlangt von jedem iOS-Entwickler jetzt eine eigene Datenschutzerklärung

Der App-Store unter iOS. (Foto: BigTunaOnline / Shutterstock.com)

Apple setzt offenbar auf einen besseren Schutz der Privatsphäre seiner Nutzer. Entwickler von iOS-Apps müssen jetzt eine eigene Datenschutzerklärung liefern.

Wer neue Apps oder App-Updates im App-Store von Apple veröffentlichen will, muss künftig eine eigene Datenschutzerklärung einreichen. Darin soll unter anderem offengelegt werden, welche Daten von der App erfasst und verwendet werden. Die Datenschutzerklärung muss für den Nutzer innerhalb der App erreichbar sein, wie es in einer entsprechenden Information von Apple heißt.

iOS-Apps: Ohne Datenschutzerklärung keine Veröffentlichung im App-Store mehr

Anderenfalls erhalten Entwickler keine Freigabe für den Vertrieb via App-Store, schreibt zdnet.de. Auch externe Tests von iOS-Apps via Testflight sind nur mit Datenschutzerklärung möglich. Die ab 3. Oktober in Kraft tretende neue Entwicklerrichtlinie zielt übrigens auch auf die Offenlegung von Daten, die mit Dritten geteilt werden – etwa Analysetools oder Werbenetzwerke. Diese Partner dürfen laut den Apple-Vorgaben ebenfalls nicht gegen Datenschutzgrundsätze verstoßen.

App-Nutzer sollen demnächst weiter darüber informiert werden, wie lange die Daten gespeichert werden und wie man seine Zustimmung widerrufen sowie seine Daten löschen lassen kann. Für Apps, die schon im App-Store zur Verfügung stehen, gilt die Verpflichtung zu der neuen Datenschutzerklärung erst, wenn ein Update ausgeliefert wird. Apps, die mit einem Abomodell arbeiten, mussten bisher aber ohnehin schon ihren Datenumgang offenlegen.

Obwohl Apple das nicht klar kommuniziert, dürfte die verschärfte Entwicklerrichtlinie zum Thema Privatsphäre eine Reaktion auf die Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) der EU sein. Die VPN-App Onavo von Facebook war übrigens erst kürzlich aus dem App-Store geflogen, weil sie Apple offenbar zu viele Daten sammelte. Der App-Anbieter soll eine Reihe von Daten über die App-Nutzung an die Konzernmutter Facebook weitergegeben haben.

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