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Test

Apple Watch Series 3 mit LTE: Entfesselte Uhr für Smartphone-Hasser?

Foto: Apple

Das Hauptverkaufsargument für die Apple Watch Series 3 ist sicher das verbaute LTE-Modul. Doch was bringt die neue Watch sonst noch, außer der Möglichkeit, dass ihr das iPhone daheim lassen könnt? Wir haben das Gadget ausprobiert.

Als die Apple Watch Series 3 vorgestellt wurde, war schnell klar, dass ein neues Feature die Art und Weise, wie das Gadget im Alltag genutzt werden kann, maßgeblich erweitert. Die Smartwatch ermöglicht Nutzern, das iPhone daheim zu lassen und trotzdem eingeschränkt Dinge im Internet zu erledigen. Das dürfte sich besonders für Sportler als überaus sinnvoll erweisen. Egal ob der Besitzer Joggen oder ins Fitnessstudio geht, ist er trotzdem erreichbar und kann beispielsweise Musik streamen. Wir haben die 42mm-Variante im Aluminium-Gehäuse mit LTE getestet.

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Apple Watch Series 3 mit kaum äußerlichen Veränderungen

Äußerlich gleicht die neue Apple Watch dem Vorgängermodell. Das dürfte besonders Besitzer älterer Modelle freuen, denn auch die bereits vorhandenen Armbänder lassen sich so weiter nutzen. Die Series 3 kommt ebenfalls mit der Digital-Krone und einer zusätzlichen Taste aus und ist genau wie ihr Vorgänger gegen Wasser abgedichtet.

Rein äußerlich sieht die Apple Watch Series 3 ihrem Vorgänger zum Verwechseln ähnlich. (Foto: Apple)

Mehr Power, mehr Speicher, mehr Sensoren

Unter der Haube hat sich bei der Apple Watch aber so einiges getan. War die erste Generation noch recht träge, ließ sich die zweite Generation schon wesentlich flotter bedienen. Für die dritte Generation verspricht Apple eine erneute Leistungssteigerung von bis zu 70 Prozent und in der Tat fühlten sich die Reaktionszeiten des Gadgets angenehm flüssig an. Das liegt unter anderem an dem neuen S3-Prozessor. Außerdem wurde der interne Speicher auf 16 Gigabyte verdoppelt. Die Series 3 bietet darüber hinaus im Vergleich zu den Vorgängermodellen jetzt einen barometrischen Sensor, der dafür sorgt, dass Nutzer ihre zurückgelegten Höhenmeter auch ohne iPhone messen können.

Die Apple Watch Series 3 lässt sich mit ins Schwimmbad nehmen. (Foto: Apple)

Die Akkulaufzeit empfanden wir im Vergleich zur Series 2 besser. Das trifft allerdings nur zu, wenn man die neue Apple Watch nicht zum Telefonieren nutzt. Ließen wir das iPhone daheim und tätigten einige Anrufe, war der Unterschied sehr deutlich und die Akkuladung nahm entsprechend schnell ab.

LTE und die Apple Watch Series 3

So beeindruckend die Leistungssteigerung ist, der wahre Star findet sich im LTE-fähigen Modell – die Series 3 ist auch ohne LTE-Modul erhältlich. Besonders beeindruckend daran: Die Antenne wurde in den Screen verbaut. Wer sich für diese Variante entscheidet, sollte bedenken, dass Mobilfunk mit der Apple Watch in Deutschland bisher nur für Kunden der Telekom möglich ist. Die Series 3 hat eine feste E-Sim, die sich mittels QR-Code mit einem iPhone aktivieren lässt. Apple hat uns für unseren Test eine Telekom-Sim zur Verfügung gestellt, sodass wir LTE und UMTS mit der Apple Watch im Alltag testen konnten.

Das LTE-Modell erkennt man an dem roten Punkt der digitalen Krone. (Foto: Apple)

Von in US-amerikanischen Medien berichteten Verbindungsproblemen konnten wir dabei nichts bemerken – alles funktionierte so, wie man das erwarten würde. Auch die Sprachqualität konnte uns durchaus überzeugen. Wir testeten Anrufe sowohl ohne Kopfhörer – mit befriedigendem Audio-Ergebnis – sowie mit den Air Pods von Apple, die sich wie zu erwarten als perfekte Ergänzung zur Appel Watch erwiesen. Interessanterweise fiel es unseren Gesprächspartnern nicht auf, wenn wir sie direkt von der Uhr und ohne Headset anriefen. Selbst wenn wir die Uhr nicht direkt vor den Mund hielten, wurden wir klar und deutlich verstanden.

Die Apple Watch unterstützt übrigens kein Roaming, sodass sich die Uhr im Ausland nicht ohne Smartphone sinnvoll nutzen lässt. Generell profitiert der Nutzer davon, wenn das iPhone dabei ist, denn um den Akku zu schonen, setzt die Watch sowohl bei Anrufen, mobiler Nutzung über LTE als auch im Wlan stets auf das iPhone, wenn dieses in Reichweite ist. Schade ist, dass sich keine weiteren Apps nutzen lassen, wenn man mit der Uhr telefoniert. Als jemand, der beim Telefonat häufiger die Kalender-App und andere Anwendungen benötigt, würde ich mir für die Zukunft diesbezüglich mehr Freiheit wünschen.

Die Auswahl an Modellen ist auch bei der Apple Watch Serie 3 riesig. (Foto: Apple)

Apple Watch Series 3 LTE als iPhone-Ersatz

Viele potenzielle Käufer und Medien spekulierten nach der Vorstellung der neuen Apple Watch, ob sich diese dank Mobilfunkmodul nicht als kompletter Smartphone-Ersatz nutzen ließe. Das ist unserer Einschätzung nach dem Test nach zwar bedingt möglich, aber nicht unbedingt zu empfehlen. Zum Einen ist da die Akkulaufzeit, die besonders bei Telefongesprächen viel zu kurz ist, um über den Tag zu kommen. Dazu kommt, dass das Angebot zur Verfügung stehender Apps weiterhin große Lücken aufweist. Ein ohne iPhone zu nutzender Browser fehlt ebenso wie einige andere alltägliche Apps. Auch die Texteingabe ist für alles, das über eine ganz kurze Mail hinweg geht, einfach zu umständlich und frickelig.

Wer die Wahl hat…

Es gibt eine ganze Menge Auswahlmöglichkeiten, für alle, die sich für eine Apple Watch Series 3 interessieren. Die wichtigste Entscheidung ist, ob man LTE benötigt. Die entsprechenden Varianten weisen einen roten Punkt auf der digitalen Krone auf. Weiterhin ist jedes Modell in einer 38mm- und einer 42mm-Variante erhältlich. Ohne LTE kostet die kleine Version mit Aluminium-Gehäuse rund 370 Euro, während die größere Uhr rund 400 Euro kostet. Beim selben Gehäuse in den selben Größen liegen die Preise für das LTE-Modell bei 450 und 480 Euro. Mit Edelstahlgehäuse kostet die LTE-Version 650, beziehungsweise 700 Euro. Darüber hinaus steht noch ein Keramikgehäuse zur Verfügung, für das ihr 1.400 Euro, respektive 1.450 Euro berappen müsst.

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