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Apple zahlt Qualcomm nach Schätzungen bis zu 9 Dollar pro iPhone

(Bild: Qualcomm)

Ein UBS-Analyst schätzt, dass Apple Qualcomm im Zuge der Einigung im Patentstreit bis zu sechs Milliarden US-Dollar gezahlt hat. Bis zu neun Dollar an Lizenzgebühren pro iPhone werden jetzt fällig.

Der Analyst der schweizerischen Großbank UBS, Timothy Arcuri, schätzt, dass Apple für die Beilegung des Jahre währenden Patentstreits mit Qualcomm einen hohen Preis zahlen muss. Zwischen fünf und sechs Milliarden Dollar sollen Arcuri zufolge allein als Einmalzahlung für die in den vergangenen Monaten entgangenen Lizenzgebühren geflossen sein, wie CNBC berichtet. Seit Anfang 2017 hatten Apple und weitere Auftragsfertiger nach eine Klage Apples gegen Qualcomm keine Gebühren mehr gezahlt.

Apple: Qualcomm erhöht Lizenzgebühren

Darüber hinaus sollen die Lizenzgebühren, die Apple an Qualcomm für jedes gefertigte iPhone zahlen muss, auf acht bis neun Dollar angehoben worden sein. Zuvor soll Apple 7,50 Dollar an Lizenzgebühren pro iPhone gezahlt, wie Apple-COO Jeff Williams in einer Befragung durch die US-Telekombehörde FCC gesagt haben soll. Apple und Qualcomm haben sich zu dem Bericht und zu Details der in der vergangenen Woche erreichten Einigung nicht geäußert.

Qualcomm hatte lediglich verkündet, dass es im Zuge der Einigung mit Apple mit der Steigerung des Quartalsgewinns um zwei Dollar pro Aktie rechne. Auf diese Angabe bezieht sich auch Arcuri bei seinen Berechnungen. Die Qualcomm-Aktie ist seit Bekanntgabe der Einigung im Patentstreit um fast 40 Prozent nach oben geklettert. Die Apple-Papiere gewannen immerhin zwei Prozent.

So könnte das 2019er iPhone aussehen
So könnte das 2019er iPhone aussehen. (Mockup: Venja Geskin)

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Dass Apple der Einigung und einer – laut Analystenmeinung – Erhöhung der Lizenzgebühren zugestimmt hat, dürfte nicht zuletzt darauf zurückzuführen sein, dass iPhone-Chip-Zulieferer Intel sich aus der Herstellung eines 5G-Modems für Smartphones zurückziehen wollte. Den Rückzug verkündete der Chiphersteller nur wenige Stunden nach Bekanntgabe der Einigung offiziell. Damit stieg der Druck auf Apple, einen Ausrüster für sein für 2020 geplantes 5G-iPhone zu finden.

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