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Apples Face-ID kann zwei chinesische Kolleginnen nicht auseinanderhalten

(Bild: Apple)

Apples Face-ID ist offenbar doch weniger sicher als gedacht. Jetzt ist die Gesichtserkennung am iPhone X in China von zwei nicht verwandten Kolleginnen entsperrt worden.

Unsichere Gesichtserkennung? Face-ID in China angeblich geknackt

Es gibt schon einige Fälle, bei denen Apples Face-ID am iPhone X ausgetrickst worden sein soll – sei es mithilfe einer Maske oder durch sehr nahe Verwandte, etwa Zwillinge. In China soll die Gesichtserkennung jetzt aber daran gescheitert sein, zwei nicht miteinander verwandten Kolleginnen auseinanderzuhalten, wie der auf Mobilgeräte spezialisierte Blog Pocketnow berichtet.

Phil Schiller präsentiert das iPhone X mit Face-ID. (Foto dpa)

Demnach habe die Kollegin einer Frau, die für das chinesische Unternehmen Jiangsu Broadcasting Corporation arbeitet, deren iPhone X per biometrischer Gesichtserkennung mit der True-Depth-Kamera entsperren können. Nachdem sie dies erkannt habe, habe die Frau ihr iPhone zurück in den Apple Store gebracht, wo es auch anstandslos umgetauscht worden sei.

Laut den Apple-Mitarbeitern soll es sich um einen Fehler gehandelt haben, der nur das beanstandete iPhone betroffen habe, wie die South China Morning Post schreibt. Allerdings konnte die Kollegin auch das zweite iPhone X per Face-ID entsperren. Ob es zu einem dritten Versuch gekommen ist, und ob es sich um ein generelles Problem handelt, ist nicht bekannt.

Zahlreiche Versuche, Apples Face-ID auszuhebeln

Apple hatte bei der Vorstellung von iPhone X und der Gesichtserkennung Face-ID im September dieses Jahres versprochen, dass sich das System nicht aushebeln lasse. Das hat natürlich zahlreiche – teils erfolgreiche Versuche provoziert, Face-ID auszutricksen. Bisher ist aber noch kein Fall wie der aktuelle aus China bekannt.

Allerdings hat Apple dem System etwa ein neuronales selbstlernendes Netzwerk eingebaut, das den iPhone-Besitzer nach einiger Zeit sicher erkennt, auch wenn dieser eine Brille oder einen Bart trägt. Ob das iPhone X der chinesischen Frau auch nach einiger „Lernzeit“ noch von ihrer Kollegin geknackt werden könnte, müssten weitere Versuche zeigen. Außerdem setzt Apple auf die regelmäßige zusätzliche Eingabe des Passcodes, um solcherlei Missbrauch dauerhaft zu unterbinden.

iPhone X: Das ist Apples Neuinterpretation des iPhones
iPhone X. (Bild: Apple)

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Face-ID könnte im kommenden Jahr auch im neuen iPad zum Einsatz kommen – zumindest ein Modell der 2018er-iPad-Palette soll Gerüchten zufolge statt Homebutton Sensoren für Apples Gesichtserkennung an Bord haben. Auch die im kommenden Jahr erwarteten iPhone-Modelle – nicht nur das Top-Smartphone – sollen laut einem Bericht von Business Insider mit Face-ID kommen.

Interessant in diesem Zusammenhang: Teufelshörner, sprechende Hühner und Gesichtserkennung – Das iPhone X im Test

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