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Podcast

Der Applift-Gründer erklärt, wieso die mobile Revolution erst am Anfang steht

Applift-Gründer Tim Koschella. (Foto: Applift)

Nur wenige kennen sich so gut mit Mobile Advertising aus wie Tim Koschella. Im Podcast von Startup Notes spricht der Applift-Gründer über Adtech-Trends und gibt Tipps für Gründer.

Mit der rasant steigenden Internetnutzung auf mobilen Endgeräten wächst auch die Bedeutung von Mobile Advertising stetig. Bereits im Jahr 2021 soll die Größe des weltweiten Marktes für mobile Werbung laut Magna Global voraussichtlich 215 Milliarden US-Dollar betragen, was insgesamt 72 Prozent aller Digital-Budgets repräsentieren würde. Ein riesiger Markt, mit dem sich Applift-Gründer Tim Koschella bestens auskennt. Im Jahr 2012 gestartet, macht das Berliner Startup mit seiner Technologie-Plattform für App-Marketing mehr als 100 Millionen Euro Umsatz pro Jahr.

Vom Studenten zum Seriengründer

Der Weg in die Unternehmensgründung führte Koschella nach dem Uni-Abschluss zunächst in das Geschäft mit Online-Bildungsservices. 2008 gründete Koschella mit einem Kommilitonen die E-Learning-Plattform Lecturio und führte diese für knapp drei Jahre. Mitte 2011 folgte mit mehreren Partnern die Gründung der Hitfox Group – einem Company-Builder, der sich auf Big Data, Mobile Marketing, Fintech und Digital Health spezialisiert hat. Mittlerweile befinden sich mehr als 15 Startups unter dem Dach des Berliner Unternehmens, das weltweit rund 1.000 Mitarbeiter beschäftigt.

Applift als Aushängeschild

Das erfolgreichste Venture aus dem Hitfox-Portfolio ist zweifelsohne Applift, das mit seinen Services mehr als 1,2 Milliarden App-Nutzer erreicht. Mit seinen Lösungen ermöglicht das Startup seinen Kunden, den gesamten Lebenszyklus des Marketings einer App zu kontrollieren. Mehr als 500 App-Publisher nutzen die Services von Applift. Unter anderem der für „Angry Birds“ bekannte finnische Handyspiele-Anbieter Rovio.

Auf einen möglichen Börsengang angesprochen, gibt Koschella zu bedenken, dass dies heutzutage nicht zwangsläufig der richtige Weg für ein Adtech-Unternehmen sei. „Adtech-Unternehmen werden vom Markt derzeit nicht sehr vorteilhaft bewertet. Außerdem verlangsamen die Regularien für börsennotierte Unternehmen deren Innovationsfähigkeit und Flexibilität. Man muss jedoch in unserer Branche sehr schnell auf Trends reagieren können.“

Trends in Mobile Adtech

Des Weiteren sieht der Unternehmer Trends wie Chatbots noch eher kritisch. „Chatbots werden zu sehr gehypt. Bis heute gibt es nur wenige erfolgreiche Anwendungsfälle“, sagt Koschella. Zudem bräuchten Chatbots oder auch Voice-Advertising noch einige Jahre, bis sie mit größerer Skalierung Anwendung finden. Koschella sieht indes weiterhin vielversprechendes Potenzial beim Thema Apps.

Mobile Endgeräte hätten die Art und Weise, wie Menschen miteinander agieren, weltweit verändert. Apps würden daher nach Ansicht des Experten auch weiterhin ihren festen Bestandteil in der Digitalisierung haben. „Was wir in den letzten Jahren gesehen haben, war die Entstehung des größten Ökosystems, das jemals existiert hat, um Leute miteinander zu verbinden.“ Mobile Endgeräte seien ein sehr persönlicher Gegenstand und nicht an die Herkunft oder gesellschaftliche Klasse eines Menschen gebunden. „Mittlerweile hat fast jeder ein Handy. Noch nicht unbedingt ein Smartphone, doch das wird sehr bald der Fall sein. Man kann nicht nur Millionen, sondern Milliarden von Menschen Inhalte zugänglich machen und Produkte an sie verkaufen. Dies war eine erdrutschartige Entwicklung für viele Industrien und wird noch die nächsten zehn bis 20 Jahre viele weitere verändern“, so Koschella weiter.

„Lieber eine Position länger offen lassen als jemanden einzustellen, der nicht perfekt passt“

Nach mittlerweile fast zehn Jahren als Unternehmer kann Tim Koschella jungen Gründern einige Ratschläge mit auf den Weg geben. Gerade in den Anfangsjahren musste er vieles auf die harte Tour lernen – so solle man beispielsweise insbesondere den Hinweisen von Investoren nicht einfach blind vertrauen. Diese wären zwar in der Regel zweifelsohne Experten mit Blick auf Wachstums- oder Finanzierungsfragen, aber nicht zwangsläufig für die spezielle Branche oder den Markt eines Startups. Der Applift-CEO unterstreicht ebenfalls, was viele andere erfolgreiche Gründer immer wieder betonen: Das Team ist das wichtigste Asset eines Unternehmens. „Man sollte sich auf jeden Fall Zeit lassen damit, wichtige Positionen zu besetzen. Lieber eine Position länger offen lassen als jemanden einzustellen, der nicht perfekt passt“, so Koschella im Gespräch mit Startup Notes.

Ihr könnt den Podcast von Startup Notes auf iTunes oder SoundCloud abonnieren.

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