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Apps im Auto: Per Fingertipp in die Parklücke

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Und noch etwas wird sich in den nächsten Jahren ändern: Künftig können mit Apps und digitalen Diensten spezielle Funktion im Auto gegen Gebühr freigeschaltet oder zugebucht werden. „Die Besitzer können dann Dienste ausprobieren und bestellen“, sagt May. So werde das Auto in wenigen Jahren nicht mit der Auslieferung ein endgültiges Produkt sein, sondern entwickele und erneuere sich durch neue digitale Zusatzdienste immer weiter. „Es kommt aus der Fabrik und fängt an zu leben.“

Einige Apps im Fahrzeug bieten gegenüber Smartphone-Apps Vorteile: Sie bieten Infos übers Auto wie aktuelle Füllstände oder Reichweite und sind Bestandteil des Multimediasystems. Sie integrieren sich technisch und optisch, lassen sich zum Teil über eine Sprachsteuerung bedienen. Auch Apps externer Anbieter auf Smartphones können Vorteile bieten: „Apps, die über das Handy laufen, können Lücken in der Fahrzeugausstattung schließen und sind meistens die preiswertere Alternative“, sagt der Technikexperte Gunnar Beer vom ACE Auto Club Europa. Das gelte vor allem für Navigation und Streaming, „was beides ab Werk zum Teil teuer und dabei nicht mal auf dem neuesten Stand ist.“

Nutzung von Smartphone-Apps während der Fahrt verboten

Allerdings sei die Nutzung von Smartphone-Apps während der Fahrt verboten. „Das Problem ist, dass sogar ein ausgeschaltetes Handy während der Fahrt nicht in die Hand genommen werden darf“, sagt Beer. Auch das Schreiben einer SMS, das Ablesen der Uhrzeit und die Verwendung des Smartphones als Diktiergerät ist nicht erlaubt. Denn nicht nur das Telefonieren mit dem Gerät in der Hand, sondern auch alle anderen Verwendungsmöglichkeiten sind untersagt, die mit einer Bedienung einhergehen und den Fahrer ablenken.

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Nutzen lässt sich das Smartphone während der Fahrt nur, etwa als Navi, wenn das Gerät mit einer Halterung im Auto angebracht ist. „Am sinnvollsten ist deshalb die Integration des Handys in das Multimedia-System des Fahrzeugs per Android Auto, Mirror Link oder Carplay“, rät Beer. So könnten das Handy und seine Apps ferngesteuert werden, „idealerweise vom Lenkrad aus“.

Auch der ADAC rät, generell während der Fahrt die Finger von digitalen Kommunikationsgeräten zu lassen, da sie den Fahrer stark ablenken. Es sei denn, das Gerät lässt sich mit einer Sprachsteuerung bedienen, wie das bei vielen modernen Smartphones schon möglich sei. Um Infos aus Apps auf dem Smartphone zu ziehen, sollte man nach Meinung des ADAC besser rechts ranfahren. dpa

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