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Gadgets & Lifestyle

Rache ist süß – Hier kommt die Marshmallow-Kanone auf Arduino-Basis

Confectionery Cannon: Marshmallows, Feuer frei! (Foto: Confectionery Cannon)

Studenten einer US-Universität haben eine Marshmallow-Kanone entwickelt. Druckluftgesteuert zielt sie dank ausgeklügelter Software und eines Arduino-Computers treffsicher in den Mund ihrer Opfer.

Arduino-Minicomputer verschießt Marshmallows

Confectionery Cannon: Die Marshmallow-Kanone vereint intelligente Software mit ansehnlicher Konstruktion. (Foto: Confectionery Cannon)
Confectionery Cannon: Die Marshmallow-Kanone vereint intelligente Software mit ansehnlicher Konstruktion. (Foto: Confectionery Cannon)

Wer in den Lauf einer Waffe blickt, dürfte sich unwohl fühlen. Es gibt aber auch Fälle, in denen sogar ein Lächeln mehr als angebracht ist: Die vollelektrische Marshmallow-Kanone wurde erfunden. Mit der „Confectionery Cannon“ haben vier Studenten am US-amerikanischen Olin-College ein Semesterprojekt abgeschlossen, das für ordentlich Furore sorgt. Das Prinzip hinter der Kanone lässt sich vereinfacht so umschreiben: Man nehme eine Röhre aus Plastik, fülle sie mit Marshmallows, montiere sie auf einem rotierendem Untersatz und programmiere sie so, dass sie automatisch Gesichter erkennt und in die Münder ihrer Opfer zielen kann. In Wahrheit steckt hinter diesem Projekt natürlich etwas mehr technische Raffinesse.

„Bis zu vier Marshmallows aus einem Magazin.“

So haben die Studenten zunächst einen Arduino-Minicomputer zur Hand genommen und ihn mit einer Webcam, einer magnetischen Spule und vier Servo-Vorrichtungen zu einer elektrischen Steuereinheit erweitert. Die Software auf der kleinen Platine versteht sich auf Python – und ist dank OpenCV, einer Programmierbibliothek für maschinelles Sehen, in der Lage, Gesichter in der Umgebung zu erkennen. Den Code haben die Macher auf GitHub zur Verfügung gestellt. Ein kleiner Plastikbehälter fungiert als druckluftbetriebenes Munitionsreservoir, mit dem bis zu vier Marshmallows mit einem Druck von 30 Pfund pro Quadratzoll (etwa 68 Milibar) abgefeuert werden können. Um die Technik der Kanone in eine alltagstaugliche Konstruktion zu bringen, haben sich die Studenten nach eigener Aussage praktisch am gesamten Fertigungsarsenal ihrer Maschinenbau-Fakultät bedient.

Marshmallow-Kanone kostete 250 US-Dollar und unterstreicht Physical-Computing-Trend

Mit der Confectionery Cannon beweisen die Studenten einmal mehr, welche Möglichkeiten immer beliebtere Hard- und Softwareplattformen wie Arduino oder Raspberry Pi bieten. Schon mit rudimentären Grundkenntnissen im Bereich Computer und Technik können kreative Bastler für verhältnismäßig wenig Geld spaßige Projekte verwirklichen. Für die Marshmallow-Kanone wendeten die Studenten des Olin College zum Beispiel nicht mehr als 250 US-Dollar auf.

In der Vergangenheit hat es schon eine ganze Reihe von Beispielen gegeben, die zeigen, was mithilfe beider Plattformen im Bereich Physical Computing möglich ist. Unter anderem ein DIY-Mobiltelefon, einen Roboter zum Brauen von Bier oder ein Selbstbau-Tablet für unterwegs.

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