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Artikel 13, Fridays for Future, Rezo: Wie sich Generation Z im Netz politisiert

Jugenliche auf einer Demonstration gegen Uploadfilter in Berlin. (Foto: Gina Jannke)

Auf Youtube und Demonstrationen treiben junge Menschen die Politik vor sich her. Doch: Woher kommt die neue Macht? Eine Recherche bei Youtubern, Teenagern und auf der Straße.

Es ist ein Samstag Ende März, als sich der Potsdamer Platz in Berlin mit Demonstranten füllt. Die Sonne scheint in Gesichter mit sorgfältig rasierten Bartansätzen, auf blau gefärbte Haare, Baseball-Caps mit „Marvel“-Schriftzügen und Kapuzenpullis und T-Shirts mit Nasa-Aufdrucken. „Denn das ist alles nur geklaut, eh oh, eh oh, das ist alles gar nicht meine, eh oh … “ schallt ein Prinzen-Song von einem Lautsprecherwagen der Piratenpartei. Auf ihre Schilder haben die Demonstranten Memes gemalt: Drake, der in seiner orangen Daunenjacke „Artikel 13“ ablehnt und sich über „freies Internet“ freut. Der „abgelenkte Freund“ (Untertitel: „The EU“), der sich von seiner Freundin („The Internet“) abwendet und einer anderen („Uploadfilter“) hinterherschaut.

Rick und Steven, ein Youtube-Comic-Duo namens „Space Frogs“, tragen Kapuzenpullover, Jeans, helle Turnschuhe und Rucksäcke. In den 20 Minuten, die wir zusammen vor dem offiziellen Demostart auf dem Potsdamer Platz herumstehen, werden sie drei Mal von Fans angesprochen, die ein Selfie machen wollen. Ihr Kanal hat 850.000 Follower. „Wir machen heute keine Selfies,“ sagt Rick. „Es geht heute um die Sache, und nicht um uns.“

100.000 auf der Straße

Die Sache, das ist Ende März die Abstimmung über die Urheberrechtsreform im EU-Parlament. In Berlin sind an jenem Samstag laut der Polizei über 10.000 Leute auf die Straße gegangen. Deutschlandweit waren es über 100.000, die gegen die Urheberrechtsreform, den berüchtigten Artikel 13 und damit gegen mögliche Uploadfilter demonstrieren, die der CDU-Mann Axel Voss und seine Fraktion, die EVP, durchdrücken wollen.

Die Sache kann man aber auch noch etwas größer fassen, als nur „gegen Artikel 13“: Einen Tag vor der Artikel-13-Demo hatten sich wieder über Tausend Schüler auf dem Invalidenplatz getroffen, und unter einem Symbol, dass an eine stilisierte Sanduhr erinnert, eine neue Klimapolitik gefordert. Ein paar Tausend Jugendliche machen das im Moment jeden Freitag, allein in Berlin.

Die Politisierung der Generation Z

Mit den Demonstrationen gegen Uploadfilter und Fridays for Future scheint etwas größeres begonnen zu haben: die Politisierung der Generation Z, also der Jugendlichen, die in den späten 90ern und frühen 2000ern geboren wurden. Und plötzlich, so scheint es, haben sie die Politik in der Hand. Nach einer für die CDU desaströsen Europawahl steht die CDU/CSU-Führung ratlos da: CDU-Chefin Annegret Kramp-Karrenbauer überlegt öffentlich, ob für die Meinungsäußerung im Netz nicht irgendwie „Regeln aus dem analogen Bereich“ gelten sollten. CSU-Chef Söder glaubt, es sei damit getan, wenn man etwas „jünger, cooler, offener“ würde.

Die SPD hingegen sammelt nach ihrem historisch schlechten Wahlergebnis sowieso erst mal nur Scherben auf.

Aber: Was hat sich eigentlich verändert, dass die junge Generation plötzlich so laut und präsent ist? Und was hat das mit den Medien zu tun, die sie nutzen: Whatsapp und Youtube?

Für die neue t3n-Ausgabe #56 hat Jan Vollmer aufgeschrieben, woher diese neue Macht der Jugendlichen kommt und sich mit Youtubern wie Robbubble, Spacefrogs und Klengan darüber unterhalten. Lest den vollständigen Artikel im aktuellen Magazin: 

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(Grafik: t3n)

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