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Asus Zenfone AR: Das erste Augmented-Reality-Smartphone für die Hosentasche ab sofort verfügbar

Für Tango: Das Asus Zenfone AR besitzt rückseitig drei Kamera-Sensoren. (Foto: t3n)

Mit dem Zenfone AR bringt Asus das erste Oberklasse-Smartphone mit Augmented-Reality-Funktionen auf den Markt. Das Gerät unterstützt Googles Tango, die VR-Plattform Daydream ist auch an Bord.

Asus Zenfone AR: Gut ausgestattetes Tango-Smartphone mit Daydream-Support

Das Lenovo Phab 2 Pro – nicht nur der Name ist eine Ansage, sondern auch das Gerät selbst. Denn mit seiner Bilddiagonalen von 6,4 Zoll und einem Gewicht von 259 Gramm war es schon beinahe ein Tablet. Das Zenfone AR besitzt hingegen Smartphone-Maße.

Das Asus Zenfone AR ist das erste handliche Tango-Smartphone. (Foto: t3n)

Das Asus-Gerät besitzt ein 5,7-Zoll in der Diagonalen messendes WQHD-AMOLED-Display mit 2.560 x 1.440 Pixeln und wiegt 170 Gramm. Seine Abmessungen betragen 158,7 x 77,4 x 4,68,9 Milimeter – die des Lenovo-Pendants 88,57 x 179,83 x 10,7 Millimeter. Auf der deutschen Produktseite wurde die Dicke vorsichtshalber nicht einmal angegeben.

Für Tango: Das Asus Zenfone AR besitzt rückseitig drei Kamera-Sensoren. (Foto: t3n)

Zur Grundausstattung des Zenfone AR gehören ein für die Tango-Plattform angepasster Snapdragon-821-Prozessor von Qualcomm, sechs Gigabyte DDR3 RAM und 128 Gigabyte interner UFS-2.0-Speicher, der mittels Micro-SD-Karte optional erweitert werden kann. Falls ihr keine Verwendung für den Speicherkarten-Einschub habt, könnt ihr alternativ auch eine zweite SIM-Karte einlegen.

Asus Zenfone AR. (Foto: t3n)

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Zur Weiteren Ausstattung gehören ein Fingerabdrucksensor auf der Vorderseite, WLAN nach AC-Standard, Bluetooth 4.2, GPS, NFC und ein fest verbauter 3.300 Milliamperestunden-Akku mit Quick-Charge 3.0 und Reverse-Charging-Funktion, sodass ihr das Smartphone über den USB-C-Port auch als Akkupack für andere Geräte nutzen könnt. Damit das Zenfone AR im Daydream-View-Betrieb nicht übermäßig überhitzt, was wir leider beim Google Pixel beobachten konnten, wird der Prozessor durch eine Verdampfungskammer (Vapor-Chamber) gekühlt. Das Zenfone AR wird bei der Nutzung von AR-Apps allerdings auch recht warm – kein Wunder: dem Prozessor werden Höchstleistungen abgefordert.

Der Homebutton des Asus Zenfone AR klickt beim Drücken. (Foto: t3n)

Für das Tango-System steckt auf der Rückseite ein sogenanntes Tricam-System, das aus einer 23-Megapixel-OIS-Hauptkamera mit Sonys IMX-318-Sensor, einer Kamera zur Erfassung von Tiefeninformationen und einem Bewegungssensor besteht. Mit dieser Kamera-Phalanx könnt ihr mit dem Smartphone den Raum und Bewegungen erfassen und diese auf dem Bildschirm in Echtzeit anzeigen. Überdies könnt ihr mit dem Zenfone eure Umgebung in Echtzeit in 3D kartographieren und virtuelle Objekte im Raum positionieren. Der Vollständigkeit halber: Die Frontkamera besitzt einen Sensor mit acht Megapixeln. Als Software ist Android 7.0 Nougat mit der hauseigenen Nutzeroberfläche ZenUI 3.0 vorinstalliert.

Zum Betrachten von VR-Inhalten unterstützt das Zenfone AR Googles Daydream-Plattform. (Foto: t3n)

Asus Zenfone AR: Augmented Reality in der Hosentasche

Das Angebot an Apps ist derzeit noch begrenzt, einige große Player haben aber schon erste Anwendungen in den Play Store geschoben. Unter anderem sind beispielsweise der US-amerikanische Bekleidungseinzelhändler Gap, BMW und das Wall Street Journal am Start. Diese Apps zeigen exemplarisch, was Unternehmen und Publisher mit Tango anstellen können.

Für das Asus Zenfone AR gibt es schon einige praktische Apps im Play Store. (Foto: t3n)

Die Gap-Dressingroom-App ermöglicht es beispielsweise Kunden, Kleidung in der Augmented Reality anzuprobieren, um zu sehen, ob sie ihnen steht. Mit dem BMW i Visualiser könnt ihr euch den BMW i3 und i8 in voller Größe in euer Wohnzimmer oder die Garage stellen, um ihn zu konfigurieren und ihn dann von allen Seiten zu betrachten.

Weitere ähnliche Szenarien sind ebenso denkbar: Mit den Smartphone-Sensoren messt ihr euer Wohnzimmer aus, mit Inneneinrichtungs-Apps habt ihr die Möglichkeit, eine digitale Version des Möbelstücks in voller Größe in den Raum zu projizieren, um zu sehen, ob es zum Rest der Inneneinrichtung beziehungsweise überhaupt an den angedachten Platz passt. Ihr könnt euch das Produkt im Raum von allen Seiten ansehen.

Per Augmented-Reality-App könnt ihr euch auch ein neues Mountainbike direkt im Wohnzimmer zusammenstellen. (Foto: t3n)

Augmented Reality steckt zwar noch immer in den Kinderschuhen, in diesem Jahr wird die Technologie aber einen mächtigen Schritt nach vorne machen: Denn nicht nur Google hat mit seinem schon 2014 angekündigten und seitdem weiterentwickelten Tango und der Kamera-App Google Lens entsprechende Lösungen am Start. Auch Apple hat zur WWDC 2017 mit AR-Kit eine eigene Lösung angekündigt, die mit iOS 11 und dem nächsten iPhone der Technologie einen großen Schub verpassen wird.

Ausbaufähig, einige wichtige Tools sind aber schon vorhanden. (Screenshot: t3n; Google Play)

Asus ist mit seinen Zenfone AR in puncto Hardware also recht früh dabei und will Entwicklern und anderen Interessenten bei der Verbreitung der Technologie helfen. Das Smartphone ist mit einer UVP von 899 EUR zwar nicht billig, Tango-Geräte sind aber immer noch rar gesät. Ihr könnt es laut Herstellen ab sofort kaufen.

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