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Atomico: Bekannter Startup-Investor schließt 716-Millionen-Euro-Fonds

Atomico-Gründer Niklas Zennström. (Foto: Atomico)

Aufgebaut wurde der Wagniskapitalgeber Atomico einst von einem der Skype-Mitgründer. Nun hat der Investor seine Kassen mit neuem Kapital gefüllt. Auch für deutsche Startups sind das gute Nachrichten.

Es ist die größte Summe, die Atomico bisher für einen Fonds eingesammelt hat: Nach elf Monaten Suche hat der Londoner Risikokapitalgeber 765 Millionen US-Dollar (761 Millionen Euro) für Investitionen in Startups eingesammelt. Mit der Summe zählt der Investor, der ursprünglich von Skype-Mitgründer Niklas Zennstrom aufgebaut wurde, zu einem der bestfinanzierten Kapitalgeber in Europa. Das Geld solle in „Europas ambitionierteste Tech-Gründer“ fließen, heißt es in einer Pressemitteilung des Unternehmens.

Atomico setzt auf Later-Stage-Investments

Atomico fokussiert sich auf Startups, die die Frühphase schon überstanden haben und eher Kapital für eine Expansion brauchen. In dieser Phase geht vielen Jungunternehmen das Geld aus, weil europäische Venture-Capitalisten zwar viel in Seed- und Series-A-Runden stecken, aber wenige Gründer auch Anschlussfinanzierungen darüber hinaus erhalten. Diese Firmen wolle man mit dem neuen Fonds nun gezielt unterstützen, so der Investor.

In Deutschland sitzen einige der weltweit ambitioniertesten Entrepreneure.“

Auch deutsche Startups könnten davon profitieren. „In Deutschland haben einige der weltweit ambitioniertesten Entrepreneure ihren Sitz“, lässt sich Yann de Vries, Atomico-Partner für Deutschland, in der Mitteilung zitieren. Die Bundesrepublik sei ein „großartiger Platz“, um Unternehmen zu gründen. Man werde „die besten deutschen Gründer identifizieren, deren Unternehmen bereit sind, globale Gewinner zu werden“. Schon heute unterstützt Atomico hierzulande Startups wie den Jet-Bauer Lilium Aviation oder das Vergleichsportal Goeuro.

Dass es elf Monate dauerte, um den Fonds zu schließen, erklärt Atomico-Mitgründer Mattias Ljungman mit der Investmenttradition in Europa. In den USA sei es viel üblicher, Risikokapital zu investieren. Europäische Institutionen entdeckten das Feld dagegen erst jetzt, so Ljungman gegenüber Techcrunch.

Atomico besitzt derzeit Anteile an „Einhörnern“ wie dem Zahlungsunternehmen Klarna, aber auch an Firmen wie dem finnischen Spielemacher Rovio. Erste Erfolge verzeichnete der Investor 2013 durch den Verkauf von Climate Corp an Monsanto für rund eine Milliarde Dollar und 2016 durch den Exit von Supercell an einen der größten chinesischen Digitalkonzerne, Tencent, für 8,6 Milliarden Dollar.

 

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