News

Attacke gegen Google – Fake Video von Donald Trump verbreitet

Donald Trump. (Foto: dpa)

Bei seinen Attacken gegen Google ist Donald Trump offenbar auf ein zumindest unkorrektes Video hereingefallen. Neben Google gerieten auch Facebook und Twitter ins Visier des US-Präsidenten.

Am Dienstag war US-Präsident Donald Trump – vermutlich beim Fox-Schauen – auf eine Information gestoßen, die ihn offenbar so sehr aufregte, dass er Google via Twitter politische Konsequenzen androhte. Die Suchmaschine benachteilige ihn sowie konservative Themen, so der Vorwurf. Trump berief sich dabei auf einen Artikel, demnach 96 von 100 Suchergebnissen bei Google News zu dem US-Präsidenten von linksgerichteten oder liberalen Medien stammten. Am Mittwoch legte Trump mit einem Video nach, das allerdings gefälscht oder zumindest unkorrekt ist.

Trump schaut Fox und fällt auf Fake Video herein

Der Auslöser der Attacken, der Artikel zu den Google-News-Ergebnissen, ist von dessen Autorin Paula Bolyard derweil als nicht wissenschaftlich und auf nur einer kleinen Auswahl beruhend bezeichnet worden. Bolyard hielt aber an ihrer grundsätzlichen Meinung, dass konservative Themen bei Suchmaschinen wie Google benachteiligt würden, fest. Klar widerlegt werden konnte hingegen das Video, das Trump am Mittwoch auf seinem offiziellen Twitter-Kanal teilte und das schon über drei Millionen Aufrufe hat.

Demnach habe Google in jedem Jahr der Amtszeit von Barack Obama prominent auf eine Live-Übertragung dessen Rede zur Lage der Nation hingewiesen. Seit Donald Trump Präsident sei, habe Google dies aber nicht mehr angezeigt. Zum Beweis werden in dem Video Screenshots aufgeführt, beim dem für das Jahr 2018 – Trumps erste echter Rede zur Lage der Nation – kein solcher Hinweis gezeigt wird. Das Ganze hat sich allerdings mittlerweile als manipuliert oder zumindest falsch herausgestellt.

Der nicht genannte Ersteller des Videos hat für die Screenshots auf die Wayback-Maschine des US-amerikanischen Internetarchivs zurückgegriffen. Dort werden aber nicht alle interaktiven Elemente einer Website abgespeichert, etwa die Google-Doodles und die Links zu Youtube-Live-Übertragungen. Gegenüber The Verge erklärte ein Google-Sprecher, dass die Übertragung zur Trump-Ansprache auf Google.com angekündigt wurde, so wie zuvor bei Obama. Ein schon im Januar bei Reddit geposteter Screenshot belegt das.

Ob Trump sich davon beeindrucken lässt, ist fraglich. Auf seinem Twitter-Profil ist der entsprechende Tweet noch immer angeheftet. Darüber hinaus hat der US-Präsident seine Medienkritik auch auf andere Silicon-Valley-Konzerne wie Facebook und Twitter erweitert. Diese bewegten sich auf gefährlichem Terrain und sollten vorsichtig sein, sagte Trump.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung