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Auctionata beantragt vorläufige Insolvenz: Online-Auktionshaus steht vor dem Aus

Eine Live-Auktion bei Auctionata in besseren Tagen. (Screenshot: Auctionata)

Finanzierungsprobleme hatten sich bei Auctionata bereits in der vergangenen Woche angedeutet. Nun hat das Startup vorläufige Insolvenz beantragt. 

Knapp 100 Millionen Dollar haben bekannte Investoren wie Earlybird, die German Startups Group und Holtzbrinck Ventures einst in Auctionata gesteckt. Das Startup wollte Auktionen digitalisieren, auf seiner Website konnten Nutzer beispielsweise auf Kunst bieten. Doch in den vergangenen Monaten machte das 2012 gegründete Unternehmen vor allem direkte Verkäufe erzielt haben.

„Das Ziel ist die Rekapitalisierung.“

Nun muss das Startup vorläufige Insolvenz beantragen, berichtet die Wirtschaftswoche. Das sei notwendig geworden, da eine nötige Finanzierung nicht schnell genug gesichert werden konnte, so Auctionata-Chef Thomas Hesse gegenüber dem Magazin. Probleme hatten sich bereits vergangene Woche angedeutet. Das Berliner Unternehmen bleibt trotzdem optimistisch: Es will eine Sanierung anstreben. „Das Ziel ist die Rekapitalisierung“, zitiert die Wiwo Hesse.

Auctionata trennt sich von Paddle8

Auctionata wird sich deshalb auch wieder vom einstigen Konkurrenten Paddle8 trennen. Erst im Mai 2016 hatte man euphorisch den Zusammenschluss verkündet. Damals hieß es noch, man schließe sich „zum globalen Marktführer im Online-Auktionsmarkt“ zusammen. Jetzt hingegen belastet der Zusammenschluss das Unternehmen offenbar. Um die Integration zu finanzieren, wäre eine „sehr aufwendige Finanzierung“ nötig gewesen, sagte Hesse der Wiwo. „Das wäre derzeit zu ambitioniert gewesen.“

Noch im vergangenen Jahr sprachen die beiden Unternehmen, die seit Mai unter Auctionata Paddle8 fungierten, von einem gemeinsamen Umsatz von mehr als 132 Millionen Euro und rund 800.000 registrierten Nutzern. Auch ein Börsengang stand bei Auctionata einst im Raum. Davon redet heute keiner mehr.

Mehr zum Thema: Auctionata – Das Online-Auktionshaus und seine Probleme

 

via www.wiwo.de

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Ein Kommentar
Schrottmeyer Michael

Die Insolvenz von auktionata hat uns hier nicht überrascht. Überraschend ist aber immer wieder wie naiv und gutgläubig die Investoren Ihr Geld verbrennen. Tamundo, Auktionata und viele andere hochgelobte Verkaufsplattformen werden mit viel Geld hochgejubelt, nur um dann festzustellen, dass das Geschäftsmodell doch nicht trägt.
Das ließe sich natürlich auch schon vorher feststellen, aber vermutlich wollen ja auch die Risikogeldgeber nicht so richtig hinsehen.
Übrigens wenn noch jemand so richtig Geld vernichten möchte, bei uns kann man mit viel weniger Kapital einsteigen und es gibt sogar eine gewisse Chance einen Teil seines Kapitals zurück zu bekommen. Einfach mal auf http://www.oldthing.de gehen und sehen was es da schon alles ohne große Geldgeber gibt.
Liebe Grüße aus Berlin

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