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VW-Tochter Audi schraubt die Elektro-Ziele nach oben

Audi Q4 E-Tron Concept. (Bild: Audi AG)

Die Volkswagen-Tochter Audi hat ihre Ziele nach oben korrigiert und setzt in Zukunft noch deutlich stärker auf Elektromodelle als bisher.

Elektroantriebe seien der Kern der neuen Strategie, sagte Audi-Chef Bram Schot im Interview mit dem Manager-Magazin. „Und wir wollen, inklusive Plug-in-Hybriden, also Autos mit kombinierten Verbrennungs- und Elektroantrieben, 2025 etwa jeden zweiten Audi als Elektromodell verkaufen“, sagte Schot dem Blatt. Bisher war bei Audi die Rede von knapp einem Drittel Elektroanteil. Die Rivalen Mercedes-Benz und BMW peilen bis Mitte des kommenden Jahrzehnts 15 bis 25 Prozent Elektroanteil an. „2020 wird Audi fünf rein elektrische Autos auf der Straße haben, 2025 schon 15“, sagte Schot.

Im September 2018 gab der Ingolstädter Autobauer noch bekannt 2025 insgesamt zwölf Modelle mit reinem Elektroantrieb anbieten zu wollen. Diese Zahl wurde jetzt auf 15 Modelle nach oben korrigiert.

Kosten sollen gesenkt werden

Die Ingolstädter Premium-Tochter des VW-Konzerns hatte zuletzt beim Absatz immer mehr Boden auf die Konkurrenz von Daimler und BMW verloren. Vor allem die Einführung des neuen Abgas- und Verbrauchstests WLTP bremste in den vergangenen Monaten die Verkaufszahlen, hinzu kamen hohe Kosten wegen der Dieselaffäre um manipulierte Abgastests. Um hier Problemen zu entgehen, plant Audi die Verringerung der Anzahl an Modellen. Unter anderem sollen die beiden Sportwagen R8 und TT keine Nachfolger bekommen. In der Sportabteilung werden die neuen Modelle der Typen A4, A5, A6, A7 und Q5 nicht wie gewohnt mit Benzinmotoren, sondern, trotz Dieselskandal, mit Selbstzündern ausgestattet, die einen geringeren CO2-Ausstoß haben.

Schot will an diesem Donnerstag auf der Hauptversammlung in Neckarsulm seine neue Strategie vorstellen. Um die Kosten zu senken und bis 2022 zusammengenommen 15 Milliarden Euro einzusparen, stehen das Produktionsnetz, Arbeitsplätze sowie die Modellvielfalt auf dem Prüfstand bei dem Autobauer. Darüberhinaus sollen bis 2025 alle Produktionsstandorte klimaneutral arbeiten. brr/dpa

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