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Nach Scam-Vorwürfen und SEC-Verbot: Kodaks Bitcoin-Miner ist jetzt Geschichte

Der Kashminer mit Kodak-Logo schürft jetzt in Island nach Bitcoins. (Foto: Twitter/@stopthecap)

Der auf dem vorläufigen Höhepunkt der Bitcoin-Euphorie vorgestellte Bitcoin-Miner Kashminer ist Geschichte. Die Geräte mit dem Kodak-Logo sollen jetzt in Island ihren Dienst tun.

Kodak will mit dem Ganzen nichts zu tun haben. Das Unternehmen betonte gegenüber BBC Online, dass der im Januar auf der CES gezeigte Bitcoin-Miner Kashminer von dem Lizenznehmer Spotlite lediglich mit einem Kodak-Logo versehen worden sei. Nach Scam-Vorwürfen und einem Verbot der US-Börsenaufsicht SEC ist der Bitcoin-Miner jetzt Geschichte.

Im Januar, bei einem Bitcoin-Kurs von rund 14.000 US-Dollar, hatte das Gerät mit dem Kodak-Logo noch für Begeisterung gesorgt. Kunden hätten, so der Plan, für die Teilhabe an dem Schürfgerät ein Zweijahresabo abschließen und einmalig 3.400 Dollar zahlen sollen. Bei stabilen Kursen wären schließlich Bitcoins im Wert von 375 Dollar pro Monat geschürft worden – nach Abzug einer 50-prozentigen Gebühr an Spotlite hätten immerhin 1.100 Dollar auf der Habenseite gestanden.

Bitcoin-Miner: Antminer Bitmain S9 mit Kodak-Aufkleber?

Schon bei der Vorstellung des Miners, bei dem es sich schlicht um ein sogenanntes Antminer-Bitmain-S9-Gerät mit Kodak-Aufkleber gehandelt haben dürfte, gab es aber auch massive Kritik. Die versprochenen 375 Dollar seien ein leeres Versprechen, hieß es etwa, schließlich sei nicht einmal die Tatsache einberechnet worden, dass das Bitcoin-Schürfen mit der Zeit immer schwieriger werde. Ganz davon abgesehen, dass der Kurs – wie dann auch geschehen – einmal einbrechen könne. Derzeit ist ein Bitcoin weniger als die Hälfte wert, nämlich rund 6.500 Dollar.

Besonders kritische Stimmen hatten Spotlite sogar Betrug vorgeworfen. Weil auch die SEC das Abomodell nicht zuließ, will das Unternehmen die schon vorbereiteten rund 80 Bitcoin-Miner jetzt für die eigenen Zwecke in Island schürfen lassen. Kodak wies jedenfalls darauf hin, dass in seiner Konzernzentrale – anders als im Januar geplant – kein einziger Kashminer den Betrieb aufgenommen habe.

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