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Berliner Milliarden-Startup Auto1: „Börsengang ist nicht geplant“

Auto1. (Bild: Auto1 Group)

Das Berliner Gebrauchtwagenportal Auto1 will mittel- bis langfristig zehn Prozent Marktanteil in Europa. Ein Börsengang ist aber nicht geplant, wie es in einem Interview heißt.

Auto1: Gründer verraten Details zum Milliarden-Startup

Auto1 hat im Frühsommer in einer Finanzierungsrunde 360 Millionen Euro eingesammeltfür deutsche Startup-Verhältnisse ist das eine riesige Summe. Der Betreiber von Marktplätzen für Gebrauchtwagen soll damit rund 2,5 Milliarden Euro wert sein. Viel ist über das Unternehmen aber nicht bekannt. In einem der raren Interviews mit dem Handelsblatt haben die Auto1-Gründer Hakan Koç und Christian Bertermann jetzt ein paar interessante Hintergründe verraten.

Die drei Gründer von Auto1 – Chris Muhr, Christian Bertermann, Hakan Koç (vlnr.). (Foto: Auto1)

Bei Auto1, versichern die Gründer, könnten Gebrauchtwagenbesitzer jedes Auto verkaufen. Bisher verzeichnet das Startup schon 800.000 Kunden und mehr als 350.000 Handelspartner. Seit Jahresbeginn sind über 330.000 Autos ge- und verkauft worden. Der Umsatz, der 2016 auf 1,5 Milliarden Euro verdoppelt werden konnte, soll in diesem Jahr weiter zulegen, wie Koç und Bertermann sagen. In einigen Kernmärkten, etwa in Deutschland, ist Auto1 schon profitabel.

Die im Sommer eingesammelten Millionen sollen für die weitere Expansion in Europa verwendet werden. Auto1 ist mit rund 3.000 Mitarbeitern aktuell in 30 europäischen Ländern aktiv, weitere sollen dazu kommen. Aber: „Wir werden das mit Augenmaß tun“, sagte Koç dem Handelsblatt. Mittel- bis langfristig will Auto1 laut den Gründern einen Anteil von zehn Prozent am europäischen Gebrauchtwagenmarkt erreichen, der auf ein Volumen von jährlich 350 Milliarden Euro geschätzt wird.

Auto1: Börsengang erst einmal ausgeschlossen

Einen Börsengang schließen Koç und Bertermann aber aus, solange sich das Unternehmen weiterhin problemlos privat finanzieren könne. Koç: „Mit anderen Worten: Ein Börsengang ist nicht geplant.“ Dabei könnten die beiden Gründer bei einem Gang aufs Börsenparkett Kasse machen. Schließlich gehören ihnen zusammen mehr als ein Drittel der Anteile an dem Unternehmen. Der Rest gehört laut Handelsblatt überwiegend Venture-Capital-Firmen wie DST Global.

Auto1 ist in 30 europäischen Ländern aktiv – weitere sollen folgen. (Bild: Auto1)

Interessant für potenzielle Verkäufer eines Gebrauchtwagens: Die Auto1-Gründer haben sich auch dazu geäußert, wie das Geschäft abläuft. Wer auf wirkaufendeinauto.de seinen Wagen anbietet, erhält innerhalb weniger Sekunden einen geschätzten Ankaufspreis. Anschließend muss der Verkäufer zu einem der 350 Standorte, um sein Auto auf Schäden untersuchen und digital dokumentieren zu lassen. Nach der Übermittlung der Testergebnisse an die Zentrale kommt nach einer halben Stunde ein verbindliches Angebot.

Autokauf: Algorithmus bestimmt marktgerechten Preis

Im Mittelpunkt des Geschäftsmodells steht ein Algorithmus, der laut Koç in Sekundenschnelle einen marktgerechten Preis bestimmt. Dabei helfen die europaweit erhobenen Daten, dank denen Auto1 weiß, in welchem Markt ein bestimmtes Fahrzeug in einer bestimmten Farbe gerade stark nachgefragt wird. Für Autos, die nicht mehr weiterverkauft werden können, zahlt Auto1 übrigens eine am aktuellen Stahlpreis orientierte Pauschale.

Interessant in diesem Zusammenhang: Berlin vs. San Francisco – Die beiden Startup-Standorte im Vergleich

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Eine Reaktion
lola

Jetzt sind die Agenten die Zettelchen am Auto anbringen kaum online und gleich Milliarden wert. Wenn meine Oma 0,0000001 Prozent Anteile meiner Firma für nen Euro kauft, komm ich auf die selbe Summe.

Wir kaufen dein Geschwätz, aber zahlen nix dafür

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