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Auto1: Berliner Milliarden-Startup gründet Fintech – mit Allianz und Deutscher Bank

Auto1-Gründer Christian Bertermann (l.) und Hakan Koç. (Foto: Auto1)

Auto1 bringt sein eigenes Fintech an den Start. „Auto1-Fintech“ soll eine Art Autobank für Gebrauchtwagenhändler sein. Mit an Bord sind die Deutsche Bank und die Allianz.

Zuletzt hatten Gebrauchtwagenhändler noch reihenweise gegen Auto1 geklagt, weil das Startup Mängel an Fahrzeugen verschwiegen haben soll. Jetzt könnten die Händler bald von einem neuen Geschäftsbereich der Gebrauchtwagen-Plattform profitieren. Denn das wertvollste nicht an der Börse notierte Startup Europas plant die Gründung eines eigenen Fintechs – gemeinsam mit den Partnern Deutsche Bank und Allianz, wie das Handelsblatt berichtet.

Auto1-Fintech soll Liquidität von Gebrauchtwagenhändlern erhöhen

Bei dem auf der Digitalkonferenz Noah präsentierten Auto1-Fintech soll es sich demnach um eine Art Hausbank für Händler von Gebrauchtwagen handeln. Diese könnten den Kauf von Gebrauchten dann schneller refinanzieren als das mit einer Hausbank im Rücken bisher möglich war. Derzeit dauert das im Schnitt rund zwei Wochen, wie Co-Gründer und -Chef Hakan Koç erklärte. Im Jahr 2017 haben laut Koç über 240.000 Autobesitzer ihren Gebrauchtwagen über die Auto1-Plattformen an Händler verkauft.

Koç zufolge sei das Fintech im Verborgenen schon seit Dezember 2017 am Start. Zuvor wurde der Launch ein Jahr lang vorbereitet. Händler können seitdem mit wenigen Klicks ihre Autokäufe über das Auto1-Fintech refinanzieren, wie das Handelsblatt schreibt. Für Auto1 und dessen Kunden eine „Win-Win-Situation“, wie Koç sagte. Denn die hauseigene Autobank erhöht die Liquidität der Händler. Diese können dadurch mehr Autos über die Plattform kaufen.

Auto1-Fintech kurbelt offenbar den Umsatz an

Erste Effekte beim Umsatz seien schon zu erkennen, meinte Koç gegenüber dem Handelsblatt. Schon nach rund fünf Monaten im Markt seien höhere Erlöse zu sehen. Detaillierter wollte Auto1 weder auf die konkrete Umsatzsteigerung noch auf die Investitionssumme für das Fintech eingehen. Klar ist bisher nur, dass Auto1, Deutsche Bank und Allianz gemeinsam die Mehrheit an Auto1-Fintech halten.

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