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Autonome Autos: Google-Schwester Waymo will nach Europa

(Foto: Sundry Photography/Shutterstock)

Google-Schwester Waymo erwägt einen Markteintritt mit seinen selbstfahrenden Autos in Europa. Zudem erweitert das Unternehmen die Partnerschaft mit Fiat-Chrysler.

Waymo hat seine Testfahrten mit autonomen Autos Anfang Juni erstmals außerhalb der USA absolviert. Im Zuge der Automotive-News-Conference im italienischen Turin brachte Waymo-Chef John Krafcik am Mittwochabend einen Markteintritt in Europa ins Gespräch.

Waymo-Autos fahren mit Level 4 in Italien

Auf offenen Straßen waren die autonomen Waymo-Autos während ihrer Testfahrten zwar nicht unterwegs. Dafür fuhren die Fahrzeuge des Modells Fiat Pacifica mit Level-4-Autonomie erstmals auf einem Testgelände nahe des Fiat-Chrysler-Hauptquartiers im italienischen Balocco – ohne Sicherheitsfahrer.

Google-Taxis: Waymo will in den USA im Herbst 2018 eine Ridesharing-Flotte auf die Straße bringen. (Foto: Waymo)

Wie das Handelsblatt berichtet, wurden insgesamt 70 Testfahrten durchgeführt, bei denen die Fahrzeuge alle sicherheitskritischen Entscheidungen selbst trafen. Die selbstfahrenden Autos wichen dabei Fußgängern oder Vögeln aus und interagierten mit anderen Fahrzeugen, die in ihre Spur hineinwechselten.

Waymo-Chef Krafcik sieht eine Chance, in Europa zu experimentieren

Während es sich bei den Fahrten nahe Balocco lediglich um Tests handelte, denkt Krafcik laut über die Expansion Richtung Europa nach. „Ich denke, es gibt für uns bei Waymo auch eine Chance, hier in Europa zu experimentieren“, sagte Krafcik. Die Marke Waymo würde in Europa indes weniger dominant sein als ansässige Marken, „die bereits sehr stark in Europa sind“, ergänzte er.

Waymo hat neben Zehntausenden Chrysler Minivans auch 20.000 Modelle des Elektroautos Jaguar I-Pace bestellt. (Bild: Waymo)
Waymo hat neben Zehntausenden Chrysler Minivans auch 20.000 Modelle des Elektroautos  Jaguar I-Pace bestellt. (Bild: Waymo)

Mit dieser Aussage impliziert Krafcik, dass Waymo in Europa tendenziell eher als Service-Anbieter und weniger als Betreiber eines autonomen Fahrdienstes antreten könnte. Laut Krafcik stehe Waymo im US-Markt bereits mit „verschiedenen Fahrservices“ in Verhandlungen mit dem Ziel, Waymos Fahrzeuge in ihre Netzwerke zu integrieren.

Unter anderem könnte er dabei auf Uber anspielen: Schon vergangene Woche erklärte Uber-Chef Dara Khosrowshahi, mit der Alphabet-Tochter über eine Kooperation zu sprechen. Waymo hält nach einem Vergleich Anteile an Uber mit einem Wert von 245 Millionen US-Dollar. Vorausgegangen war eine Klage seitens der Google-Schwesterfirma. Sie warf dem Fahrdienst-Vermittler Uber vor, illegal ihre Roboterwagen-Technologie zu nutzen. Nach einem fatalen Unfall hat Uber alle Testfahrten mit seinen autonomen Autos eingestellt.

Uber-Konkurrent Lyft wäre ein weiterer naheliegender Partner für die Waymo-Autos: Im Oktober 2017 hatte Alphabet eine Milliarde Dollar in den Uber-Rivalen investiert. Anfang 2018 kündigte Lyft an, nach Europa zu expandieren. Für Waymo wäre eine Lizenzierung der Dienste nur ein geschäftliches Standbein. Zu den weiteren Säulen von Waymo gehören eigene fahrerlose Fahrdienste, Logistik und die Kombination mit öffentlichen Verkehrsmitteln.

(Bild: Waymo)

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Einer der ersten Kunden für die Lizenzierung ist Waymo-Partner Fiat-Chrysler: Das Unternehmen kündigte an, die autonome Software künftig in eigenen autonomen Modellen einsetzen zu wollen. Da Waymo Großkunde von Fiat-Chrysler ist, hätte man auch nichts anderes erwartet: Die Alphabet-Tochter hatte Anfang Juni angekündigt, 62.000 Chrysler-Minivans zu autonomen Taxis umzubauen.

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