News

Autonome Autos: Tesla schnappt sich KI-Startup Deepscale

Tesla. (Foto: dpa)

Tesla hat sich das KI-Startup Deepscale geschnappt. Damit soll wohl das zuletzt arg gebeutelte Autopilot-Team aufgestockt und die Entwicklung autonomer Autos in dem Konzern vorangetrieben werden.

Im Mai hatten Insider von einem großen Stühlerücken im für die Entwicklung des für das autonome Fahren bei Tesla unerlässlichen Autopilot-Team berichtet. Demnach seien einige Manager geschasst und andere befördert worden. Tesla-Chef Elon Musk selbst soll das Ruder an sich gerissen haben. Jetzt gibt es frischen Wind in dem Bereich. Tesla hat das kalifornische KI-Startup Deepscale übernommen, wie CNBC berichtet. Dessen bisheriger CEO Forrest Iandola ist als hochrangiger Manager jetzt für das Machine-Learning zuständig.

Deepscale-CEO bestätigt Job bei Tesla

Eine offizielle Bestätigung für den Deal gibt es nicht. Die von CNBC zitierten Insider wollten sich nicht zu den Details der Übernahme äußern. Iandola hat allerdings auf seinem Linkedin-Profil Tesla als neuen Arbeitgeber ab Oktober angegeben. Seine Position bezeichnete er als „Senior Staff Machine Learning Scientist“ im Autopilot-Team. Seine Tätigkeit als CEO bei Deepscale kennzeichnete er mit September 2019 nach vier Jahren als beendet. Zudem ließ Iandola seine Linkedin-Kontakte wissen, dass er in Teslas Autopilot-Team zu arbeiten begonnen habe und sich auf die Arbeit mit einigen der „hellsten Köpfe im Bereich Deep Learning und autonomem Fahren“ freue.

Die von Deepscale entwickelte Technologie soll es Autoherstellern erleichtern, selbstfahrenden Autos einen besseren Überblick über die Umgebung zu verschaffen. Dabei setzt die Technologie auf in den meisten Autos ohnehin verbaute wenig leistungsstarke Chips. Diese sollen dank Deepscale genug Power bekommen, um die von Sensoren verfassten Daten zu verarbeiten und entsprechend Fahrwege zu planen und Systeme zu kontrollieren. Tesla hat eigenen Angaben zufolge zwar selbst Chips für das autonome Fahren entwickelt. Experten zweifeln aber daran, ob diese schon bald einsatzfähig sind.

Das im September 2015 gegründete Deepscale hat in einer Serie-A-Finanzierung im vergangenen Jahr 15 Millionen US-Dollar eingesammelt. Zu den Investoren gehörten neben dem milliardenschweren Investor Steven A. Cohen und dessen Fonds Point72 auch der von Siemens unterstützte Venture-Fonds Next47. Weitere drei Millionen Dollar hat Deepscale laut CNBC von einer Investorenrunde um den Mitgründer von Sun Microsystems Andy Bechtolsheim erhalten.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung