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Autonomes Fahren: 8 von 10 Deutschen befürchten Hackerangriffe

(Foto: metamorworks/ Shutterstock)

Fast die Hälfte der Bundesbürger glaubt, dass autonomes Fahrzeuge eines Tages Teil unseres Alltags sein werden. Dennoch bleiben viele Deutsche skeptisch, was die potenziellen Vorteile der Technologie anbelangt.

49 Prozent der Deutschen geht davon aus, dass autonomes Fahren in Zukunft Teil unseres Alltags wird und 44 Prozent der Bundesbürger können sich vorstellen, selbstfahrende Autos auch selbst zu nutzen. Das geht aus einer Befragung hervor, die vom Verein Deutscher Ingenieure (VDI) durchgeführt wurde. Die Befragung zeigt aber auch, dass viele Menschen hierzulande nach wie vor skeptisch gegenüber den möglichen Vorteilen des autonomen Fahrens sind.

Nur etwa die Hälfte der Befragten glaubt, dass selbstfahrende Autos die Sicherheit im Straßenverkehr verbessern könnten. Und nur 42 Prozent halten es für wahrscheinlich, dass autonome Fahrzeuge die Lebensqualität in Städten verbessern werden. Dass selbstfahrende Autos, beispielsweise durch die Vermeidung von Staus, zu Zeitersparnissen führen werden, glauben sogar nur 38 Prozent der Befragten.

Autonomes Fahren: Bürger und Experten schätzen Chancen unterschiedlich ein

Dass autonomes Fahren das Potenzial hat, den CO2-Ausstoß zu verringern, glauben laut der VDI-Befragung 42 Prozent der Bundesbürger. Experten des VDI gehen hingegen davon aus, dass sich Kraftstoffeinsparungen von 15 Prozent oder mehr durch intelligente Routenführung und eine automatische Anpassung der Geschwindigkeit erreichen ließen.

Acht von zehn Befragten fürchten, dass autonome Fahrzeuge Ziele von Hacker-Angriffen werden könnten. Außerdem will eine deutliche Mehrheit keine autonomen Busse oder Züge: 68 Prozent sprechen sich in der Befragung gegen einen fahrerlosen Nahverkehr aus. Jedoch glaubt etwa die Hälfte der Befragten, dass mit der Technologie die Preise für den Nahverkehr gesenkt werden könnten.

VDI-Präsident: „Wir brauchen Öffentlichkeitsarbeit, Bürgerdialoge und Beteiligungsmöglichkeiten“

„Wenn die gesellschaftliche Aufklärung und Information über tatsächliche Chancen und Risiken fehlt, wird das automatisierte Fahren scheitern“, erklärt VDI-Präsident Volker Kefer im Rahmen der Vorstellung der Studie in Berlin. Kefer fordert daher, dass die Bevölkerung durch Bürgerdialoge und andere Mitbestimmungsmöglichkeiten an der Ausgestaltung des autonomen Fahrens beteiligt wird. „Nur so können wir sicherstellen, dass die Potenziale des technischen Fortschritts auch allen zugute kommen.“

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Ein Kommentar
Khoa Nguyen
Khoa Nguyen

Ich denke, dass für den ersten Schritt erstmal das Fahren im halbautomatisierten Modus garantiert sein sollte für einen längeren Zeitraum bevor man dem Computer die vollständige Kontrolle überlässt. Wenn man sich die Entwicklungen im Bereich autonomes Fahren hier unter https://www.aaronn.de/com-hpc/ mal beobachtet, kann man doch optimistisch in Zukunft blicken.

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