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Autonomes Fahren: VW will mit chinesischem Uber-Rivalen zusammenarbeiten

Chinesische Daten für autonome VW-Autos. (Foto: josefkubes/Shutterstock)

VW will angeblich mit dem chinesischen Fahrdienstvermittler und Uber-Rivalen Didi Chuxing zusammenarbeiten. Das soll wertvolle Daten für die Entwicklung autonom fahrender Autos bringen.

Schon im November 2016 strebte Volkswagen (VW) eine Zusammenarbeit mit dem chinesischen Fahrdienstvermittler Didi Chuxing an. Das wertvollste Startup der Welt, das den US-Konkurrenten Uber aus dem chinesischen Markt gedrängt hat, denkt offenbar über einen Börsengang und eine Expansion in die USA nach. Jetzt will VW bei der Entwicklung von autonom fahrenden Autos von dem Datenschatz der Chinesen profitieren.

VW will Fahrzeugflotte von Didi Chuxing managen

Einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters zufolge steht VW kurz vor dem Abschluss eines Joint-Venture-Vertrags mit Didi Chuxing. Im Rahmen der möglichen Zusammenarbeit soll VW eine Flotte von rund 100.000 neuen Autos des Fahrdienstleisters managen. Zwei Drittel dieser Wagen sollen von dem Volkswagen-Konzern stammen, wie ein hochrangiger VW-Manager gegenüber Reuters sagte.

Auch die gemeinsame Entwicklung spezieller Autos nach den Bedürfnissen von Didi Chuxing sei angedacht. So würden 80 Prozent der Kunden allein fahren und seien nicht auf große Viersitzer angewiesen. Zudem seien weder ein aerodynamisches Design noch ein leistungsstarker Motor für die meist innerstädtischen Fahrten notwendig. Ebenfalls interessant: Der Großteil der Flotte soll künftig elektrisch angetrieben werden.

VW will mit Fahrdienstvermittler Didi Chuxing zusammenarbeiten. (Foto: Didi Chuxing)

Ein Sprecher des chinesischen Startups hat Reuters zufolge bestätigt, dass beide Unternehmen an den Details eines entsprechenden Vertrags arbeiteten. Zu den finanziellen Bedingungen eines möglichen Abkommens wurde nichts verraten. Allerdings solle VW einen Teil der Umsätze erhalten.

Sedric: Das ist VWs erstes Konzept eines selbstfahrenden Autos
Volkswagen Sedric. (Bild: Volkswagen Group)

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Wichtiger dürfte aber für den Konzern aus Wolfsburg ohnehin der mögliche Zugang zu den vielen Daten sein, die Didi Chuxing über seine Kunden sammelt. Das chinesische Unternehmen absolviert täglich rund drei Millionen Fahrten, hat eigenen Angaben zufolge fast eine halbe Milliarde Kunden. Dem VW-Manager zufolge soll das Volkswagen bei der Entwicklung von selbstfahrenden Autos helfen.

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