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Autoscout24 geht für 2,9 Milliarden Euro an einen Finanzinvestor

(Foto: Shutterstock)

Der Internetportal-Betreiber Scout24 verkauft seine Ableger Autoscout24 und Finanzcheck an den Finanzinvestor Hellman & Friedman.

Der Kaufpreis liege bei rund 2,9 Milliarden Euro, teilte das im MDax gelistete Unternehmen am Dienstagabend in München mit. Vorstand und Aufsichtsrat hätten dem Deal zugestimmt. Den Angaben zufolge könnte der Preis aber noch angepasst werden. Zudem müssen die Aufsichtsbehörden dem Geschäft noch zustimmen.

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Scout24 hatte die Gespräche mit Hellman & Friedman bereits am Montag bestätigt. Der Finanzinvestor hatte den Portalbetreiber erst vor gut vier Jahren an die Börse gebracht. Im Februar hatte er die Gesellschaft wieder zurückkaufen wollen. Sein zusammen mit Blackstone vorgelegtes Übernahmeangebot für das gesamte Unternehmen scheiterte jedoch an der fehlenden Bereitschaft der Aktionäre.

Scout24-Chef ist zufrieden

Scout24-Chef Tobias Hartmann ist mit dem Verkauf der Tochtergesellschaft Autoscout24 an den US-Investor Hellman & Friedman sehr zufrieden. „Wir werden Autoscout24 für einen Rekordpreis von knapp 2,9 Milliarden Euro veräußern“, sagte Hartmann dem Handelsblatt (Mittwoch). Das sei eine „ausgezeichnete Prämie“. Die Transaktion soll in der ersten Jahreshälfte 2020 abgeschlossen werden. „Einen Teil des Verkaufserlöses werden wir an die Aktionäre ausschütten, mit einem Teil werden wir Schulden tilgen“, sagte Hartmann dem Blatt. Die Summe bedürfe noch genauerer Abstimmung.

Anfang Juni erhöhte der aktivistische Investor Paul Singer mit seinem Hedgefonds Elliott seine Anteile an dem Konzern. Er forderte Scout24 auf, das Portal für den Autohandel zu verkaufen und sich auf Immobilienscout24 zu konzentrieren. Für das Autoportal hatten sich laut Medienberichten zuletzt auch andere Finanzinvestoren sowie der australische Online-Marktplatz Carsales.com interessiert. dpa

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Ein Kommentar
Mitch

Bei solchen Transaktionen sehe ich ja immer einen großen Teil des Geldes für die mit-verkauften Daten fließen. Ist ja immer toll, wenn die Daten der Benutzer als Assets des Unternehmens gelten ….

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