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Tschüss, Schadensmeldung: Axa startet Versicherungspolice per Blockchain

Der Versicherungskonzern Axa setzt auf die Blockchain. (Foto: dpa)

Als erster Versicherungskonzern bietet Axa ab sofort eine Police auf Basis der Blockchain-Technologie an. Mit Fizzy können sich Fluggäste gegen Verspätungen absichern – ganz automatisch.

Die Blockchain spricht sich immer mehr auch in den Vorstandsetagen namhafter Konzerne herum – zum Beispiel bei Axa. Als erster Großversicherer bringt das französische Unternehmen ein parametrisches Versicherungsprodukt auf Basis der Technologie hinter Kryptowährungen auf den Markt. Mit Fizzy – so der Name der Police – können sich Fluggäste gegen Verspätungen absichern.

Blockchain-Police entschädigt Fluggäste automatisch

Bisher mussten Fluggäste ihre Schadensersatzansprüche entweder direkt bei der Airline oder über eines der zahlreichen Online-Verbraucherportale geltend machen. Das kostete nicht nur Zeit, sondern mitunter auch Nerven. Mit der neuen Blockchain-Police von Axa soll dies angeblich der Vergangenheit angehören.

Sobald ein Nutzer die Fizzy-Police über die Website in Anspruch nimmt, werden sowohl der Kaufvorgang als auch die spätere Schadenmeldung im Verspätungsfall über die Blockchain abgewickelt. Axa setzt dazu auf die bekannte Ethereum-Blockchain, die auch als Plattform für Smart Contracts dient. Smart Contracts sind digitale Verträge, mit der sich beliebige Vorgänge zwischen zwei Parteien automatisch und ohne einen Mittelsmann verifizieren und ausführen lassen.

Axa startet Blockchain-Police: Die Website von Fizzy. (Screenshot: t3n.de)

Dieses Prinzip will sich auch Fizzy zu Nutze machen: Die Versicherungspolice ist über ein Smart-Contract-Netzwerk mit einer weltweiten Flugverkehrsdatenbank verknüpft, sodass Versicherte ab einer Flugverspätung von zwei Stunden vollautomatisch und ohne vorherige Schadenmeldung entschädigt werden. Nach Angaben des Branchenportals Versicherungswirtschaft heute soll der Kunde das Geld innerhalb von sieben Tagen auf dem Konto haben. Auch die Tarifierung erfolgt demnach automatisch durch vorgeschaltete Algorithmen.

Auch andere Konzerne setzen auf Blockchain

Axa experimentiert nicht als einziges Großunternehmen mit der Blockchain-Technologie. Erst kürzlich hatte eine Allianz aus Versicherern einen vollfunktionsfähigen Prototypen einer Blockchain-basierten Rückversicherung vorgestellt. Darüber hinaus wird die Technologie, die einen manipulationssicheren und dezentralen Datenaustausch ermöglicht, auch bei IBM und SAP eingesetzt.

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