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Die Bahn schafft das Bewerbungsschreiben ab

Die Bahn hat Probleme, neue Azubis zu finden. (Foto: dpa)

Weil die Bahn große Nachwuchssorgen hat, greift sie zu einer drastischen Maßnahme: Sie schafft das Bewerbungsschreiben ab.

Die Deutsche Bahn hat Probleme, neue Auszubildende zu finden. Um es Schülern leichter zu machen, will sie deshalb künftig auf Bewerbungsschreiben verzichten. Ab Herbst soll es möglich sein, über eine Onlineplattform nur noch Lebenslauf und Zeugnisse einzureichen. „Wir wollen es den Bewerbern so einfach wie möglich machen“, sagte Personalerin Carola Hennemann. „Für Schüler ist so ein Motivationsschreiben schon schwierig“, fügt die Leiterin für Personalgewinnung in Baden-Württemberg hinzu.

Die Bahn schafft Bewerbungsschreiben ab 2019 ab

Die Deutsche Bahn sucht dringend Ingenieure und Lokführer. (Foto: Jesus Fernandez/Shutterstock)

Dass kein Anschreiben mehr hochgeladen werden muss, soll ab 2019 zunächst für Azubis gelten. Der Staatskonzern will jedoch im Rahmen einer Testphase prüfen, bei welchen Stellen es noch sinnvoll ist, auf ein Anschreiben zu verzichten. Ganz generell möchte man die Hürden, um mit der Deutschen Bahn in Kontakt zu treten, so klein wie möglich halten. „Auch andere sind froh, wenn sie nicht so viel schreiben müssen. Wir prüfen die Motivation der Bewerber sowieso nochmal in einem Gespräch ab“, erklärt Hennemann weiter.

„Wir prüfen die Motivation der Bewerber sowieso nochmal in einem Gespräch ab.“

Der Konzern will dieses Jahr rund 19.000 Mitarbeiter einstellen, darunter 3.600 Auszubildende. Das ist auch notwendig, denn in den nächsten Jahren gehen etliche Tausende Mitarbeiter in Rente. Doch nicht nur die Bahn steht vor einer Pensionierungswelle, auch andere Unternehmer und Angestellte öffentlicher Verwaltungen suchen Leute. Besonders konkurrieren die Arbeitgeber beispielsweise um Ingenieure. Einen Engpass gibt es aber auch bei Lokführern. Die Bahn konkurriert schon seit geraumer Zeit mit privaten Wettbewerbern.

Seit Längerem nutzt die Bahn intern auch einen Bonusprogramm zur Personalsuche: Wirbt ein Mitarbeiter einen neuen Kollegen an, bekommt er 1.500 Euro extra. Um die Stellen zu besetzen, suchen die Verantwortlichen aber auch stärker im Ausland als früher. Vor allem aus Spanien und Griechenland sind schon Ingenieure nach Deutschland gekommen. Lokführer-Stellen für die S-Bahn in Stuttgart sind zuletzt auch mit Menschen aus Kroatien besetzt wurden. Auch Quereinsteigern gegenüber ist man offen.

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Ein Kommentar
Benny Lava
Benny Lava

Demnächst gibt es nur noch Bahnmitarbeiter, die nicht mal einen vollständigen Satz zustandebringen.
Man darf ja die Hürden nicht zu hoch legen.

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