News

Bahn-Konkurrenz: Flixbus sieht große Nachfrage für Locomore-Fernzug

Flixbus. (Bild: Joerg Huettenhoelscher / Shutterstock)

Seit drei Monaten haben die Fernzüge der Bahn wieder Konkurrenz auf der Schiene. Eine positive Zwischenbilanz zieht nun der Ticketverkäufer – ein Busunternehmen.

Locomore: Das Geschäft läuft für Flixbus

Gut drei Monate nach dem Neustart für den privaten Fernzug zwischen Berlin und Stuttgart zeigt sich Flixbus zufrieden mit dem Fahrscheinverkäufen. „Die Nachfrage nach intermodalen Verbindungen ist so groß, dass wir das Zugangebot bereits dauerhaft um zahlreiche Anschlussverbindungen mit dem Fernbus erweitert haben“, teilte Geschäftsführer André Schwämmlein der Deutschen Presse-Agentur mit. So nutzten viele Gäste aus dem Raum Stuttgart den Locomore-Zug bis Hannover und von dort den Flixbus nach Hamburg.

Der Locomore-Hamburg-Köln-Express wird im Dezember temporär wiederbelebt.

Rund 70.000 Zugfahrkarten hat das Busunternehmen nach eigenen Angaben bislang verkauft – verglichen mit vierteljährlich etwa 35 Millionen Fahrgästen in Intercity und ICE der Deutschen Bahn. Die Verbindung wird bei Flixbus aber nach eigener Prognose zu einem Fahrgastrekord an Weihnachten beitragen. Zumal für die Weihnachtszeit auch Fahrkarten für den Hamburg-Köln-Express verkauft werden, der für die Zeit vom 22. Dezember bis 2. Januar wiederbelebt wird.

Locomore wird seit August von Flixbus unterstützt. (Foto: t3n)

Flixbus: Kerngeschäft ist der Fernbusbetrieb

Damit kooperiert der Busanbieter nun wie schon in Tschechien und Österreich auch in Deutschland mit der Schiene. „Unser Kerngeschäft ist allerdings der Fernbusbetrieb, und hier liegt der Fokus auf dem Netzausbau in Deutschland und Europa“, stellte Schwämmlein klar. Zu den 500 Haltepunkten der grünen Busse im deutschsprachigen Raum sollen nach Plänen des Unternehmens von April an rund 140 hinzukommen.

Flixbus kritisierte, die eigenen Zugtickets würden im Buchungssystem der Deutschen Bahn nicht angemessen abgebildet. Ein Bahnsprecher bestätigte, dass im November zwei Locomore-Fahrten mit falschem Termin angeboten wurden. Dies habe aber auch mit widersprüchlichen Daten von Flixbus zu tun. Nach seinen Angaben laufen Gespräche mit Flixbus über die Darstellung von Locomore im Buchungssystem der Bahn. „Es wird niemand benachteiligt“, sagte der Sprecher.

Locomore hatte im Mai ein halbes Jahr nach dem Start wegen Insolvenz den Zugbetrieb eingestellt – das selbst gesteckte Ziel von 1.000 verkauften Fahrkarten pro Tag war nicht erreicht worden. Ende August kam der Neustart mit Hilfe von Flixbus. Wie beim Bus fährt Flixbus auch auf der Schiene nicht selbst, sondern verkauft die Fahrkarten für Partnerunternehmen. Den Locomore-Zug betreibt das tschechische Unternehmen Leo Express, beim Hamburg-Köln-Express (HKX) heißt der Partner BahnTouristikExpress GmbH aus Nürnberg. dpa

Weiterlesen:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.