News

US-Banken stoppen Kauf von Kryptowährungen per Kreditkarte

Bitcoin. (Foto: dpa)

Einige US-Banken wollen ihren Kunden den Kauf von Kryptowährungen per Kreditkarte untersagen. Damit soll das Risiko von Verlusten und Betrug minimiert werden.

Die schlechten Nachrichten für Bitcoin und Co. reißen nicht ab. Nachdem Facebook Werbung für Kryptowährungen und ICOs verboten hat, sich Hinweise auf Kursmanipulationen verdichten und die Regulierungsbemühungen verstärkt werden, ziehen jetzt einige US-Banken die Reißleine. JPMorgan Chase, die Bank of America und Citigroup haben angekündigt, den Kauf von Bitcoin und anderen Kryptowährungen mit ihren Kreditkarten zu unterbinden, wie Bloomberg berichtet.

Kryptowährungen unter Druck: Bitcoin-Kurs könnte weiter fallen. (Screenshot: Coinmarketcap/t3n.de)

Eine JPMorgan-Chase-Sprecherin erklärte, die Bank wolle sich von dem Risiko befreien, dem sie als Kreditkartenanbieter ausgesetzt sei, wenn die Krypto-Kurse weiter fallen und die Kunden ihre Schulden nicht bedienen könnten. Bei der Bank of America sind von dem Verbot sowohl Kreditkarten von Privat- als auch von Unternehmenskunden betroffen, aber nicht Debitkarten (EC-Karten). Bei der Citigroup hieß es ergänzend, dass die Bank die Marktentwicklung weiter verfolgen und die Richtlinien gegebenenfalls anpassen werde.

Für die Bankinstitute sind nicht nur die auf Pump gekauften Kryptowährungen in einem von Kursrückgängen geprägten Umfeld ein Problem. Die Banken sehen sich zudem dem Risiko von Kreditkartendiebstahl ausgesetzt – kaufen Diebe mit gestohlenen Kreditkarten Bitcoin oder andere Kryptowährungen, ist es schwer, das Ganze zurückzuverfolgen. Außerdem werden die Banken von Regulierungsbehörden unter Druck gesetzt, die ihnen vorschreiben, die Transaktionen von Kunden nach Geldwäscheaktivitäten zu untersuchen. Auch das ist deutlich schwieriger, wenn Kryptowährungen involviert sind.

Kryptowährungen: Kurse könnten weiter fallen

Der Bitcoin-Kurs hat sich in den vergangenen vier Wochen fast halbiert, auch die anderen Kryptowährungen haben zweistellige Verluste erlitten. Am Sonntag war ein Bitcoin nur noch rund 8.000 US-Dollar wert. Das Vorgehen der US-Banken und Finanzinstitute – auch Capital One Financial und Discover Financial Services hatten ihre Unterstützung von Kryptowährungen kürzlich beendet – könnte zu einem weiteren Kursverfall führen, da Kryptofans der Einstieg in den Markt erschwert wird. Laut der Kreditkartenfirma Mastercard hat sich der Trend zum Kauf von Kryptowährungen angesichts der fallenden Preise schon abgeschwächt.

Mehr zum Thema:

Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Ein Kommentar
ezhkov.vadim74
ezhkov.vadim74

the market of crypto currency can not be stopped. It is very difficult to fight against progress.
waiting for news from the main, as it seems to me the market leader in the future:
https://telegram.org/

Antworten
Abbrechen

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.