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Warum jetzt die Stunde Null der Banken ist

Aus Alt mach' Neu: Nur wenn etablierte Banken sich neu erfinden, haben sie eine Chance am Markt. (Bild: DPA)

Open-Banking-Ökosysteme, neue Technologien und steigende Kundenanforderungen fordern etablierte Banken heraus. Zur Erhebung des Status quo hat Capgemini Kunden und Bankfachleute befragen lassen.

Wie entwickelt sich das traditionelle Bankengeschäft im Angesicht der Disruption, die von Big-Tech- und Fintech-Akteuren vorangetrieben wird? Um das herauszufinden, haben Capgemini und Efma für ihren World-Retail-Banking-Report weltweit mehr als 10.000 Kunden aus dem Privatkundenbankgeschäft befragen und 60 leitende Bankfachleute aus 23 Märkten interviewen lassen.

Diese Faktoren begünstigen die Disruption im Bankensektor. (Grafik: Capgemini/Efma)
Diese Faktoren begünstigen die Disruption im Bankensektor. (Grafik: Capgemini/Efma)

Ein Ergebnis: Fast drei von vier Führungskräften (70,8 Prozent) haben angegeben, dass Kunden aufgrund positiver Erfahrungen aus anderen Branchen ihre hohe Erwartungshaltung entsprechend auf Bankdienstleister übertragen würden. Weiterhin hat eine Mehrheit von 58,3 Prozent auch den regulatorischen Druck als eine Ursache für die Erschütterungen im Bankensektor gesehen, während 54,2 Prozent die steigende Nachfrage nach einer Vielzahl digitaler Kanäle als Grund genannt haben. Überraschend ist, dass offenbar nur die Hälfte der befragten Executives der Ansicht sind, dass Technologien wie die Blockchain oder künstliche Intelligenz die Disruption begünstigen.

Wettbewerb mit neuen Anbietern

Da traditionelle Grenzen zwischen verschiedenen Branchen mehr und mehr verschwimmen, sehen sich viele Banken offenbar verstärkt im Wettbewerb mit neuen Anbietern, die gezielt Dienstleistungsnischen in der Wertschöpfungskette besetzen. Weiterhin verändern fortschreitende Digitalisierungsprozesse und impulsartig auftauchende neue Technologien die Vorgehensweisen der Banken.

Das sind die fünf wertvollsten Krypto-Währungen der Welt
Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden US-Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018) (Foto: Shutterstock/Julia Tsokur)

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„Fintechs, Big-Techs und Nichtbanken sind dabei, sich neben den traditionellen Banken in verschiedenen Bereichen des Marktes zu positionieren. Hierbei dreht sich insbesondere im Privatkundengeschäft alles um die Zufriedenheit der Kunden bei der Interaktion mit ihrem jeweiligen Finanzdienstleister”, sagt Klaus-Georg Meyer, Leiter Business & Technology Consulting für Finanzdienstleister bei Capgemini in Deutschland.

„Digitale Transformation für sich nutzen”

„Customer-Journeys werden neu gestaltet und zusätzliche Umsatzquellen erschlossen.“

Mit der Entstehung neuer, offener Ökosysteme, die Bankdienstleistungen mit anderen Dienstleistungen verbinden und hierbei den Kundennutzen sowie die -zufriedenheit in den Mittelpunkt stellen, gebe es für Banken nun eine Chance, die digitale Transformation durch zielgerichtete Partnerschaften für sich zu nutzen, glaubt er. „Customer-Journeys werden hierbei neu gestaltet und zusätzliche Umsatzquellen erschlossen.”

Warum Kundenzentrierung im Geschäftsmodell eine wesentliche Rolle spielen sollte. (Grafik: Capgemini/Efma)
Warum Kundenzentrierung im Geschäftsmodell eine wesentliche Rolle spielen sollte. (Grafik: Capgemini/Efma)

Trotz zunehmender regulatorischer Vorgaben, branchenfremder Konkurrenz, neuer Technologien und anspruchsvoller Kundenerwartungen (siehe Grafik), könnten Banken diese Veränderungen auch zum eigenen Vorteil nutzen, schreiben die Studienautoren. Mit 70,8 Prozent ist sich die Mehrheit der Führungskräfte im Bankensektor sicher, dass durch die Zusammenarbeit mit Fintech- und Big-Tech-Anbietern neue Erträge generiert werden können, sei es durch die Entwicklung neuer Dienstleistungen oder beim Vertrieb von Fremdprodukten über eine Marktplatzplattform. 

Banker mit Interesse an Big Data

Die meisten Banken glauben offenbar außerdem, dass es weitere, bislang noch ungenutzte Möglichkeiten gebe, mit denen sie erhobene Daten strategisch sinnvoll und adäquat nutzen könnten, um damit das Kundenerlebnis zu verbessern: 87,5 Prozent der Führungskräfte wollen mit Kundendaten eine reibungslosere Customer-Journey ermöglichen, beziehungsbasierte Preise (75 Prozent), personalisierte Treueprämien (58,3 Prozent) sowie Produkte und Services für entsprechende Phasen im Vertrieb entwickeln (54,2 Prozent).

Der Retail-Banken-Sektor befinde sich „an einem Wendepunkt” und müsse seine zukünftige Rolle im offenen Bankensystem bestimmen, sagt Vincent Bastid, Generalsekretär von Efma. Es bestehe die Möglichkeit, durch Zusammenarbeit und Neuerfindung innovativ zu sein. Es sei „eine spannende Zeit im Bankwesen tätig zu sein”, da sich Regulierung, Innovation, Wettbewerb und Kooperationen vereinen, um die Bank der Zukunft zu gestalten.

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"Immer noch unbestritten die Nummer eins unter den Kryptowährungen: Bitcoin mit einer Marktkapitalisierung von rund 280 Milliarden US-Dollar. (Stand: Anfang Dezember 2018)"

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