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Dieses Bankkonto können Entwickler nach Belieben umprogrammieren

Root ist ein programmierbares Bankkonto für Entwickler. (Foto: Root)

Ein südafrikanisches Startup bringt demnächst ein programmierbares Bankkonto an den Start. Was man damit anstellen kann, dürfte vor allem Entwicklern gefallen.

Normalerweise stehen sich innovative Fintechs und traditionelle Banken zähneknirschend gegenüber, wenn es darum geht, neuartige Finanzdienstleistungen an den Kunden zu bringen. Zwar gab es in den vergangenen Jahren immer wieder Kooperationen auch in Deutschland. Wegen regulatorischer Hürden kommen viele Produkte jedoch nur selten ohne technische Kompromisse aus. In Südafrika, bisher nicht als Fintech-Hochburg bekannt, soll sich das jetzt ändern.

Root bringt Bankkonto für Entwickler

Zum programmierbaren Bankkonto gehört auch eine Kreditkarte. (Foto: Root)

Mit Root, einer Ausgründung der Jobplattform Offerzen, soll demnächst ein programmierbares Bankkonto an den Start gehen. Das primär für Softwareentwickler gedachte Konto bietet angeblich Zugriff auf mehrere APIs, sodass es vom Inhaber selbstständig um zahlreiche Funktionen erweitert werden kann. Auch eine Kreditkarte ist Teil des Bankkontos, das in Kooperation mit der Standard Bank angeboten wird.

Automatische Budgetierung denkbar

Welche Möglichkeiten ein solches Kontomodell für Nutzer bietet, schildern die Root-Macher auf ihrer Website. Demnach ließe sich die Kreditkarte so programmieren, dass sie nur zu bestimmten Zwecken genutzt werden kann, etwa für Taxifahrten oder Lebensmittel-Einkäufe. Nutzer können auf Basis von Javascript dann beliebige Limits oder Wenn-Dann-Funktionen definieren.

Anders als bei üblichen Bankkonten seien außerdem eine automatische Budgetierung und individuelle Benachrichtigungen bei Zahlungseingängen denkbar. Auch die Programmierung von Sparplänen soll möglich sein. Da das Bankkonto auch eine Online-Banking-Oberfläche im Web sowie eine mobile App beinhalten soll, könnten Entwickler das Interface auch optisch umgestalten.

So sieht das Bankkonto für Entwickler aus
(Screenshot: Root)

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Geschäftsmodell noch unklar

Bislang befindet sich Root noch in einer geschlossenen Testphase. Über die Frage, wie das Bankkonto in Zukunft monetarisiert und ob es vielleicht Kontoführungsgebühren geben wird, schweigen sich die Macher aus. Bis Ende Juni soll das Konto für Kunden verfügbar sein, vorerst allerdings nur in Südafrika. Ob und wann auch deutsche Entwickler es nutzen können, ist zwar nicht bekannt. Ein interessantes Beispiel für die Zukunft des Bankings ist es aber allemal.

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