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BarCamp 2.0: Das SummerCamp 2010 – Ein Prototyp für Unkonferenzen im Web 2.0 Stil

Am vergangenen Wochenende trafen sich etwa 50 webaffine Menschen in der beschaulichen Kleinstadt Alfeld und redeten über das Internet. Was sich für Unbeteiligte höchst unspektakulär anhört, werden die Teilnehmer des SummerCamp 2010 selbst wohl nicht so schnell vergessen. Viele bezeichneten es als das „Web-Event des Jahres“. Vielleicht werden sie es sogar nie vergessen, denn das Konzept hinter dem Event war neu, anders und in allen Belangen erfolgreich. „Wissen tauschen und Kontakte knüpfen“ hieß das Motto und es wurde zum Programm.

BarCamps gibt es viele, in größeren und kleinen Städten, für spezielle oder auch breitere Themen. Dort treffen sich Leute, die zu dem Thema des BarCamps nicht nur etwas hören wollen, sondern auch etwas zu sagen haben. In der Regel beschränkt sich das dann allerdings auf die „Sessions“ - im Anschluss geht man mit dem neuerworbenen Wissen und dem Gefühl, eigenes Wissen an andere Interessierte weitergegeben zu haben, zufrieden nach Hause. Die einen mehr, die anderen weniger.

Das SummerCamp war anders. Zwar gab es auch hier sehr interessante Sessions, wie beispielsweise die SEO-Linkbuildung-Session von Alan Webb. Auch die Session zum Thema „Personal Branding“, in der Marc Marius Müller uns erklärte, dass es bei der Markenbildung nicht nur um Produkte oder Unternehmen geht, sondern auch um Personen, war äußerst interessant. Doch ganz ehrlich gesagt waren die Sessions nur das abrundende Beiwerk.

Übersichtliche Räumlichkeiten sorgten für eine entspannte Atmosphäre (Bild: Kai Thrun)

Schon am Freitag hatte der Organisator Kai Thrun zu einem gemütlichen come2gether eingeladen, wohl nichtahnend, dass es so viele Leute annehmen würden. Ob nun beabsichtigt oder nicht, am diesem Abend entwickelte sich eine Gruppendynamik, die die gesamte Veranstaltung prägte und die noch bis heute anhält. Man hatte reichlich Raum und Zeit sich ungezwungen kennenzulernen, auszutauschen, zu twittern. Unterstützt wurde das durch eine sehr entspannte Atmosphäre im Schatten der Villa Ruhe. Und die musste man nicht mal zum Schlafen verlassen, weil die meisten Teilnehmer direkt in der Villa untergekommen waren.

Der Samstag war dann der Tag der Sessions. Es gab reichlich Informationen und zwischendurch in den Pausen immer wieder Raum und Zeit für persönliche Gespräche. Nach dem eigentlichen Programm ging es beim Grillen wieder nahtlos ins Socializing und Networking über. Ich kann mich nicht erinnern, auf irgendeiner anderen Veranstaltung so viele gute Gespräche geführt zu haben. Wie auch schon am Freitag, ging das inoffizielle Programm bis weit nach Mitternacht.

Das gemeinsame Grillen war erst der Anfang... (Bild Kai Thrun)

Und genau da liegt wohl der entscheidende Unterschied zu anderen BarCamps. Mit steigender Größe der Veranstaltung ist es fast zwangsläufig so, dass sich eine Grüppchenbildung mit Personen einstellt, die sich eh schon kennen. Auch beim SummerCamp standen nicht immer alle Personen im Kreis, aber die einzelnen Gruppen waren sozusagen im Fluss - es gingen Leute und es kamen neue dazu. Die Teilnehmerzahl von rund 50 Leuten war hier sehr förderlich, bei 200 Teilnehmern, wie sie andere BarCamps schon mal haben, wäre das sicher schwierig gewesen.

Am Sonntag gab es dann weitere sehr spontane Sessions, bei denen Diskussionen im Mittelpunkt standen. Man könnte sogar sagen, dass das Socializing spätestens jetzt auf die Sessions abgefärbt hatte. Die Abreisenden, die ihre frühen Züge erreichen mussten, verabschiedeten sich, als wäre man wochenlang zusammen im DschungelCamp gewesen. Logisch, dass dann eine wohl beispiellose Vernetzungswelle ihren Anfang nahm. Twitter, Xing, Facebook, LinkedIn. Es gibt wohl kaum jemanden, der nicht mindestens ein dutzend neue Kontakte bekommen hat.

Hielt am Sonntag einer Session zur Vermarktung von Blogs, Organisator Kai Thrun

Kritik - es gibt sie nicht!

Auf BarCamps treffen meist viele unterschiedliche Personen zusammen, die alle unterschiedliche Vorstellungen und Erwartungen an die Veranstaltung haben. Im Anschluss gibt es deshalb eigentlich immer etwas zu kritisieren, sei es am Essen, an der Location, an den Sessions und auch daran, dass es kein Wlan gab und es auch noch was gekostet hat.

Beim SummerCamp gab es Wurst auf die Hand, 4er oder 6er Zimmer im Stil einer Jugendherberge, Salsa-, Rap- und Tischtennis-Sessions und kein freies Wlan für alle. Sicher genügend Ansätze für vielfältige Kritik. Doch sie blieb aus. Der Grund dafür liegt sicherlich im überzeugenden Gesamtkonzept der Veranstaltung, das keinen Teilnehmer nach Kritikpunkten suchen ließ.

Die Zufriedenheit der Teilnehmer konnte man auch sehr schön bei Twitter verfolgen. Der Hashtag #sca10 war zeitweise sogar unter den Trending Topics für Deutschland zu finden. Bei knapp 50 Teilnehmern schon sehr bemerkenswert.

BarCamp 2.0 - Die Zukunft der Unkonferenzen?

Kleine BarCamps mit einem Schwerpunkt auf Vernetzung, wie es das SummerCamp vorgemacht hat, könnten die Zukunft sein. Sie lassen sich auch in einer Kleinstadt - oder eben gerade in einer Kleinstadt - gut organisieren und ziehen trotzdem Teilnehmer aus ganz Deutschland an. Sie dürfen auch ruhig etwas kosten, wenn sie dafür unabhängig von großen Unternehmen bleiben, die ein solches Event schon gerne mal als Werbebühne betrachten.

Ich persönlich glaube ganz fest an ein solches Modell. Und auch wenn es sich nicht auf andere Events ausweiten sollte, im nächsten Jahr wird es sicher ein #sca11 geben, in welcher Form auch immer.

Die Villa Ruhe am Sonntagmorgen

Weitere Stimmen zum SummerCamp Alfeld

Viele Fotos vom SummerCamp 2010 gibt es unter anderem hier...

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35 Reaktionen
Paul Ostroff

I am really adoring the actual theme/design in the internet world wide web internet site. Do you ever run into any sort of browser if it's compatible troubles?

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paulinepauline

Hm, stimme FranZ zu. Die unterschwellige Kritik an anderen Barcamps, die in diesem Artikel mitschwingt, ist nicht nett. Das Summercamp mag anders gewesen sein, das macht andere Barcamps aber nicht schlechter.

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Oliver

Hm, Franz heißt immer noch Franz und nicht Frank ;)
Und vieles was in A. wohl primna war gab es auch beim Barcamnp Bodensee 2008 und 2010. Kommt gern vorbei (ob 2011 oder 2012 ist noch offen. TN-Beiträge sind nicht geplant ;)

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Monika Meurer

Beim Almcamp können wir nicht mehr als 40 Teilnehmer unterbringen und wir hatten letztes Jahr Schwierigkeiten Sponsoren zu finden.
Es ist wirklich eine tolle Stimmung auf kleinen Barcamps, aber gerade für Sponsoren sind größere Teilnehmerzahlen interessanter...

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Sven

Hallo zusammen,

ich habe mich ja bisher, bis auf meinen Blogbeitrag nicht hier beteiligt.

Auch habe ich nicht vor hier weiter in "stressige Diskussionen" zurück zu fallen. Aber auch ich finde beide Meinungen und Größen von Camps durchaus berechtigt. Vielleicht spricht man damit auch (gänzlich) unterschiedliche Zielgruppen an.

Der, der zum ersten Mal auf ein Camp fährt fühlt sich unter Umständen sogar wohler auf kleineren Camps. Eher familiärer und einfacher Leute kennen zu lernen. Das nächste Camp, wo dieser dann schon mehr Leute in "real Life" kennt kann dann schon größer sein.

Was aber aus meiner Sicht für kleine Camps spricht ist die "Vernetzungspower". Man konnte in Alfeld mit jedem sprechen, zumindest kurz und vernetzte sich so unmittelbar danach via FaceBook, Twitter oder Xing.

Auf großen Camps gibt es sicher mehrere Themen und man spricht mehr unterschiedliche Leute an. Daher würde ich es nicht als "dies oder das" sondern als Berechtigung für alle Größen sehen.

Also: Alle zurück in den Sandkasten. Friede-Freude-Eierkuchen oder so, hat meine Oma früher gesagt.

Auf weitere, spannende Camps.

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toellby

Ja Tante Eveline.
Ich will jetzt auch nicht mehr böse sein und böses sagen oder böses tun...

:D

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Jürgen Mayer

Ich sag jetzt nichts mehr dazu ... lassen wir die geschichte auf sich beruhen und vielleicht bin ich in Hamburg dabei.

Ich diskutiere ja auch gerne ;) ... bis dann.

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Kai Thrun

So Freunde der Sonne, wir (Frank und ich) haben die Verkettung der Missverständnisse kurz am Telefon geklärt. Letztlich ist es so, dass wir zwar unterschiedlicher Meinung sind auf Grund unterschiedlicher Erfahrungen, uns zum Bedauern der Allgemeinheit aber nicht die Augen auskratzen werden. Tut mir leid.

Wer einem Nachgespräch über Anekdoten zu diesem Thema beiwohnen möchte, ist auf dem BarCamp Hamburg dazu hiermit aufgefordert. (sofern ich einen Platz erwische)

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Eveline3112

Leute, bisserl mehr Toleranz in alle Richtungen schadet uns allen auf dieser Welt nicht ...
Wir leben Gott sei Dank in einem freien Land und können kommen und gehen wie wir wollen und unsere Meinung offen aussprechen...Wenn alle sich dabei an die Regeln des Anstands halten und niemanden "dissen", dann können wir auf jedem BarCamp, egal wo, egal wie groß oder klein, egal ob kostenlos oder überteuert, ob mit oder ohne Sponsoren aufeinander treffen und Spaß haben.
Also vertragt Euch jetzt gefälligst ;-)

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Max

Jungs! Jungs! Habt ihr das auch wirklich gelesen was Franz geschrieben hat?
Er kritisiert in keinerlei Hinsicht das Summercamp! Er beschreibt nur das in dem Artikel relativ grundlos auf größere Barcamps eingedroschen wird.

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Dominik

Öh, kann es sein, daß Euch entgangen ist, daß Franz nicht das BarCamp kritisiert, (ganz im Gegenteil, er schreibt, daß es wünschens- und unterstützenswert ist, BarCamps jeder Größe, ob das nun mit 10, 50 oder 100 Teilnehmern ist, zu haben) sondern die Tatsache, daß im Hauptartikel in jedem zweiten Satz (relativ grundlos) BarCamps mit größerer Besucheranzahl kritisiert werden.

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Torsten

@Franz: Wärst du dabei gewesen, würdest du das vielleicht auch anders sehen. Ich selbst habe schon einige Barcamps, große wie kleine, miterlebt. Und das #sca10 war wirklich mit Abstand das beste.

Es muß auch nicht immer alles kostenlos sein. Klar, von irgendwelchen dreistelligen Teilnahmebeträgen halte ich bei Barcamps auch nichts, aber so wie Kai es organisiert hat war es für mich (und die anderen Teilnehmer) wohl schon okay. Beträge wie die von Kai verlangten kann sich glaub jeder leisten, selbst die ach so armen Studenten die dann voll cool ihr iPhone aus der Tasche ziehen. ;-)

Auch die Sponsoren wollen letztlich irgendeine Gegenleistung bekommen, sprich im Gesamten muß es sich auch für die lohnen, sonst sparen sie sich das nächste Sponsoring. Da ist auch nichts dran auszusetzen.

Macht man etwas komplett kostenlos hat man zudem immer mit einer gewissen NoShow-Rate zu kämpfen, das kann man häufig durch (geringe) Teilnahmebeträge umgehen.

Von daher Franz, komm einfach zum #sca11 und überzeuge dich daß die hier von allen ausgedrückte Begeisterung nicht überzogen war.

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toellby

Wenn man hätte suchen wollen, man hätte sie bestimmt finden können, die Kritik!

Aber warum? Ich bin selbst Teil einer solchen Veranstaltung, nichts ist immer perfekt und niemand denkt _an alles_. Ich seh das selbst relativ simpel: Will ich suchen, zB weil ich keinen Bock hab, in nem 4er Zimmer zu schlafen, dann muss ich mir nen Hotel nehmen.
Habe ich keinen Bock auf "Wurst auffe Hand" muss ich mir nen Dönerstand o.ä. suchen. Dass es kein WLAN für alle gab, war doch absolut kein Problem. Zum einen, weil O2 Sticks verteilt hat und zum andern, weil nun wirklich fast jeder sein eigenes "WLAN" dabei haben. @sauerstoff und ich haben sogar mehreren freie Plätze auf unseren Huawei MiFi-Spots angeboten.
Und das ist der eigentliche Erfolg des Camps: die Leute haben sich verstanden.
Sicher, man kann nicht mit jedem reden (was mir zB auch leid tut) und nicht mit jedem stimmt die Chemie, aber eben genau das, der Wille etwas gut werden zu lassen weil einem die Idee gefällt, entscheidet über Gelingen oder Scheitern einer solchen Veranstaltung.

Gehe ich von Anfang an ran und versuche Kritikpunkte zu finden, um nachher ein virtuelles Geschlechtsteilmessen in BarCamp-Ausrichtung zu veranstalten, kann ich keinen Spass haben.

Und, ganz ehrlich, dafür sind mir meine Samstage zu schade, um miesepetrig auf nem BarCamp rum zu hocken und alles und jeden shayze zu finden, nur weil ich die Wurst anstatt auf Teller mit Goldrand auf nem Pappdeckel essen muss...

btw., nach all dem Lob: Kaffee hab ich keinen gehabt, und dabei hätte ich zwischen o9.3o und 1o.15 (bis zum ersten RB) welchen nötig gehabt! ;)

Antworten
Jürgen Mayer

Erstmal stösst mir unheimlich auf, dass gerade ein einziger Mensch (Franz Patzig, siehe Kommentar), der nicht am SummerCamp teilgenommen hat ein Haar in der Suppe sucht und zu finden glaubt.

Ich als Teilnehmer des SCA10 kann so manche Deiner Sätze ganz einfach widerlegen, ganz einfach damit, dass Du nicht da warst und Dir aus diesem Grund eine Meinungsbildung nicht möglich ist.

Franz, ich finde Deine Reaktion so typisch ... sorry ... deutsch, erstmal zu graben, ob man nicht was Negatives findet und wenn nicht reimt man sich halt etwas zusammen.

Du solltest das Urteil in diesem Fall den Teilnehmern überlassen, die einstimmig positives Feedback abgaben ohne jegliche Kritik. Was auch zeigt, dass hier die richtigen Menschen zusammen kamen und nicht die sonstlichen Nörgler. Und darüber bin ich froh.

Und genau weil die Teilnehmer auf einer Linie waren ist das SummerCamp zu einem großen Erfolg geworden. Die Kombination aus Kai Thrun`s Orga und die Teilnehmer haben ein unvergeßliches Event geschaffen.

Akzeptier es einfach wie Kai schrieb "Du bist nicht der Mittelpunkt der Erde" und ja vielleicht solltest Du bei einem eventuellen SCA11 erscheinen und Dir einen Meinung bilden, denn nur dann kannst Du ein Urteil abgeben.

In diesem Sinne, Jürgen

Antworten
Franz Patzig

Ich kann leider nicht ganz verstehen, was Du meinst. Ich spreche dem Summercamp keinerlei Qualitäten ab. Was ich kritisiere sind die Vergleiche durch den Autor, die einfach nicht richtig sind. Deswegen läuft Dein Kommentar ziemlich an dem vorbei was ich bemerken wollte. Ich schlage vor, Du liest einfach noch mal richtig, was ich geschrienen habe und dann können wir uns gerne weiter unterhalten.

Antworten
Enrico

@Frank

Ich kann Deine Intention durchaus verstehen, wenn auch nicht teilen. Natürlich hat Kai das BarCamp nicht neu erfunden, warum auch? Trotzdem war das SummerCamp ein besonderes BarCamp. Denn neben dem fachlichen Austausch stand der persönliche Charakter und führte eben zu dieser Vernetzungswelle - die durchaus besonders ist. Des Weiteren solltest Du beachten das diese rund 50 Menschen aus allen möglichen Bereichen kamen, nicht nur regional sondern auch fachlich. Als zur Vorstellungsrunde ein Bauigenieur etwas über Beton-was-weiß-ich erzählen wollte wurde mir das bewußt.

Diese Mischung hat es aber allen Teilnehmern ermöglicht nicht in der eigenen Suppe zu schmoren sondern völlig neue Blickwinkel zu erfahren, Sichtweisen die uns sonst wahrscheinlich entgangen wären.Und das war für mich sehr, sehr wertvoll. Und es wäre durchaus wünschenswert bei einer solchen Veranstaltung nicht immer nur "Web-Fuzzies" dabei zu haben - um eben den Blick über den Tellerrand zu schaffen.

Antworten
Kai Thrun

Hallo Frank,

vielen Dank für deine ausführliche Rückmeldung, auch wenn es mich wundert, dass es so lange gedauert hat, bis der erste Schluckauf bekommt. Ob Du die Impressionen nun für richtig oder falsch hältst, darüber werde ich mit dir nicht debattieren, da ich auch deine Meinung respektiere. Allerdings kann ich deinem verzerrten Realitätsbild nicht zustimmen, auch wenn dies niemand hören mag. Das kommt dem, wie Du so schön sagst, Blödsinn der sonst so über 2.0 propagiert wird.

1. klar, kann alles nichts muss. Und? Im Text steht nur, dass es so war, nicht dass es auf anderen BarCamps nicht so wäre.

2. weil es einfach so ist. Ich kenne viele Leute, die auf den letzten BarCamps mit weniger als 5 neuen Kontakten nach Hause gegangen ist. Das muss nicht zwingend so sein, aber kann mit unter. Auf dem SummerCamp ist soweit mir bekannt niemand unter 20(!) neuen Kontakten nach Hause gefahren.

3. Da stimme ich Dir zu, wobei Salsa, Rap und Tischtennis doch schon ungewöhnlich ist, oder?

4. Falsch! 50 Leute - 1 Meinung und das ist der eklatante Unterschied auch wenn Dir das nicht passen sollte. Ob es nun einfacher ist oder nicht, hängt meiner Meinung nach auch von den persönlichen Fähigkeiten ab. Ich lasse mir allerdings als Alleinorganisator hier sicherlich nicht die Butter vom Brot nehmen. Man kann auch mit 20 Leuten ein geiles oder ein bescheidenes BarCamp auf die Beine stellen.

Zu den folgenden Punkten werde ich mich nicht äußern, da man anhand deines Schreibstils schon ableiten kann, dass es schlicht und ergreifend darum ging Kritikpunkte zu suchen und mit inhaltslosen Platzhaltern zu füllen. Dabei ist es mir ehrlich gesagt scheißegal, wie viele BarCamps und wo Du schon organisiert hast. Ich hatte bis zu diesem Post eine recht hohe Meinung von Dir, weil ich dich für jemanden gehalten habe, der eben weniger labert sondern macht. Aber der Neid, der einem entgegen schwemmt ist schon fast widerlich. Aber darüber wirst Du sicherlich mit Gleichgesinnten hinter den Kulissen austauschen können.

Jedes BarCamp ist anders, weil die Veranstalter Dinge anders handhaben. Was Du nun wie gemacht hast, ist eben dein Stil. Das heißt aber noch lange nicht, dass es der Königsweg ist. Dadurch dass man etwas öfters macht, wird es ja nicht besser.

Angesichts dessen, dass sich auf einmal Leute mit einem ernsthaft unterhalten, die einen vorher nicht mal mit dem Arsch angeguckt haben, zeigt mir allerdings einiges richtig gemacht zu haben. Diesen Fakt beziehe ich allerdings nicht auf dich, da wir bisher keine Berührungspunkte hatten.

Letztlich möchte ich Dir, lieber Frank, einen Satz mit auf den Weg geben über den jeder von uns stets im Kopf haben sollte, wenn er sich im Web bewegt: "Du bist nicht der Mittelpunkt der Erde."

Antworten
Franz Patzig

Ich habe den Bericht gelesen und freue mich, dass BarCamps sich immer weiter ausbreiten und dass Leute dort eine spannende und angenehme Zeit haben.

Trotzdem habe ich ein paar Anmerkungen, da im Bericht inhaltlich zum Teil arg übertrieben wird und vieles einfach falsch ist. Das finde ich in sofern ärgerlich, da andere BarCamps zu unrecht kritisiert werden. Besser wäre gewesen, einen schönen Bericht über Summercamp zu schreiben, aber den Blödsinn über andere wegzulassen. Das war nicht nötig. Hier meine Kritikpunkte:

1. Auch bei anderen BarCamps gibt es ausreichend Gelegenheit zum Socializing und Networking. Fast jedes Camp bietet am Tag vorher eine Party an und an den Tagen selbst bis in den späten Abend Leute kennenzulernen, mit Ihnen zu reden und neue Kontakte zu knüpfen. Manchmal (leider zu selten) gibt es auch Gelegenheit in den Veranstaltungsräumen zu übernachten. Wenn das Wetter warm genug ist und Platz vorhanden ist, kann auch gegrillt werden.

2. "Mit steigender Größe der Veranstaltung ist es fast zwangsläufig so, dass sich eine Grüppchenbildung mit Personen einstellt, die sich eh schon kennen." Wieso soll das zwangsläufig so sein? Ich kenne niemanden, der von einem BarCamp, klein oder groß, nicht mit einer Reihe neuer Kontakte nach hause geht. Diese Aussage ist einfach Unsinn.

3. Spontane Sessions: gehören bei BarCamps zum Konzept und sie finden überall und auf jedem BarCamp statt. Das hat nichts mit der besonderen Form des Socializing in Aalfeld zu tun. Das ist einfach so - und das ist gut.

4. Kritik: 50 Teilnehmer, 50 Meinungen, 300 Teilnehmer, 300 Meinungen. Als Organisator drückt man der Veranstaltung immer ein Stück weit seinen Stempel auf. Es ist natürlich leichter, ein Camp mit nur 50 Personen zu organisieren. Bei größeren Camps muss aber schon ein bisschen professioneller an die Sache herangegangen werden, schon alleine wegen der Logistik, die zu leisten ist. Dabei ist es egal, ob es im Jugendgerbergstil oder etwas luxuriöser ist. Kleine Camps haben ihre Vor- und Nachteile, so wie große auch. Den Vergleich hier würde ich nur verstehen, wenn Camps gleicher Größe verglichen würden.

5. BarCamp 2.0. Es gab schon immer große und kleine Camps und jedes hatte Vor- und Nachteile. Vernetzung war immer schon ein Schwerpunkt, das ist also auch nicht neues. Das Summercamp hat hier nichts vorgemacht. Mit ausreichender Energie lässt sich überall ein Camp organisieren. Dass es hier in einer Kleinstadt stattgefunden hat ist wunderbar, reizvoll und wünschenswert. Ich hoffe auch, es gibt mehr davon.

6. Was die Sponsoring betrifft: a) BarCamps sollten so weit wie möglich kostenfrei bleiben, weil dann JEDER die Chance hat teilzunehmen b) Die Sponsorengelder werden genau dazu verwendet und jedes einzelne Camp wird so modelliert, dass zuerst die Location kostenlos ist, dann Essen/Getränke frei sind - und wenn es dann noch für ein T-Shirt als Erinnerung ausreicht, um so besser.

6. Sponsoren: Der Aussage, dass Sponsoren BarCamps als Werbebühne betrachten, widerspreche ich ganz energisch. Die Firmen, mit denen ich bei den mittlerweile 15 BarCamps in Deutschland (und auch in China) zusammengearbeitet habe, haben sich als Sponsoren immer absolut vorbildlich verhalten, die Veranstaltungen mitnichten als Werbebühne genutzt und sogar im Gegenteil durch Austausch von ihrem Wissen zu den Veranstaltungen beigetragen. Dazu haben Startups, kleine und große Unternehmen, aber auch Weltkonzerne gehört.

Ich habe vor den Sponsoren großen Respekt, da sie zum Teil nicht unerhebliche Beträge zur Verfügung stellen und sich, abgesehen von Erwähnungen auf einer Sponsorenwand (Logos ausgedruckt und auf eine Mataplanwand gepinnt), damit einverstanden erklären, keinerlei Einfluss auf die Veranstaltung zu nehmen. So einen Deal muss man erst mal innerhalb einer Firma verkaufen als Sponsor.

Eine Abhängigkeit hat nie bestanden, weil die Sponsoren gleich bei der Anbahnung ganz klar gebrieft werden und im weiteren Verlauf gecoacht werden. Auch das gehört zu den Aufgaben bei der Organisation.

Es tut mir leid. Ich halte den Artikel was den vergleichenden Teil betrifft für wirklich schlecht und von großer Unkenntnis geprägt.

Antworten
Stefan

Jetzt erst wird mir erst bewusst wie wichtig und intensiv der Sonntag auf dem SummerCamp war.

Es fing mit der Session im Freien an und hat sich von da an zu einer langen freien Socializing Phase ausgedehnt. Nichts war geplant, die Sessionplanung am Morgen verlief schleppend und doch ging alles seinen Weg. Noch skeptisch den Tag füllen zu können wurde ich eines besseren belehrt. Spontanen Sessions im Hauptraum und viele kleine Gespräche an allen möglichen Plätzen wie beim Kaffee vor der Villa, beim Nutellabrot in der Küche, im Grass in der Sonne, Kleingruppen mit Notebooks und iPads, ein Besuch im Städtchen zum Eis. Es funktionierte...

Es war der krönende Abschluss des Wochenendes und die Perfektion der Unkonferenz!

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Torsten

@Michael: Es gab bis zum Schluß noch Tickets und es wurde eigentlich auch auf Xing und Twitter und auch in mehreren Blogs und Presseportalen mächtig dafür getrommelt.

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Kai Thrun

@Micheal: Nun es ist ja auch meist so, wie in diesem Fall, dass man sich erst mal einen Namen machen muss. Es waren noch Karten frei, jedoch und dessen war ich mir bewusst, ist das Interesse beim ersten Mal immer geringer als in den Folgejahren. Klar, durch die damit verbundene Reichweite eine Masse an Leuten zu erreichen.
Vielleicht nimmt sich heran jemand ein Beispiel, ich weiß es nicht. Ich kann nur sagen, ich bin immernoch müde und heilfroh das mein Konzept so gut aufgegangen ist. (und das weiß man vorher natürlich nicht)

Antworten
Michael

klingt nach einem verdammt interessanten konzept...

...leider gehören solche veranstaltungen mit so stark begrenzter teilnehmerzahl zu jenen, von denen man nur danach lesen kann, weil man ohne den richtigen Kontakt oder einer ordentlichen portion glück zu keinem plätzchen kommt :-(

Antworten
Tom Ruthemann

Also ich finde ja O2 ist als Main-Sponsor durchaus präsent gewesen (ja, wurde wahrgenommen, Eveline!) – ohne eben durch "in-the-face"-Penetration zu nerven. Wenn das für das Unternehmen ok war, dann war das eine gute Präsentation.

Antworten
Kai Thrun

Enrico im Grunde gebe ich dir ja recht. Aber von den insgesamt 7 Sponsoren sind 5 hoch zu frieden und die anderen beiden habe ich bisher noch nicht sprechen können. Von daher denke ich, passt das - macht euch darüber keinen Kopf, den mache ich mir schon ;-)

Antworten
Enrico

Ich finde ehrlich gesagt auch das man die Sponsoren hätte erwähnen können, denn auf dem Camp haben sich ALLE Sponsoren mehr als nur zurückgehalten - was sicher auch den Charme ausgemacht hat. Allerdings bin ich der Meinung das gerade in der Nachbereitung die Sponsoren durchaus Erwähnung finden sollten, denn bei allen Engagement von Kai wäre es ohne diesen Support wohl kaum zu dem Event gekommen, was nachbetrachtend ein echter Verlust gewesen wäre.

Aber an irgendeiner Stelle sollte sich dann das Sponsoring schon lohnen, denn aus lauter Nächstenliebe machen das auch die "großen Unternehmen" nicht dauerhaft - persönliche Kontakte hin oder her.

So, jetzt halt ich wieder meine Klappe :)

Antworten
Eveline3112

Puh, dann bin ich ja froh, dass das Eigenbild und Fremdbild doch nicht soooo weit auseinandergeklafft haben :-)) Danke

Antworten
Falk Hedemann

@Eveline3112

Da hast Du mich leider gründlich missverstanden! Die Hilfe von Dir und O2 war einfach klasse, sehr unkompliziert und eben unaufdringlich. Bei anderen Events stehen die Sponsoren doch deutlich mehr im Vordergrund und versuchen eben möglichst viel aus ihrem Engagement herauszuholen.

Das Gefühl hatte ich auf dem SummerCamp genau nicht.

Sorry, wenn es so bei Dir angekommen ist, gemeint war es anders ;-)

Antworten
caschy

Nix Werbebühne. Weder O2 noch wir. War einfach gut.

Antworten
Eveline3112

So, so :-)
Ganz unabhängig von großen Unternehmen und so ganz ohne Wlan...hmm, irgendwie fehlt mir hierzu schon die ein oder andere Erwähnung und ich finde auch nicht, dass wir das als Werbebühne missbraucht haben, aber Du kannst meinen Kommentar gerne nochmal gegenkommentieren....
Lg, Eveline (von einem großen Unternehmen) ;-)

Antworten
Kai Thrun

Was ist eigentlich dieses #sca11 wovon alle reden?
Sollte es im nächsten Jahr ein SummerCamp geben, wird es natürlich wieder in der Villa stattfinden und es werden nicht mehr als 60 Teilnehmer zugelassen. Darauf hatte ich mich schon im Rahmen der Veranstaltung in mehreren Gesprächen geeinigt. Es würde für mich auch so schon ohnehin schwer genug werden, die Erwartungen dann wieder zu erfüllen. Aber ist ja nun nicht so, dass ich nicht schon wieder Ideen hätte ;-)

Antworten
Eyesdieler

ich denke auch das diese Art der Barcamps Summercamps die Zukunft sein werden. Übrigens war auch ich Teilnehmer und ich habe wirklich nix zu meckern gehabt, im gegenteil es war fantastisch und ich werde im nächsten Jahr ganz sicher beim #sca11 dabei sein.

Antworten
torsten

Glückwunsch Kai, hast Du einfach toll gemacht!

Antworten
mcmatten

Wurst auf die Hand kann niemals ein Kritikpunkt sein. Zumindest nicht, wenn man mit so viel Liebe grillt ;) tzzzz

Antworten
Jürgen Mayer

Ein sehr schöner Artikel über einen tollen Event.

Ja, ich denke das Konzept des SummerCamps wird zukunftsweisend sein, eben aus all den gründen, die hier im Artikel aufgeführt sind.

Antworten
Peter Pletsch

Sowas klappt auch bei größeren Teilnehmerzahlen noch. Die SEOCampixx vom Seonauten Marco Janck im Hotel am Müggelsee in Berlin ist ein gutes Beispiel dafür. Super Referenten, fairer Beitrag und alle an einem Ort machen diese Veranstaltung auch zu etwas ganz Besonderem.

Antworten

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