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Blockchain und Augmented Reality: BASF sucht nach Startups

Mit Chemie auch der Mobilitätsbranche Beine machen: Das hat BASF vor. (Bild: BASF SE)

Der Konzern sieht seine Chemie als „Wegbereiter für zukünftige Mobilitätslösungen”: Gemeinsam mit Porsche und Daimler will man Startups unterstützen, die auch den eigenen Laden weiterbringen könnten.

Den Namen BASF dürften die meisten Menschen mit steriler Chemie verbinden, weniger mit konkreten Produkten. Dabei sieht sich der Konzern als bedeutender Automobilzulieferer schon lange als „Wegbereiter für die Mobilitätslösungen von morgen”.

Da liegt es natürlich nahe, auch mit jungen Unternehmen zusammenzuarbeiten, die in diesem Bereich ihr Glück versuchen. Mit der Beteiligung an der Innovationsplattform Startup-Autobahn macht BASF nun genau das. Neben weiteren Partnerunternehmen wie Daimler, Porsche und Hewlett Packard Enterprise/DXC Technology arbeitet man mit jungen Firmen aus den Bereichen Blockchain, Sensor-Technologie, Augmented Reality, Future Manufacturing und Produktsimulation an „gemeinsamen Pilotprojekten”, wie es heißt, und zwar „als Partner sowie Mentor”.

„Startup-Mentalität vorantreiben”

Material- und Verarbeitungs-Knowhow von Mitarbeitern aus dem Kunststoffbereich von BASF seien zum Beispiel in ein Pilotprojekt mit dem Startup Kreatize geflossen. Dessen digitale Bestellplattform ermöglicht einen direkten Austausch zwischen Herstellern und Zulieferern. Automobilhersteller können CAD-Dateien ihrer Bauteile auf die Plattform hochladen, dank eines Matching-Algorithmus den bestmöglichen Werkstoff und Produktionsprozess dafür finden, sofort bestellen und direkt bezahlen.

Auch das Startup Pomp hat eine interessante Vision: Das Auto meldet selbstständig einen geringen Tankfüllstand und wird vor Ort über mobile Tankservicefahrzeuge befüllt. Mit Unterstützung von BASF-Personal aus dem Bereich Kraftstoffadditive solle das Konzept nun weiterentwickelt werden, sagt der Konzern.

„Bei Startup-Autobahn treffen im übertragenen Sinne der Erfindergeist eines Carl Benz oder Fritz Haber auf die visionären Ideen eines Steve Jobs. Diese Begeisterung für Neues und die Startup-Mentalität wollen wir auch in unserem eigenen Unternehmen weiter vorantreiben und so unsere Wettbewerbs- und Innovationsfähigkeit stärken”, sagt Jürgen Becky, Senior Vice President Performance Materials bei BASF.

Intelligente Palette und Blockchain

Ein weiteres Pilotprojekt, auf das man beim Chemiekonzern offensichtlich stolz ist, entstand im Bereich der Lieferkette: Wie merkt man, dass eine Lieferung unvollständig oder beschädigt ist, noch bevor sie zugestellt wurde? Das Startup Quantoz habe gemeinsam mit BASF und dem niederländischen Startup-Unternehmen Ahrma „eine smarte Antwort darauf gefunden”: Eine intelligente Palette, die nicht nur ihre Position und Bewegung mitteilt, sondern auch ihren Beladungszustand sowie einen eventuellen Aufprall oder Sturz. Fehlende oder beschädigte Teile könnten so automatisiert nachbestellt werden. Durch den Einsatz der Blockchain-Technologie von Quantoz soll die Sicherheit und das Vertrauen in die Verlässlichkeit der Daten zusätzlich erhöht werden. Diese Kombination gebe „einen Ausblick auf einen zukünftig sicheren und transparenten Material- und Informationsfluss”, heißt es von BASF.

Grundsätzlich soll die Datenbank-Technologie Blockchain digitale Transaktionen schneller, günstiger, sicherer und transparenter machen. Die Einsatzmöglichkeiten reichen vom Finanzwesen über die Buchhaltung bis zum Internet der Dinge. Man könnte sagen, die Blockchain erfüllt eine ähnliche Funktion wie das Hauptbuch in der Buchhaltung: Sie ist ein zentrales Verzeichnis, in dem alle Transaktionen festgehalten werden. Der Vorteil allerdings: Diese Datenbank liegt dezentral auf Tausenden von Rechnern, zum Beispiel auf gewöhnlichen PCs zu Hause. Jeder kann prinzipiell Teil dieses Blockchain-Netzwerks werden und somit jederzeit jede Transaktion einsehen. Zwar sind viele praktische Anwendungen der Blockchain derzeit noch unterentwickelt – doch bereits jetzt zeichnet sich ein breites Spektrum an Einsatzmöglichkeiten ab: etwa bei Grundbucheinträgen, Echtheitszertifikaten oder Lieferkettenkontrollen.

Digital Hub Ludwigshafen/Mannheim

Neben dem Startup Autobahn beteiligt sich BASF unter anderem auch am Digital Hub Ludwigshafen/Mannheim. Er ist Teil der Digital-Hub-Initiative des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie und möchte laut eigenen Angaben „Startup-Aktivitäten in der Metropolregion Rhein-Neckar stärken” und „die Themen digitale Chemie und digitale Gesundheit international bekannt machen”.

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