News

Bastelrechner: Firmware für Raspberry Pi 4 verringert Hitzeprobleme

(Bild: Rasberry Foundation/Montage: Golem.de)

Der Raspberry Pi 4 ist im Vergleich zum Vorgänger wesentlich leistungsfähiger, hat aber auch ein paar Probleme mit der Abwärme. Eine neue Firmware soll diesem Problem entgegenwirken und senkt die Temperaturen unter Last um etwa fünf Grad Celsius. Ein Heatsink ist aber trotzdem ratsam.

Viele Bastler freuen sich auf den Raspberry Pi 4, der den bereits mehrere Jahre alten Vorgänger mittlerweile ersetzen soll. Allerdings haben Besitzer festgestellt, dass die Platine unter Last von der hohen Abwärme teils die CPU-Taktraten drosseln muss. Das ist auch Jean-Luc Aufranc von der Publikation CNX Software aufgefallen. Die Raspberry Pi Foundation hat ihm daher zu Testzwecken eine neue Firmware zur Verfügung gestellt. Tests ergeben, dass diese die Temperaturen um drei bis vier Grad Celsius im Leerlauf senkt.

Ebenfalls interessant ist, dass ein 7-Zip-Benchmark beim Entpacken von Archiven vor dem Firmwareupdate permanent abgestürzt ist. Aufranc vermutete, dass dies am limitierten RAM seines Raspberry Pi lag – er hat die Ein-Gigabyte-Version getestet. Allerdings scheint dies nach der Firmware-Installation nicht mehr der Fall zu sein. Die Kerntemperaturen sinken zudem von maximal 75 Grad Celsius auf etwa 70 Grad Celsius ab.

Active-State Power Management aktivieren

Der Entwickler gibt zudem einige Benchmarkwerte bekannt: Mit der alten Firmware und ohne Heatsink auf der CPU erreicht das System 4.423 Punkte. Mit der neuen VLI-Firmware sind es 5.298 Punkte. Aufranc empfiehlt trotzdem, eine Art von Heatsink zu installieren, da unter Dauerlast auch die Firmware die hohe Punktzahl nach mehreren Durchläufen wohl nicht halten kann.

Der Grund für die bessere Abwärmebilanz: Die neue Firmware aktiviert Active-State Power Management (ASPM), wie ein Communitymitglied von CNX Software herausgefunden hat. Die Raspberry Pi Foundation will das Update in den nächsten Tagen der Allgemeinheit zur Verfügung stellen.

Autor des Artikels ist Oliver Nickel.

Zur Startseite
Bitte beachte unsere Community-Richtlinien

Wir freuen uns über kontroverse Diskussionen, die gerne auch mal hitzig geführt werden dürfen. Beleidigende, grob anstößige, rassistische und strafrechtlich relevante Äußerungen und Beiträge tolerieren wir nicht. Bitte achte darauf, dass du keine Texte veröffentlichst, für die du keine ausdrückliche Erlaubnis des Urhebers hast. Ebenfalls nicht erlaubt ist der Missbrauch der Webangebote unter t3n.de als Werbeplattform. Die Nennung von Produktnamen, Herstellern, Dienstleistern und Websites ist nur dann zulässig, wenn damit nicht vorrangig der Zweck der Werbung verfolgt wird. Wir behalten uns vor, Beiträge, die diese Regeln verletzen, zu löschen und Accounts zeitweilig oder auf Dauer zu sperren.

Trotz all dieser notwendigen Regeln: Diskutiere kontrovers, sage anderen deine Meinung, trage mit weiterführenden Informationen zum Wissensaustausch bei, aber bleibe dabei fair und respektiere die Meinung anderer. Wir wünschen Dir viel Spaß mit den Webangeboten von t3n und freuen uns auf spannende Beiträge.

Dein t3n-Team

Schreib den ersten Kommentar!

Melde dich mit deinem t3n Account an oder fülle die unteren Felder aus.

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus!

Hey du! Schön, dass du hier bist. 😊

Bitte schalte deinen Adblocker für t3n.de aus, um diesen Artikel zu lesen.

Wir sind ein unabhängiger Publisher mit einem Team bestehend aus 65 fantastischen Menschen, aber ohne riesigen Konzern im Rücken. Banner und ähnliche Werbemittel sind für unsere Finanzierung sehr wichtig.

Danke für deine Unterstützung.

Digitales High Five,
Stephan Dörner (Chefredakteur t3n.de) & das gesamte t3n-Team

Anleitung zur Deaktivierung