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Fundstück

Der Baukasten für Apps: Native iOS- und Android-Apps mit JSON erstellen

Der JSON-App-Baukasten von Jasonette (Bild: Shutterstock)

Die Programmierung von Apps ist alltäglich Brot geworden und gehört zu fast jeder Dienstleistung. Es war nur eine Frage der Zeit, bis auch Apps noch schneller und einfacher produziert werden können.

Ähnlich wie bei Webseiten können Apps jetzt auch schon schneller und einfacher erstellt werden. Umso länger es ein Medium gibt, desto kleiner wird die Hürde des Einstiegs. Mit der Zeit entwickeln sich Systeme und Programme, die in einem bestimmten Muster das Erstellen von einem solchen Produkt stark vereinfachen. Der Beginn der App-Entwicklung war holprig, besonders die Cross-App-Entwicklung durfte damals Dienstleistern viel Zeit und Know-how abverlangt haben.

Schnell haben sich aber sogenannte Cross-Media-Plattformen etabliert, die es auch Web-Developern ermöglicht haben Apps für unterschiedliche Systeme zu entwickeln. Phonegap ist dabei wohl das bekannteste Projekt, welches immer noch sehr beliebt ist. Mit Jsonette wird die App-Entwicklung aber nochmals vereinfacht und sorgt für ein noch schnelleres Ergebnis.

Funktionsweise von Jasonette: Mit JSON wird es zum Kinderspiel

Mit JSON direkt zu einer iOS- und Android-App. (Screenshot: Jasonette)

Grundsätzlich tritt Jasonette nicht in Konkurrenz zu Phonegap und Konsorten. Es muss nicht programmiert werden, sondern es reicht eine JSON-Datei und die dazugehörige Jasonette-Container-App. Das Prinzip ist sehr simpel: Jasonette liefert für iOS und Android eine Container-App, in der die Metadaten hinterlegt werden können – Name, Beschreibung, Icons. Zudem wird in den Metadaten die URL der JSON-Datei eingefügt.

Die Container-App wird geöffnet und lädt die JSON über HTTP(S). Folgend kann anhand der JSON die Struktur und Funktionsweise der App dargestellt werden. JSON dient als Beschreibungssprache, sozusagen wie das HTML für Webseiten. In der JSON-Datei ist beschrieben, welche Inhalte gezeigt werden, wie Strukturen und Funktionen verwendet werden sollen und alles weitere, was für eine App wichtig ist.

Natürlich können keine ausgedachten Funktionen eingebettet werden, da die Container-App die Baumstruktur interpretieren muss und somit auf vordefinierte Funktionsweisen angewiesen ist. Die Komplexität der Möglichkeiten ist aber soweit ausgereift, das normale Apps ohne Probleme umgesetzt werden können.

Beispiele und Funktionsweisen findet man am besten in der Dokumentation von Jasonette. Hier werden alle Funktionen und Möglichkeiten dokumentiert, die in der JSON-Datei benutzt werden können. Darunter gibt es auch Beispiele von einer nachgebauten Twitter- oder Instagram-App und vieles mehr. Zudem gibt es ein offizielles Github-Repository mit weiteren Beispielen und den Container-Apps von Jasonette.

Das Fazit: Apps mit einer JSON erstellen

Was Jasonette so besonders macht ist die Leichtfüßigkeit. Mit einer einzelnen JSON-Datei kann eine ganze App gesteuert und erstellt werden. Diese JSON-Datei kann extern auf einem Server liegen und die App somit, ohne App-Update, verändert und aktualisiert werden. Es sind keine Programmierkenntnisse vonnöten und es erfordert nur ein kleines technisches Verständnis für die Materie.

Leichter und schneller konnte man noch keine App erstellen, die verhältnismäßig trotzdem ziemlich viel kann. Natürlich ist es eine Art Baukasten und wir sind teilweise an die Vorgaben gebunden. Stören wir uns an solchen festen Strukturen oder haben ganz andere Pläne, ist Jasonette nicht die richtige Wahl. Liebt man aber schnelle Fortschritte und tolle Ergebnisse mit wenig Aufwand, ist Jasonette genau das Richtige für euch.

Wer zudem keinen eigenen Server hat, um die JSON-Datei bereitzustellen, kann den eigenen JSON-Hosting-Server von Jasonette nutzen. Zudem ist Jasonette kostenlos und wir können ohne Hürden direkt loslegen.

Wie erstellt ihr eure Apps? Iconic und Phonegap oder doch eher Swift / Java? Schreibt es in die Kommentare.

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4 Reaktionen
Dimitri Petrik

Also ich finde den Ansatz top. Könnte für einige Unternehmen nämlich die Hürden für die vielfach doch mystische "Digitalisierung" einsteigerfreundlich und günstig, wenn auch rudimentär eröffnen.

Antworten
Ich

Ist das nicht einfach nur viel heisse Luft? Wer mit Jasonette nun eine App bauen will braucht anscheinend immer noch einen Mac, Xcode, einen Apple Developer Account, und Ahnung von dem was er tut. Ob das nun in JSON oder Swift etc. ist, macht wohl nur einen geringen Unterschied aus.

Macht doch mal einen Praxistest: Wer aus eurer Redaktion schafft es "in wenigen Minuten" einen Twitter-Client zu erstellen? Na? Genau! Bei den anderen Beispielen sollte man wohl lieber zeit in eine ordentlich Webseite (responsive & schnell) investieren als zu versuchen das ganze in Apps zu giessen (mindestens iOS & Android). Zumal ihr ja selbst wisst, dass der App-Hype abflacht und die Leute kaum noch neue Apps installieren. Da hilft es wenig wenn die AppStores mit weiteren hingeklöppelten Apps geflutet wird....

Deshalb: Entweder richtig oder gar nicht. Wenn eine App nicht in die Strategie oder das Budget passt, warum will man dann eine? Weil es billig ist? So wird die App dann auch aussehen.... Wer Gegenbeispiele hat kann ja gerne einen Link zu der App im AppStore posten...

Antworten
Tim

Also ich habe Erfahrung in Erstellung mit Apps via Ionic, Phonegap, Objective C/Swift und finde diesen Ansatz auch sehr interessant und werde es definitiv mal ausprobieren. Danke dafür.

Zum meinem Vorredner: Grundkenntnisse und Intresse für die Erstellung von Apps sollte da auf jeden Fall vorhanden sein. Für iOS Apps wird ein Mac bzw. xCode benötigt - egal wie man sie letztendlcih erstellt. Für Android aber nicht. Und es macht durchaus einen riesen Unterschied, ob man eine ganze Programmiersprache kennt oder nur die benötigte Json Struktur inkl. der validen Optionen.
Und bei der Argumentation bzgl. billige, einfache Apps im App Store, wird hier vergessen, dass es noch eine ganz andere Zielgruppe für Apps gibt. Ich programmiere quasi nur im Enterprise Bereich und meine Apps landen nie im App Store.
Dafür sind die Vorteile für mich, gerade was die Aktualisierung via json angeht, immens. Um weitere Aussagen über Vorteile/Nachteile(die sicher auch da sind) zu treffen, muss ich Jsonnette aber erst testen.

Antworten
Nörgelise

mimimimimimimi...

Antworten

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