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Berater-Dossier: So sollte die Führungskompetenz der Zukunft aussehen

Auch Chefs haben es nicht immer leicht. Jetzt bekommen sie allerdings Hilfestellung vom Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). (Foto: Shutterstock)

In einer von digitaler Transformation geprägten Welt geraten auch Führungskräfte zunehmend unter Druck. Mit einem Dossier will der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater Orientierung bieten.

Man kann es sich denken: Die aktuellen und zukünftigen Herausforderungen an Führungskräfte sind angesichts der digitalen Transformation, Leistungsverdichtung und geforderter Verantwortungsübernahme größer denn je.

Dieser Auffassung ist auch der Bundesverband Deutscher Unternehmensberater (BDU). Dessen Experten für Personalmanagement sehen in der für Unternehmenslenker zunehmend komplexer werdenden Situation „eine gefährliche Entwicklung sowohl im Hinblick auf die Leistungsfähigkeit der Mitarbeiter im Management als auch für die Zukunftsfähigkeit der Organisationen”.

„95 Thesen zur Führungskompetenz der Zukunft”

Aus diesem Grund haben die Unternehmensberater das Themendossier „Mensch und Führung in Zeiten des Wandels und der digitalen Transformation“ und in ihm „95 Thesen zur Führungskompetenz der Zukunft” zusammengestellt. Unterteilt in zwölf „zentrale Führungsthemen” will man „Anregungen für die gezielte und grundlegende Reflektion und Diskussion von Führungsfragen anbieten“, wie es heißt.

Martin Horn, Vorstandsmitglied des BDU-Fachverbandes Personalmanagement und Leiter des Projekts, sagt: „Wir erleben in unserer Beratungspraxis die zunehmende Überforderung von Führungskräften in einer extrem komplexen und digital getriebenen Gemengelage.”

Die Wortwahl der Unternehmensberater zumindest lässt auf große Pläne schließen: Auf der Basis der eigenen Erfahrungen wolle man „mit unseren 95 Hammerschlägen” etwas Ähnliches tun „wie einst Martin Luther vor 500 Jahren in Glaubensfragen”, heißt es wörtlich – nämlich „einen kräftigen Anstoß geben in Richtung der deutschen Wirtschaft”.

Ziel: Führungskompetenzen aufbauen

Das Thema, wie Führung in anspruchsvollen Zeiten weiter gelingen kann, gehöre „dringend auf die Agenda der Unternehmen”, heißt es vom BDU. Überforderungen müssten abgebaut und benötigte neue Führungskompetenzen aufgebaut werden.

Das Themendossier suche und biete bewusst keine simplen Lösungen. Vielmehr, sagen die Autoren, gehe es ihnen darum, „dass Interessierte in der umfangreichen Themensammlung stöbern und sich aus den 95 Thesen die Impulse herauszuziehen können, die individuell für die zukünftigen Herausforderungen benötigt werden”.

6 Fragen, die sich jedes Unternehmen in der Digitalisierung stellen sollte

Nutze ich effiziente Software?

1. Haben meine Mitarbeiter mobil Zugriff auf wichtigste Unternehmensdaten wie CRM, ERP und Business-Intelligence?

2. Gibt es ein Software-Tool wie Slack, mit dem die interne Kommunikation effizienter werden kann?

3. Für welche Dinge wird im Unternehmen Microsoft Excel eingesetzt? Gibt es eine bessere Software?

4. Gibt es On-Premise-Lösungen, die in eine Public Cloud ziehen könnten?

(Foto: © Rawpixel.com Adobe Stock)

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Kernanforderungen an Führungskräfte

Trotzdem könnten die folgenden Thesen als Kernanforderungen an Führungskräfte hervorgehoben werden, heißt es:

1. Führung muss akzeptieren, dass eigenständige Mitarbeiter sie nicht benötigen. Führung bedeutet in Zukunft nur noch das Bereitstellen von Möglichkeiten.

2. Führung bedeutet, die Selbstführung der Mitarbeiter zuzulassen und individuell zu unterstützen.

3. Die Führungspersönlichkeit von morgen arbeitet mit intelligenten Fragezeichen, nicht mit Ausrufezeichen.

4. Führung in komplexen Zusammenhängen muss aushalten, dass auch ihr Wissen nur partiell ist und Mitarbeiter dazu ermutigen, ihr Wissen einzubringen.

5. Führungskräfte rücken die Anforderung „Probleme lösen” in den Mittelpunkt und sorgen für eine optimale Zusammensetzung der Projektteams.

6. Führungskräfte organisieren die Formen für die effiziente Zusammenarbeit von fachübergreifenden und internationalen Teams. Dabei stellen sie sicher, dass Ziele und Rahmen klar definiert sind sowie die prozessualen und zwischenmenschlichen Reibungsverluste abgebaut werden. Die Führungskraft wird immer mehr zum Visionär, Coach und Motivator.

7. In der sich rasant verändernden Arbeitswelt organisieren Führungskräfte eine regelmäßige, kritische und achtsame Reflektion ihrer eigenen Tätigkeit, zum Beispiel durch direkte und moderierte Gespräche.

Das komplette Dossier mit dem Titel „Mensch und Führung in Zeiten des Wandels und der digitalen Transformation“ lässt sich auf der Website des BDU abrufen.

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Ein Kommentar
TimeTac Zeiterfassung

Zu dem Thema, wie die digitale Transformation die Unternehmensführung verändert, gibt es auch hier einen hoch interessanten Beitrag: https://www.timetac.com/de/blog/digitale-transformation-unternehmensfuhrung/

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