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Bericht zu Todescrash zeigt noch mehr Schwächen bei autonomen Uber-Autos

(Foto: Uber)

Ein ausführlicher Bericht von US-Unfallermittlern zum ersten tödlichen Unfall mit einem selbstfahrenden Auto hat weitere Probleme mit der damaligen Software von Uber offengelegt.

Demnach programmierte Uber bei den Fahrzeugen eine einsekündige Verzögerung vor einer Warnung in Notsituationen, um in der Zwischenzeit einen eventuellen falschen Alarm erkennen zu können. Dadurch warnte die Software den Menschen am Steuer erst 0,2 Sekunden vor dem Zusammenprall – obwohl sie die Situation eine Sekunde früher schließlich korrekt eingeschätzt hatte.

Bei dem Unfall im März 2018 tötete ein Uber-Testwagen eine Frau, die ein Fahrrad über eine mehrspurige Straße geschoben hatte. Aus einem früheren Bericht der Ermittlungsbehörde NTSB war bereits bekannt, dass die Sensoren des Fahrzeugs sie zwar rund sechs Sekunden vor dem Unfall erfasst hatten. Die Software habe das Hindernis aber erst als Fahrzeug, dann als unbekanntes Objekt und erst zum Schluss als Fahrrad eingestuft – und sei sich lange unsicher gewesen, ob und in welche Richtung es sich bewegt. Dabei war keine automatische Notbremsung vorgesehen, stattdessen benachrichtigte das Fahrzeug den Sicherheitsfahrer und bremste etwas ab.

Aus dem neuen Bericht geht nun auch hervor, dass in der damaligen Uber-Software Fußgänger, die Straßen an nicht vorgeschriebenen Stellen überqueren, grundsätzlich nicht als Kategorie programmiert waren.

Der Fahrdienst-Vermittler hatte nach Verbesserungen an der Software Testfahrten mit seinen Roboterautos wieder aufgenommen – allerdings zunächst nur auf einem weniger als zwei Kilometer langen Straßenabschnitt in Pittsburgh und mit einer Höchstgeschwindigkeit von 40 Kilometern pro Stunde. dpa

Passend dazu: Neben New York und Berlin – Uber gibt’s jetzt auch in Kirchheim und Poing

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