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Die Berliner Bibliotheken haben ein Netflix für Studenten gebaut

Filmfriend ist das erste Streamingangebot städtischer Bibliotheken. (Foto: t3n.de)

Die Berliner Bibliotheken haben mit Filmfriend ein eigenes Streamingportal gestartet. Kein Angriff auf etablierte Anbieter – doch das günstige Angebot könnte trotzdem Schule machen.

Wer im Internet einen Film oder eine Serie streamen will, dem steht seit Kurzem ein neues On-Demand-Angebot abseits von Netflix und Amazon zur Verfügung. Die Besonderheit: Es ist das erste seiner Art von öffentlichen Bibliotheken in Deutschland. So startete vor wenigen Wochen fast unbemerkt das Berliner Online-Portal Filmfriend. Zuerst hatte der Tagesspiegel darüber berichtet.

Berliner Bibliotheksnutzer können demnach zuhause und unterwegs mehr als 500 Spielfilme, Dokumentationen, Serien und Kinderfilme streamen. Der Fokus liegt nach Angaben der Betreiber vor allem auf Filmen aus Europa. Die meisten Inhalte sind der Arthouse-Ecke zuzuordnen, es sind auch viele bisher unbekannte Produktionen aus Deutschland abrufbar. Das Angebot soll bis Jahresende auf 1.200 erweitert werden.

Filmfriend: Nicht teurer als ein Bibliotheksausweis

So sieht die Website von Filmfriend aus. (Screenshot: t3n.de)

Ein Angriff auf etablierte Streamingdienste wie Netflix, Amazon, Sky oder Maxdome stellt Filmfriend so zwar keineswegs dar. Preislich könnte das Angebot jedoch vor allem bei Studenten oder Filmkunstliebhabern auf Interesse stoßen. Denn für die Nutzung des Portals ist lediglich ein normaler Bibliotheksausweis für zehn Euro im Jahr notwendig. Verglichen mit den Abos der großen Anbietern ein Schnäppchen.

Ebenfalls erwähnenswert: Eine Gerätebeschränkung gibt es nicht. Nach der Registrierung und einer Altersprüfung ist angeblich ein unbegrenzter Parallelzugriff vom Smartphone, Tablet oder Computer möglich. Unterstützt wird Filmfriend beispielsweise auf PCs, Mac, Google Chromecast, Apple TV und Android-Geräten. Darüber hinaus entfällt natürlich der Gang in die Bibliothek selbst.

Weitere Bibliotheken könnten nachziehen

Der Verbund der Öffentlichen Bibliotheken Berlins will mit dem neuen Angebot auf die „veränderten Konsumgewohnheiten im Filmbereich“ reagieren. Bei den CD-, DVD- und Blu-Ray-Ausleihen gebe es seit 2015 eine rückläufige Tendenz. Gut möglich, dass deshalb auch andere Bibliotheken in Deutschland nachziehen und sich das Angebot so auch geographisch schnell verbreitet. Filmfriend kann nämlich auch von anderen Bibliotheken Deutschlands angeboten werden, wenn sie eine Lizenz dafür beantragen.

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