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Berliner Hype-App Dubsmash: „Selbst wir haben diesen Erfolg nicht erwartet“

(Screenshot: Youtube)

Ob Mario Götze, Selena Gomez oder Jimmy Fallon: Die Berliner App Dubsmash hat viele prominente Fans. Mit neuen Funktionen greift sie nun Snapchat an. Die Zahlen sind vielversprechend, wie Gründer Jonas Drüppel auf der Noah-Konferenz zeigte.

Die Erfolgs-App Dubsmash hat nun auch eine Video-Chat-Funktion. (Screenshot: Dubsmash)
Die Erfolgs-App Dubsmash hat nun auch eine Video-Chat-Funktion. (Screenshot: Dubsmash)

Dubsmash: Erfolgs-App aus Deutschland

Den wichtigsten Konkurrenten lässt Jonas Drüppel, blonde Haare, Dubsmash auf der Noah-Konferenz am Donnerstagabend. Doch wie er Snapchat sieht, wie er sich von der US-amerikanischen Konkurrenz absetzen will, das erklärt er nicht.

Dabei wäre seine Ansicht dazu durchaus interessant. Denn mit seinen neuen Funktionen macht Dubsmash der US-App ernsthaft Konkurrenz. Haben sie die drei Gründer Jonas Drüppel, Roland Grenke und Daniel Taschik bisher als Tool verstanden, um Videos mit Filmzitaten zu hinterlegen und diese über soziale Netzwerke zu teilen, wollen sie nun selbst ein Social-Media-Plattform werden. Seit vier Wochen können die Nutzer Videos nicht mehr nur über Twitter, Facebook et cetera teilen, sondern auch per Bewegtbild chatten.

Die ersten Zahlen klingen vielversprechend: Dubsmash zählt derzeit 500.000 Freundesanfragen pro Tag, jede Sekunde werden zwei Videos hochgeladen. Den Erfolg erklärt sich Drüppel damit, dass die App die beiden wichtigsten Smartphone-Trends verbindet: Messaging und Videos. Trotzdem sind er und seine Mitgründer von der Beliebtheit erstaunt: „Die Zahlen sind überwältigend“, sagt er. „Selbst wir haben diesen Erfolg nicht erwartet.“

Dabei ist die App erfolgsverwöhnt: Mittlerweile nutzen sie mehr als 100 Millionen Menschen aus 192 Ländern – damit kann sich Dubsmash sogar mit Pinterest messen. Grund für den Hype sind vor allem Prominente, die die App verwenden. So nutzt US-Moderator Jimmy Fallon sie regelmäßig in seinen Sendungen, Mario Götze ahmte den Live-Kommentar auf seinen WM-Siegtreffer nach.

Um sich seinen Erfolg zu bewahren, hat sich Dubsmash die Privatsphäre als höchstes Gut auserkoren. Die Argumentation von Drüppel: „Wir sehen Plattformen, auf denen du mehr und mehr Freunde hast“, sagt er in seinem Vortrag. Aber die Interaktion gehe zurück, weil man nicht jede Information mit jedem teilen wolle. Gleichzeitig wollen sich die Gründer weiter auf ihr Produkt konzentrieren. „Es hilft, nicht auf allzu viele Konferenzen zu gehen“, so Drüppel.

 „Es hilft, nicht auf allzu viele Konferenzen zu gehen.“

Geld verdienen will Dubsmash mit Kampagnen. Bisher haben die Gründer mehr als 50 ausprobiert, viele große Konsumgüterhersteller seien dabei gewesen. Geldsorgen plagen das Startup allerdings noch nicht: Erst 2015 hatten die Gründer 5,5 Millionen Euro eingesammelt. Und die neuen Funktionen ziehen auch andere Investoren an: Geldgeber würden auf den Erfolg reagieren, sagt Drüppel.

Das Interface der App erinnert allerdings nun sehr stark an Snapchat – vor allem die Kontaktliste und die Videos, die sich mit einer Berührung weiterwischen lassen. Wie Dubsmash die US-Konkurrenz aushebeln will, bleibt nach Drüppels Vortrag die einzige unbeantwortete Frage.

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