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Berufsfeld Business-Intelligence: So blickst du bei Tchibo auf Daten anstatt in die Glaskugel

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Hinter dem Begriff Business-Intelligence steckt ein abwechslungsreiches Berufsfeld. Wie das bei Tchibo aussieht und wie sich dieser Bereich entwickelt, erzählt der Bereichsleiter der Daten-Profis.

Daten, um die es im Kern von Business-Intelligence (BI) geht, kommt eine immense Bedeutung zu, wenn es um die Digitalisierung von Unternehmen geht. Sang-Geon Cho ist Leiter des Bereichs Business-Intelligence & Big Data bei der Tchibo GmbH. Er erklärt, wie sich klassische BI-Aufgaben, wie die Versorgung von Unternehmen mit entscheidungsrelevanten Daten, Analysen und Berichten, wandeln und wie die Zukunft von BI-Mitarbeitern aussieht.

Neue Architekturen

Die Aufgabe der Business-Intelligence ist vor allem die Analyse der gesammelten Daten: „Ausgehend von einer Datenperspektive werden Fragen betrachtet und mit dem Wissen der Prozess- und Business-Verantwortlichen verknüpft. Durch die Analyse werden mögliche Zusammenhänge und Ursachen in der Entwicklung von Kennzahlen sichtbar“, fasst Cho zusammen. Doch das allein reicht nicht, wenn die Transformation zu einem „Data-driven-Business” gelingen soll, wie das Beispiel Tchibo zeigt. Es muss eine ganz neue Architektur geschaffen werden. „Zunächst mussten wir die BI- und Big-Data-Architektur neu organisieren. Daten dürfen kein limitierender Faktor mehr sein, ganz gleich wie viele oder wie schnell diese generiert und analysiert werden müssen. Das gilt von A bis Z: ob es um das Entgegennehmen der Daten, ihre Verarbeitung oder die Analyse geht.“

Neue Ziele – bis zum „Actionable Insight“

Auf Basis der neuen Architektur werden ambitionierte Ziele angepeilt: Beschäftigte sollen zukünftig auch ohne Expertenwissen ihre datengestützten Fragen selbst beantworten können. „Jeder kann das – dahin müssen wir kommen. Dazu muss insbesondere die Zeit von der Frage bis zur Antwort verkürzt werden, also der Time-to-Insight. In vielen Bereichen können wir das von Stunden auf Minuten oder – in einigen Fällen – auch auf wenige Sekunden reduzieren.“ Überdies, so Cho, sind einfache, selbst erklärende Frontends ein notwendiges Mittel, um die Hilfe von Analyse- oder Tool-Experten obsolet zu machen: „Dann wird der Prozess, um bis zum ‚Actionable Insight‘ zu kommen, deutlich effizienter!“

Selbst erklärende Frontends sind nötig, um Mitarbeiter bestmöglich abzuholen.

Quo vadis, Business-Intelligence?

„Der Kern der Digitalisierung sind Daten. Diese für Fachbereiche und Kunden nutzbar zu machen, ist der Schlüssel zum Erfolg.“

„Der Kern der Digitalisierung sind Daten. Diese für Fachbereiche und Kunden nutzbar zu machen, ist der Schlüssel zum Erfolg.“ Auf diesem Weg werden sich, davon ist Cho überzeugt, ganz neue kreative Freiräume und Optionen eröffnen. „Wenn du zukünftig einen Sprachassistenten nach dem Lieferstatus einer Bestellung fragst, muss dieser viele Informationen verknüpfen: Welche Bestellungen des Kunden wurden noch nicht versandt? Wurde der Auftrag auf verschiedene Lager gesplittet? Gibt es aus den Track-and-Trace-Daten der Logistik-Dienstleister Rückmeldungen? Einfache oder differenzierte Antwort (zum Beispiel Teillieferung)? Wichtig ist dann, dass die Antwort über alle Kunden-Touchpoints identisch ist. BI kann sich daran, Logiken zentral zu halten, zukünftig wesentlich stärker über die Daten beteiligen als heute. Solche Services on top bereitzustellen, ist ein großer Trend. Und das geht noch weiter – über Recommendations, Personalisierung bis hin zu Digital Marketing, um nur einige Einsatzgebiete zu nennen.“

Kundendaten schützen

Selbstverständlich müssen dabei auch Anforderungen im Rahmen der EU-DSGVO beachtet werden. Um sensible Daten sicher in der Cloud verarbeiten zu können, werden diese komplett verschlüsselt und personenbezogene Datenfelder werden nutzer- und auswertungsbezogen maskiert. Das setzt eine enge Abstimmung zwischen Datenschützern, den Fachabteilungen und technischen Dienstleistern voraus.

Auch die Sicherheit von Daten ist eine Herausforderung der Business-Intelligence.

Services in der Cloud

In den Unternehmen selbst können sich neue Serviceansätze ergeben. Diese werden zuerst als „minimal überlebensfähiges Produkt“ (MVP) realisiert. Cho sieht hier insbesondere Zeitreihenprognosen im Fokus: Ob im Kundenservice (wie viele Anrufe sind für jedes Land täglich zu erwarten?), in der Logistik (wie viele Aufträge pro Lager sind wahrscheinlich?) oder im Non-Food-Bereich (wie hoch ist der Absatz eines Lagerartikels bei einem bestimmten Preis in einer spezifischen Filiale?). Solche Fragen kann BI zukünftig mit einer cloud-basierten Big-Data-Architektur einfacher beantworten und Kunden und Unternehmen zur Verfügung stellen.

Gute Aussichten: Jobs im Bereich Business-Intelligence

Ähnlich wie die Digitalisierung die Unternehmen verändert, wandeln sich auch die Jobprofile von BI-Expertinnen und -Experten. „Eine auffindbare Datenstruktur vorzuhalten, die möglichst viele Fragen beantwortet, ist eine der Herausforderungen im Kontext Self-Service-BI.“ Laut Cho sei darüber hinaus die Automatisierung im Bereich Data Science ein Handlungsfeld. Doch wohin geht die Reise, gerade vor dem Hintergrund neuer Visualisierungs-Werkzeuge und Deep Learning? Cho ist überzeugt, dass BI-Mitarbeiter zukünftig zu Spezialisten werden, die in der Lage sind, „die richtige Frage zu stellen und die richtige Form zu wählen, den Insight klar herauszuarbeiten und zu kommunizieren. Diese Kombination aus Fachlichkeit und Datensicht, als gleichberechtigtes Miteinander, gibt den Ausschlag.“

Riskiere einen Blick in die vielfältigen Herausforderungen für digitale Datenprofis bei Tchibo.

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