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Betrug im Influencer-Marketing: Unilever zieht Konsequenzen

Zu Unilever gehören Marken wie Knorr, Pfanni, Rama, Slim-Fast, Ben & Jerry‘s oder Bertolli. (Foto: JPstock / Shutterstock.com)

Unilever will zukünftig sehr genau darauf achten, ob ein Influencer seine Follower-Zahlen künstlich aufbauscht. Das könnte Signalwirkung haben, denn der Konsumgüterhersteller hat nach dem Konkurrenten Procter & Gamble das zweitgrößte Marketingbudget der Welt.

2017 gaben Firmen erstmals mehr als eine Milliarde US-Dollar für Influencer-Marketing aus. Schätzungen zufolge könnten die Ausgaben in diesem Markt bis 2019 bereits zwei Milliarden Dollar übersteigen. Influencern fehlt es demnach nicht an finanziellen Anreizen, ihre Followerzahlen künstlich zu erhöhen, um sich so einen größeren Teil des Kuchens zu sichern. Als Reaktion auf diese Entwickelung hat Keith Weed, der Marketing-Chef von Unilever, jetzt angekündigt, dass sein Konzern nicht mit Influencern zusammenarbeiten wird, die sich diese Praxis zu eigen machen. Das geht aus einem Bericht der Nachrichtenagentur Reuters hervor.

Weed verspricht darüber hinaus, dass Unilever auch selbst keine Follower kaufen wird und die Ausgaben im Bereich Influencer-Marketing auf die Social-Media-Plattformen konzentrieren will, die gegen diese Form des Betruges vorgehen und für mehr Transparenz sorgen. „Es gibt viele großartige Influencer da draußen, aber es gibt einige faule Äpfel und die verderben die ganze Kiste. Das Problem ist, dass jeder untergeht, wenn das Vertrauen erst dahin ist“, so Weed gegenüber Reuters.

Influencer-Marketing: Unilevers Marketing-Chef will Vertrauen zurückgewinnen

Für den Marketing-Chef von Unilever, zu dessen Konzern Marken wie Knorr, Pfanni, Rama, Slim-Fast, Ben and Jerry’s oder Bertolli gehören, müssen drei Dinge geschehen: Erstens müsse das Influencer-Ökosystem um gefälschtes Engagement bereinigt werden. Zweitens sollten Marken und Influencer besser über unehrliche Praktiken Bescheid wissen und drittens die Social-Media-Plattformen für mehr Transparenz sorgen. „Wir müssen jetzt dringend handeln und das Vertrauen wieder aufbauen, bevor es für immer verloren geht“, erklärt Weed.

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