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Bezahlen im Internet: Händlern drohen teure Pflichten

Bezahlen im Internet wird für Kunden bald sicherer. (Bild: © edbockstock - Fotolia.com)

Das Bezahlen im Netz könnte für Kunden in Zukunft einfacher und billiger werden. Händlern drohen dabei aber Kosten, und es gibt einige Fallstricke.

Der Ärger über zusätzliche Kreditkartengebühren bei Bezahlvorgängen im Internet könnte bald ein Ende haben, wenn ein Gesetzentwurf, der heute im Bundestag verhandelt wird, durchgeht. Hinter dem sperrigen Begriff „zweite Zahlungsdiensterichtlinie“ verbirgt sich eine Regelung, die das „Surcharging“ regelt, also das zusätzliche Entgelt, das Händler von ihren Kunden für die Nutzung eines bargeldlosen Zahlungsmittels verlangen können. Konkret geht es dabei etwa um den Aufschlag, den Kunden bei Billigfliegern oder Reiseveranstaltern zahlen müssen, wenn sie ein bestimmtes Zahlungsmittel wählen.

Keine Hintertüren mehr beim Bezahlen

Bisher war nur vorgeschrieben, dass der Verkäufer ein gängiges Zahlungsmittel anbieten muss, das der Kunde kostenlos wählen kann. Einzelne Anbieter hatten hier eine bestimmte, wenig verbreitete Kreditkarte gewählt, über die lediglich eine Minderheit der Kunden verfügte. Solche Streitigkeiten und Hintertüren sollen mit der neuen Regelung nicht mehr bestehen.

Das Bezahlen per Visa- oder Master-Card könnte in Zukunft kostenlos für den Kunden sein. Das NFC-Merkmal der Kreditkarte zählt dann als eines der Sicherheitsmerkmale. (Foto: qvst / Shutterstock)

So sollen künftig nach dem Entwurf auch kostendeckende Aufschläge nicht mehr erlaubt sein, wenn es sich um ein bargeldloses Zahlungsmittel handelt, das besonders verbreitet ist, etwa Debit- oder Kreditkarten, Überweisungen und Lastschriften auf Sepa-Basis. Bei Kreditkarten geht das Bundesjustizministerium davon aus, dass Visa- und Master-Card kostenfrei angeboten werden müssten, Diners Club oder American Express dagegen aufgrund der Marktposition nicht. Wie die Regelung für Payment-Dienstleister wie Paypal aussehen wird, ist unklar.

Bezahlen mit mehr Sicherheit

Doch Händler und Anbieter von Dienstleistungen und Verträgen, die via Web oder App geschlossen werden, müssen noch in einem anderen Punkt ihre Hausaufgaben erledigen: Verbessert werden soll nämlich auch die Sicherheit bei der Abwicklung der Zahlungen. Schafft es der Entwurf in der aktuellen Form zum Gesetz, wird eine „starke Kundenauthentifizierung“ vorgeschrieben.

Demnach müssen mindestens zwei Elemente aus drei Kategorien sichergestellt werden: Wissen (zum Beispiel ein Passwort), Besitznachweis (etwa einer Kreditkarte) sowie ständige Merkmale des Kunden (Fingerabdruck oder ähnliches). Außerdem sollen Verbraucher das Recht haben, Lastschriften ohne weitere Voraussetzung zurückzuholen – dieses bedingungslose Erstattungsrecht ist bereits Teil der Musterbedingungen der deutschen Kreditwirtschaft.

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3 Reaktionen
Aylee

Ich geh in ein Geschäft, schnapp mir die Ware, geh zu den Angestellten hinter der Kasse, zahle in bar und hab mein Gut schon. Wieso dann im Internet bestellen, wenn es mit Lieferzeiten, Versandkosten (meistens jedenfalls) verbunden ist und man die Sachen vorher nicht mal begutachten kann.

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Markus

:-) ich fürchte das ist sehr unterschiedlich hinsichtlich der Empfindung .. ich steige in mein Auto - fahre 20 Minuten zum nächsten Fachmarkt - werde nicht berate (man schwatzt mir das auf, was grad da ist) - ich bin enttäuscht, weil mein Produkt nicht da ist - fahre heim - außer Spesen nichts gewesen - achja und die in Summe 2 Stunden rumfahren muss ich auf Arbeit am nächsten Tag irgendwie wieder rein bekommen.

Es lassen sich beide Seiten gut darstellen und es kommt sicher auf das "Produkt" an .. Brötchen kaufe ich auch lieber nicht online. Und grundsätzlich würde ich lieber im Geschäft kaufen, finde aber kaum noch brauchbare Läden.

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robert lauert

Mal wieder Kommunismus am Werk.

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