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Big Data im Auto – ADAC setzt sich für Datenschutz ein

Das Auto sei längst ein datensaugender Computer, warnt der ADAC. (Bild: Shutterstock)

Alle Macht dem Lenker: Der ADAC will die Autofahrer vor der Macht der Hersteller schützen. Im Auto würden immer mehr brisante Daten erzeugt, deren Verarbeitung einen gesetzlichen Rahmen brauche.

Über Datenschutz wird besonders in Deutschland bekanntlich gerne diskutiert. Damit das Auto als freigebiger Datenlieferant da nicht aus dem Fokus gerät, fordert der ADAC jetzt eine EU-weit verankerte gesetzliche Regelung des Zugangs zu modernen Fahrzeugen. Diese seien schließlich längst „fahrende Computer, die ständig Daten erheben, speichern und senden“.

Bisher wüssten allerdings nur die Fahrzeughersteller, welche Daten das seien und wofür sie verwendet würden. Wichtig sei aber, dass die Kontrolle über diese Daten beim Autofahrer liegen und der Datentransfer transparent ist. 

Sensible Daten, die viel verraten

Eigene Untersuchungen hätten gezeigt, dass die von den Herstellern generierten Daten unter anderem Rückschlüsse auf den technischen Zustand des Pkw und das Nutzungsprofil des Fahrers zulassen, heißt es vom ADAC. Dem Verbraucher müsse ermöglicht werden, allen Anbietern seiner Wahl freien Zugang zu den Daten im Auto zu erteilen. Auch gewährleistet sein müsse die Sicherheit der Daten.

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„Beim vernetzten Fahrzeug ist ein freier, standardisierter und sicherer Zugang zu den im Auto generierten Daten essenziell: für die Wahlfreiheit der Verbraucher und für den Marktzugang unabhängiger Dritter. Damit fairer Wettbewerb möglich ist, muss eine technische Lösung für den Datenzugang auf EU-Ebene gesetzlich verankert werden“, formuliert Thomas Burkhardt, Vizepräsident für Technik beim Automobilklub.

Macht der Hersteller eindämmen

Der Zugang zu Fahrzeugdaten müsse „mehrere Grundprinzipien erfüllen“: Zunächst sei es wichtig, dass Hersteller weder den Fahrzeughalter beziehungsweise Fahrer noch die vom Fahrzeughalter ausgewählten Dienstleister überwachen können.

Weiter, heißt es vom ADAC, müsse die neutrale Entwicklung neuer Dienste durch unabhängige Dritte gewährleistet werden. Außerdem müssten unabhängige Dienstleister den Kunden auf den gleichen Kanälen erreichen wie der Hersteller selbst.

Dieser freie, vom Hersteller unabhängige Fernzugang zu den Fahrzeugdaten bildet für marktbeteiligte Dritte, also zum Beispiel Pannendienste, freie Werkstätten oder Versicherer, die Voraussetzung, um Telematikangebote und Dienste entwickeln oder bestehende Geschäftsmodelle weiterhin anbieten zu können.

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